Beschreibung
Japanisches Katana mit hochwertigem Daimyō-Koshirae aus der Edo-Zeit
75,8 cm lange Shintō-Klinge · Gunome-midare-Hamon · Schwarz lackierte Saya mit goldenem Kinpun
Ein herausragendes japanisches Katana, präsentiert in einem vollständigen, harmonischen und hochwertigen Koshirae aus der Edo-Zeit. Das Ensemble verbindet eine stattliche, 75,8 cm lange Klinge aus der Shintō-Epoche mit raffinierten Montierungen, schwarzem Lack, Goldpulverdekor und einem eleganten senfgoldenen Sageo aus Seide.
Die Klinge zeigt eine klassische Shinogi-zukuri-Konstruktion, eine fein gearbeitete Ko-itame-Stahlstruktur mit Tendenz zu Mokume sowie einen kraftvollen Gunome-midare-Hamon mit ausgeprägter innerer Aktivität. Ihre großzügige Länge, die geringe Krümmung und die klar erkennbare Stahlstruktur verleihen dem Schwert eine eindrucksvolle und zugleich elegante Erscheinung.
Das zugehörige Koshirae besitzt einen ausgeprägt daimyōartigen Charakter und wurde mit den hochwertigen Materialien und der disziplinierten Handwerkskunst ausgeführt, die mit ranghohen Schwertmontierungen der Edo-Zeit verbunden sind. Die tiefschwarz lackierte Saya, das funkelnde goldene Kinpun, die eingelegte eiserne Tsuba und die dunkel gerippte Tsuka bilden eine ausgewogene und aristokratische Gesamtkomposition.
Die Klinge (Tōshin)
Die Klinge ist in klassischer Shinogi-zukuri-Form mit einem Iori-mune, einem gratförmigen Klingenrücken, gefertigt.
Ihre Nagasa beträgt 75,8 cm und verleiht ihr für ein Katana der Shintō-Epoche besonders großzügige Proportionen. Die Klinge weist eine bemerkenswert geringe Sori von 0,5 cm auf und erscheint im Profil nahezu gerade.
Die Spitze ist als gut erhaltenes Chū-kissaki ausgeführt. Der Bōshi ist sauber und zeigt im Spitzenbereich einen klar erkennbaren Rücklauf.
In der Angel befinden sich zwei Mekugi-ana, was darauf hinweist, dass die Klinge im Laufe ihrer Geschichte mehrfach montiert wurde.
Die Stahlstruktur (Jihada)
Das Jihada zeigt sich als fein gearbeitetes Ko-itame mit einer Tendenz zu Mokume.
Die Oberfläche offenbart eine kontrollierte und dicht laminierte Struktur mit dezentem Ji-nie, das über den gesamten Klingenkörper sichtbar ist.
Das Schwert befindet sich in gutem Politurzustand, sodass sich der Charakter des Stahls und seine Oberflächenaktivitäten unter geeignetem Untersuchungslicht klar erkennen lassen.
Die Härtelinie (Hamon)
Der Hamon zählt zu den visuell bedeutendsten Merkmalen der Klinge.
Er verläuft in einem kraftvollen Gunome-midare-Muster, das unregelmäßige, abgerundete Formationen mit wellenartigen Elementen verbindet. Die Härtelinie ist reich an innerer Aktivität, leuchtend und klar definiert.
Zu den sichtbaren Merkmalen gehören:
- Sunagashi in Form feiner längs verlaufender Linien innerhalb der gehärteten Zone
- Ausgeprägte Ashi, die zur Schneide hinabreichen
- Mögliche Kinsuji-ähnliche Aktivitäten innerhalb der Härtelinie
- Reichlich vorhandenes Nie
- Dichtes und leuchtendes Nioi
Die Komplexität und der Reichtum der Härtung spiegeln die feine Handwerkskunst wider, die mit hochwertigen Klingen der Shintō-Epoche verbunden ist.
Die Montierung (Koshirae)
Das Schwert wird in einem vollständigen und hochwertigen Koshirae aus der Edo-Zeit mit daimyōartigem Charakter präsentiert.
Das Ensemble verbindet edle Materialien, disziplinierte Handwerkskunst und eine zurückhaltende Farbpalette aus schwarzem Lack, Golddekor und senfgoldener Seide.
Seine Gesamtgestaltung entspricht den formellen und sorgfältig aufeinander abgestimmten Schwertmontierungen, die mit hochrangigen Samurai und bedeutenden Häusern der Edo-Zeit verbunden sind.
Die Scheide (Saya)
Die Saya ist mit hochwertigem, tiefschwarzem Kuro-roiro-nuri-Lack überzogen.
Über ihre gesamte Länge ist der Lack mit funkelndem Kinpun, also Goldpulver, bestreut. Die Dekoration erzeugt einen sanft leuchtenden, sternenartigen Effekt, sobald die Oberfläche das Licht einfängt.
Die Kombination aus poliertem schwarzem Lack und Goldpulver verleiht der Scheide einen formellen und ausgesprochen raffinierten Charakter.
Das Stichblatt (Tsuba)
Die Tsuba besteht aus einer massiven Eisenplatte mit ovalem Mokkō-gata-Profil.
Sie ist in Nunome-zōgan-Technik mit Gold- und Silbereinlagen sowie mit Reliefarbeiten verziert, die die Aki-no-nanakusa, die Sieben Herbstgräser, darstellen.
Feine florale Elemente aus Gold und einer silberfarbenen Legierung sind zwischen rankendem Blattwerk rund um das Seppa-dai angeordnet. Im unteren Bereich befindet sich zusätzlich ein kleines Hyōtan-Motiv, eine Flaschenkürbis-Darstellung in Flachrelief.
Die Ausführung und das dekorative Vokabular entsprechen feiner Metallarbeit aus der Edo-Zeit und zeigen Merkmale, die mit den Traditionen von Higo oder Mito verbunden werden.
Der Griff (Tsuka)
Die Tsuka ist mit dunklem Kuro-ito gebunden, beschrieben als schwarz lackierte Kordel oder möglicherweise Leder, das über dem Same liegt.
Die Wicklung ist in einer straffen, gerippten, an Tsumami-maki angelehnten Form ausgeführt und erzeugt eine charakteristische strukturierte schwarze Oberfläche.
Ein kleines goldenes Kiri-mon, das Paulownienwappen, ziert den unteren Bereich des Fuchi.
Die Menuki
Die Menuki sind unter der Griffwicklung teilweise sichtbar.
Sie bestehen aus kräftig modellierten kleinen Figuren aus Kupfer und Gold und stellen Drachen dar. Diese glückverheißenden mythologischen Motive ergänzen das raffinierte ikonografische Programm der Montierung.
Das Sageo
Das Sageo besteht aus kräftig geflochtener Seide in einem senfgoldenen Farbton, der als Karashi-iro bezeichnet wird.
Es ist in einem formellen Präsentationsknoten gebunden. Sein warmer Goldton harmoniert mit dem schwarzen Lack und dem Goldpulver der Saya und vollendet die sorgfältig abgestimmte Erscheinung des Ensembles.
Erhaltungszustand
Die Klinge befindet sich in gutem Politurzustand, sodass Jihada, Hamon und die inneren Aktivitäten der Härtung unter geeignetem Untersuchungslicht klar sichtbar sind.
Das Chū-kissaki und der Bōshi sind gut erhalten. Das vollständige Koshirae bewahrt seine harmonische Kombination aus Lack, Metallbeschlägen, Griffwicklung und Seidenkordel.
Als antikes japanisches Schwert mit historischer Montierung kann das Stück altersbedingte Spuren aufweisen, die seinem historischen Charakter entsprechen.
Technische Daten
- Klassifizierung: Japanisches Katana
- Epoche der Klinge: Shintō-Epoche
- Epoche des Koshirae: Edo-Zeit
- Klingenkonstruktion: Shinogi-zukuri
- Mune: Iori-mune
- Nagasa: 75,8 cm
- Sori: 0,5 cm
- Kissaki: Chū-kissaki
- Mekugi-ana: Zwei
- Jihada: Feines Ko-itame mit Tendenz zu Mokume
- Aktivität im Jihada: Dezentes Ji-nie
- Hamon: Gunome-midare
- Aktivitäten im Hamon: Sunagashi, Ashi, reichlich Nie, dichtes Nioi und mögliche Kinsuji-ähnliche Aktivitäten
- Bōshi: Klar und gut erhalten
- Politur: Gut
- Koshirae: Hochwertige Montierung im Daimyō-Stil aus der Edo-Zeit
- Saya: Schwarzer Kuro-roiro-nuri-Lack mit goldenem Kinpun
- Tsuba: Eiserne Mokkō-gata-Tsuba mit Nunome-zōgan und Reliefdekor
- Motive der Tsuba: Sieben Herbstgräser und Hyōtan
- Menuki: Drachenfiguren aus Kupfer und Gold
- Tsuka: Dunkle, gerippte Wicklung im Tsumami-maki-Stil über Same
- Dekoration des Fuchi: Goldenes Kiri-mon
- Sageo: Geflochtene Seide in senfgoldenem Karashi-iro
- Zertifikat: Echtheitszertifikat von Supein Nihonto
- Dokumentation: Kopie des Tokosho
- Aufbewahrung: Kimono- oder Baumwollbeutel enthalten
Sammlerwert
Dieses Katana verbindet eine stattliche Klinge aus der Shintō-Epoche mit einem ungewöhnlich raffinierten und visuell harmonischen Koshirae aus der Edo-Zeit.
Die 75,8 cm lange Klinge zeichnet sich durch ihr feines Ko-itame-Gefüge, ihre geringe Krümmung und ihren besonders aktiven Gunome-midare-Hamon aus. Die klar sichtbaren Sunagashi, Ashi, das reichlich vorhandene Nie und das dichte Nioi verleihen der Klinge großes visuelles und technisches Interesse.
Die Montierung steigert die Wirkung des Schwertes zusätzlich durch ihre schwarz-golden lackierte Saya, die fein gearbeitete eiserne Tsuba, die drachenförmigen Menuki, die gerippte schwarze Griffwicklung und das formelle senfgoldene Sageo aus Seide.
Zusammen bilden diese Elemente ein vollständiges und harmonisches Ensemble mit hoher Ausstellungswirkung und deutlicher Attraktivität für Sammler japanischer Schwerter, Metallarbeiten der Edo-Zeit und formeller Samurai-Montierungen.
Stattlich, raffiniert und außergewöhnlich wirkungsvoll präsentiert, vereint dieses japanische Katana eine aktive, 75,8 cm lange Shintō-Klinge mit einem vollständigen und hochwertigen Koshirae aus der Edo-Zeit. Sein leuchtender Gunome-midare-Hamon, die schwarz lackierte Saya mit goldenem Kinpun, die eingelegte eiserne Tsuba und die sorgfältig aufeinander abgestimmten Beschläge machen es zu einem herausragenden Sammlerstück von großer visueller Präsenz.































