Sumō-Ringer Kawazu-gake Netsuke – Signiert Hōkyūdō Itsumin

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Artikelnummer: NETSUKE-SUMO-WRESTLERS-KAWAZU-GAKE-HOKYUDO-EDO-2505 Kategorie: Schlagwort:

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Beschreibung

Netsuke zweier Sumō-Ringer beim Kawazu-gake – Signiert Hōkyūdō Itsumin, 19.–frühes 20. Jahrhundert

Japanisches Netsuke · Sumō-Ringer · Kawazu-gake · Signiert Hōkyūdō Itsumin · 19.–frühes 20. Jahrhundert · Geschnitztes Holz · Augen mit Horneinlagen · Tradition der Soga-Brüder · 8,3 × 5,1 × 3,9 cm

Ein kraftvolles japanisches Netsuke mit zwei Sumō-Ringern bei der dramatischen Technik des Kawazu-gake, einem traditionellen Hakelwurf. Der stehende Ringer wird heftig aus dem Gleichgewicht gezogen und nach hinten gebogen, sein Gesicht zum Himmel gerichtet, während sein kauernder Gegner ein Bein um seines hakt und den Mawashi greift. Die gesamte Gruppe ist als ein einziger kompakter Knoten angespannter Körper konzipiert und verbindet körperliche Kraft, Humor, Bewegung und bemerkenswerte skulpturale Komplexität.

Die Gesichtsausdrücke gehören zu den auffälligsten Elementen der Schnitzerei.

Beide Ringer verziehen unter der Anstrengung ihre Gesichter; die stark überzeichneten Mienen werden durch in Horn eingelegte Augen zusätzlich belebt.

Der Gegensatz der Körperhaltungen — eine Figur erhebt sich und biegt sich rückwärts, die andere bleibt tief am Boden — erzeugt eine ausgesprochen dynamische Komposition.

Das Stück trägt die Signatur Hōkyūdō Itsumin und ist fein nach einem bekannten, mit diesem Schnitzer verbundenen Modell gearbeitet.

Die Komposition verweist zugleich auf eine der berühmtesten Kriegerlegenden des mittelalterlichen Japan: die Geschichte von Kawazu Saburō Sukeyasu und den Ursprung der Rachegeschichte der Soga-Brüder.


Die Wurftechnik Kawazu-gake

Dargestellt ist die Sumō-Technik Kawazu-gake, traditionell als Hakelwurf beschrieben.

Dabei wird ein Bein um das Bein des Gegners gehakt, während dessen Oberkörper aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

Die Schnitzerei hält den dramatischsten Moment der Bewegung fest.

Der größere Ringer hat sein Gleichgewicht bereits verloren.

Sein Oberkörper biegt sich nach hinten, die Brust öffnet sich nach oben und der Kopf wird zum Himmel zurückgeworfen.

Sein Gegner bleibt tief und kompakt und nutzt das eigene Bein, um das des stehenden Ringers zu verhaken, während er dessen Kampfgürtel greift.

Die Figuren erscheinen zwischen Gleichgewicht und Sturz eingefroren.


Ein einziger Knoten angespannter Körper

Zu den größten Stärken der Komposition gehört die Art, wie beide Ringer zu einer einzigen plastischen Masse verbunden werden.

Ihre Beine überschneiden sich.

Die Arme kreuzen sich und drücken gegeneinander.

Der kauernde Ringer verschwindet teilweise hinter dem Körper seines Gegners, während der stehende Ringer die Vorderseite dominiert.

Trotz der komplexen Haltung bleibt die Komposition kompakt und klar lesbar.

Die ineinandergreifenden Gliedmaßen ermöglichen Bewegung, ohne empfindliche, weit hervorstehende Partien zu erzeugen.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden neue Beziehungen zwischen den beiden Körpern sichtbar.


Der stehende Ringer

Die Hauptfigur ist in dem Moment dargestellt, in dem ihr Gleichgewicht zu brechen beginnt.

Der breite Oberkörper dreht und biegt sich nach hinten.

Brust und Bauch sind als große, kräftige Volumen modelliert, während die Beine noch unter ihm stehen.

Der Kopf ist dramatisch nach oben geneigt.

Das Gesicht ist von der Anstrengung verzerrt.

Die Brauen ziehen sich zusammen, die Augen weiten sich, die Nase verzieht sich und der Mund öffnet sich zu einer übertriebenen Grimasse.

Die Wirkung ist bewusst theatralisch.

Statt eines idealisierten Athleten betont der Schnitzer die körperliche und emotionale Intensität des Kampfes.


Der kauernde Ringer

Der zweite Ringer ist eng an die stehende Figur gedrückt.

Seine niedrige Position ist entscheidend für die Mechanik des Wurfs.

Ein Bein hakt sich um das Bein des Gegners, während seine Hände den Mawashi und den Körper greifen.

Auch sein Gesicht ist stark ausdrucksvoll.

Die Züge verziehen sich unter der Anstrengung und unterstreichen die körperliche Kraft, die für diese Technik notwendig ist.

Obwohl teilweise verdeckt, ist der kauernde Ringer keineswegs eine Nebenfigur.

Sein Körper bildet das strukturelle Gegengewicht der gesamten Komposition.


Augen mit Horneinlagen

Die Augen beider Ringer sind mit Horn eingelegt.

Dieses Materialdetail verleiht den Gesichtsausdrücken besondere Unmittelbarkeit.

Die polierten Einlagen reflektieren das Licht anders als die geschnitzte Holzoberfläche und lassen die Augen selbst innerhalb der stark modellierten Gesichter deutlich hervortreten.

Zusammen mit den gefurchten Brauen, offenen Mündern und der übersteigerten Muskelspannung geben die Horneinlagen den Figuren eine fast verblüffende Lebendigkeit.


Sumō als Motiv japanischer Netsuke

Sumō bot Netsuke-Schnitzern ein ideales Thema zur Darstellung von Anatomie, Humor, körperlicher Spannung und Bewegung.

Die kräftigen Körper der Ringer ließen sich zu kompakten Gruppen verdichten, während Würfe und Grifftechniken komplexe verschlungene Formen erzeugten.

Dieses Beispiel ist besonders ambitioniert, da die Ringer nicht lediglich stehen oder sich auf den Kampf vorbereiten.

Die eigentliche Mechanik des Wurfs wird dargestellt.

Das verhakte Bein, die Rückwärtsbewegung, der Griff am Mawashi und die entgegengesetzten Kraftrichtungen sind für die Komposition entscheidend.


Der Ursprung des Namens Kawazu-gake

Nach japanischer Überlieferung ist die Technik nach dem Krieger Kawazu Saburō Sukeyasu aus Izu aus dem 12. Jahrhundert benannt.

Der Erzählung zufolge setzte Kawazu sie in einem Sumō-Kampf gegen den mächtigen Matano Gorō Kagehisa bei einem Festmahl eines Fürsten ein.

Durch den erfolgreichen Einsatz des Hakelwurfs besiegte Kawazu seinen starken Gegner.

Die Technik wurde anschließend mit seinem Namen verbunden.

Die historische und legendäre Bedeutung dieser Episode reicht weit über die Welt des Sumō hinaus.

Kawazu Saburō wurde zum Vater zweier zentraler Figuren einer der berühmtesten Rachegeschichten Japans.


Kawazu Saburō Sukeyasu

Kawazu Saburō Sukeyasu wurde nicht nur wegen der mit seinem Namen verbundenen Ringtechnik bekannt, sondern auch durch die gewaltsamen Umstände seines Todes.

Nach der mit dem Stück überlieferten Tradition wurde Kawazu auf dem Heimweg von einer Jagd überfallen und getötet.

Die Angreifer gehörten zu den Männern von Kudō Suketsune, einem Feind seiner Familie.

Kawazu hinterließ zwei junge Söhne.

Ihre Kindernamen lauteten Ichimanmaru und Hakoō.

Später wurden sie als Soga Jūrō Sukenari und Soga Gorō Tokimune bekannt.

Ihre Rache für den Tod ihres Vaters wurde zu einer der berühmtesten Geschichten der japanischen Geschichte, Literatur und Theatertradition.


Die Soga-Brüder

Die Söhne von Kawazu Saburō wuchsen mit der Erinnerung an den Tod ihres Vaters auf.

Später wurden sie gemeinsam als die Soga-Brüder bekannt.

Im Jahr 1193 vollzogen sie während der großen Jagd am Fuß des Fuji ihre Rache an Kudō Suketsune.

Die Episode wurde in ganz Japan berühmt.

Über Jahrhunderte hinweg wurde die Geschichte in Chroniken, Theaterstücken, Drucken, Gemälden und dekorativen Künsten wiedererzählt.

Ihre Themen von kindlicher Pflicht, Beharrlichkeit, Loyalität, Rache und tragischem Schicksal sicherten ihr einen dauerhaften Platz in der japanischen Kultur.


Von der Ringtechnik zur historischen Legende

Auf den ersten Blick erscheint das Netsuke als energiegeladene und humorvolle Szene zweier Sumō-Ringer im Kampf um die Kontrolle.

Das traditionelle Motiv besitzt jedoch eine tiefere historische Verbindung.

Der Name der Technik verbindet die Schnitzerei mit Kawazu Saburō und über ihn mit der Geschichte der Soga-Brüder.

Die kleine Figurengruppe funktioniert daher auf mehreren Ebenen.

Sie ist zugleich Darstellung einer Sumō-Technik, Studie körperlicher Spannung, humorvolle Figurenschnitzerei und indirekter Verweis auf eine der berühmtesten Familienrachegeschichten des mittelalterlichen Japan.


Hōkyūdō Itsumin

Das Netsuke trägt die Signatur Hōkyūdō Itsumin.

Die vorliegenden Informationen beschreiben die Schnitzerei als nach einem berühmten, mit diesem Künstler verbundenen Modell gearbeitet.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Die Signatur wird als sichtbare Eigenschaft des Objekts dokumentiert, während Fragen zu Urheberschaft, Werkstatt, Datierung und Authentizität bei einem antiken Netsuke separat beurteilt werden müssen.

Das plastische Modell ist durch weitere Stücke mit der Signatur Hōkyūdō Itsumin bekannt.

Das vorliegende Netsuke folgt dieser markanten Komposition zweier Ringer beim Kawazu-gake.


Eine bekannte Komposition

Das Motiv eignet sich besonders gut für ein Netsuke, weil die Wurftechnik beide Körper ganz natürlich zusammenführt.

Statt zwei unabhängige Figuren zu schaffen, baut der Schnitzer eine einzige kompakte Gruppe.

Der kauernde Ringer verankert die Komposition.

Der stehende Ringer erzeugt die vertikale Bewegung.

Gebogener Oberkörper, verhakte Beine, gekreuzte Arme und übereinanderliegende Gewänder erzeugen einen kontinuierlichen Bewegungsfluss um die Skulptur.


Schnitzerei der Gesichter

Beide Gesichter werden durch ihre Mimik stark individualisiert.

Der vordere Ringer blickt mit geöffnetem Mund und scharf zusammengezogenen Zügen nach oben.

Der hintere Ringer zeigt eine ebenso intensive Miene.

Augen, Brauen, Nase, Wangen und Mund tragen gemeinsam zum Eindruck äußerster Anstrengung bei.

Die Gesichter bringen Humor in die Szene, ohne die körperliche Ernsthaftigkeit des Kampfes zu mindern.


Modellierung der Körper

Die Ringer sind mit schweren, rundlichen Volumen modelliert, die dem Motiv entsprechen.

Bauch und Brust der vorderen Figur beherrschen das Zentrum der Komposition.

Die Beine sind kräftig und fest aufgestellt.

Hinter ihm faltet sich der zweite Ringer in eine niedrigere, kompakte Haltung.

Der Höhenunterschied erzeugt eine starke diagonale Bewegung durch die gesamte Gruppe.

Breite Flächen sind glatt gerundet, während tiefere Einschnitte den Mawashi, Gesichtszüge, Finger, Zehen und überlagerte Körperpartien definieren.


Mawashi und Gewandfalten

Beide Ringer tragen den traditionellen Sumō-Kampfgürtel beziehungsweise Mawashi.

Der Stoff wird durch tief geschnitzte Falten um Hüften und obere Oberschenkel dargestellt.

Der kauernde Ringer greift als Teil der Wurftechnik den Mawashi seines Gegners.

Diese Falten geben den unteren Körperpartien visuelle Struktur und helfen, die ineinandergreifenden Figuren voneinander zu trennen.


Hände und Füße

Hände und Füße sind sorgfältig ausgearbeitet.

Einzelne Finger sind an den Griffstellen deutlich sichtbar.

Die Füße sind vollständig modelliert, mit klar getrennten Zehen.

Diese anatomischen Details sind bei einem Ringermotiv besonders wichtig, da die gesamte Handlung auf Körperkontakt, Hebelwirkung und Gleichgewicht beruht.

Die markant geschnitzten Füße verleihen der Gruppe ein solides Fundament.

Die verhakten Beine vermitteln gleichzeitig die spezifische Mechanik des Kawazu-gake.


Oberfläche und Patina

Die geschnitzte Oberfläche zeigt warme Braun- und Rotbrauntöne mit dunkleren Bereichen in den Vertiefungen.

Die großen gerundeten Körperflächen reflektieren das Licht deutlich, während tiefere Schnitte um Gesichter, Gewänder, Gliedmaßen und überlappende Formen dunkler bleiben.

Dieser Kontrast verstärkt die Dreidimensionalität.

Eine detaillierte Beurteilung von Altersspuren, Restaurierungen oder Oberflächenbehandlungen sollte anhand direkter Untersuchung und vollständiger Fotografien erfolgen.


Referenz: Christie’s, 4. November 2009

Für dasselbe Motiv existiert eine bedeutende Referenz.

Ein Netsuke mit zwei Sumō-Ringern beim Kawazu-gake, signiert Hōkyūdō Itsumin und als Edo-Zeit, 19. Jahrhundert katalogisiert, wurde am 4. November 2009 bei Christie’s angeboten.

Das dortige Stück maß 6,5 cm in der Höhe und erzielte 32.450 GBP.

Das Christie’s-Exemplar stellt eine wichtige Markt- und Bildreferenz für diese Komposition dar.

Es ist jedoch kein Beleg dafür, dass das vorliegende Netsuke dasselbe Objekt ist oder dieselbe Zuschreibung, Provenienz oder denselben Marktwert besitzt.

Der Vergleich ist relevant, weil beide Werke dasselbe charakteristische Motiv und die Signatur Hōkyūdō Itsumin aufweisen.


Maße und Proportionen

Das vorliegende Netsuke ist größer als viele kompakte Figuren-Netsuke und erlaubt der komplexen Ringkampfszene eine erhebliche körperliche Präsenz.

  • Höhe: 8,3 cm
  • Breite: 5,1 cm
  • Tiefe: 3,9 cm

Die beträchtlichen Maße schaffen Raum für überschneidende Anatomie, kräftig modellierte Oberkörper, Gesichtsausdrücke, verhakte Beine und tief geschnitzte Kampfgürtel.

Trotz dieser Größe bleiben beide Figuren eng zu einer einzigen schlüssigen Gruppe verbunden.


Erhaltungszustand

Das Stück wird als japanisches geschnitztes Netsuke aus dem 19. oder frühen 20. Jahrhundert beschrieben.

Es trägt die Signatur Hōkyūdō Itsumin.

Die Augen sind mit Horn eingelegt.

Gesichtszüge, Hände, Füße, Gewänder und ineinandergreifende Gliedmaßen bleiben klar definiert.

Die vorliegenden Informationen enthalten keine dokumentierte Provenienz, kein Authentizitätszertifikat, keine Restaurierungsgeschichte und keine unabhängige wissenschaftliche Zuschreibung.

Signatur und stilistische Verbindung mit dem bekannten Itsumin-Modell werden daher als Eigenschaften des Objekts dokumentiert, ohne daraus unbelegte Aussagen über die tatsächliche Urheberschaft abzuleiten.


Spezifikationen

  • Objekt: Japanisches Netsuke
  • Motiv: Zwei Sumō-Ringer beim Kawazu-gake
  • Datierung: 19. oder frühes 20. Jahrhundert
  • Material: Geschnitztes Holz
  • Signatur: Hōkyūdō Itsumin
  • Komposition: Zwei ineinandergreifende Ringer bei einem Hakelwurf
  • Stehender Ringer: Nach hinten gezogen und aus dem Gleichgewicht gebracht, Gesicht nach oben
  • Kauernder Ringer: Hakt das Bein seines Gegners und greift dessen Mawashi
  • Augen: Mit Horn eingelegt
  • Ausdruck: Stark geschnitzte grimassierende Gesichter
  • Dargestellte Technik: Kawazu-gake
  • Historische Verbindung: Kawazu Saburō Sukeyasu und die Ursprungstradition der Technik
  • Verbundene Geschichte: Vater der Soga-Brüder Jūrō Sukenari und Gorō Tokimune
  • Referenz: Vergleichbares signiertes Stück, Christie’s, 4. November 2009, 32.450 GBP
  • Maße: 8,3 × 5,1 × 3,9 cm

Sammlerinteresse

Dieses Netsuke verbindet ein außergewöhnlich dynamisches Sumō-Motiv mit einer berühmten historischen Assoziation und einer komplexen Zwei-Figuren-Komposition.

Das Kawazu-gake bietet dem Schnitzer die ideale Möglichkeit, Bewegung zu erforschen.

Der stehende Ringer biegt sich rückwärts, während sein Gegner niedrig und verankert bleibt, wodurch entgegengesetzte Kräfte innerhalb einer kompakten plastischen Masse entstehen.

Die Horneinlagen der Augen und die intensiv grimassierenden Gesichter verleihen den Ringern bemerkenswerte Persönlichkeit.

Die historische Überlieferung um Kawazu Saburō fügt eine weitere Bedeutungsebene hinzu.

Über den Namen der Technik wird die Komposition indirekt mit den Soga-Brüdern und einer der bekanntesten Rachegeschichten der japanischen Kulturgeschichte verbunden.

Die Signatur Hōkyūdō Itsumin und die Existenz eines eng verwandten signierten Christie’s-Beispiels machen das Modell auch für die Erforschung und Sammlung von Netsuke besonders interessant.

Ein kraftvolles japanisches Netsuke mit zwei Sumō-Ringern beim Kawazu-gake, dem dramatischen Hakelwurf, der traditionell mit dem Krieger Kawazu Saburō Sukeyasu aus dem 12. Jahrhundert verbunden wird. Der stehende Ringer wird nach hinten und aus dem Gleichgewicht gezogen, während sein kauernder Gegner sein Bein verhakt und den Mawashi greift, sodass beide Figuren zu einem einzigen Knoten angespannter Körper verdichtet werden. Horneinlagen in den Augen verstärken die stark geschnitzten Grimassen. Das Stück trägt die Signatur Hōkyūdō Itsumin und folgt einem bekannten Modell, das mit diesem Schnitzer verbunden ist. Über die Geschichte Kawazu Saburōs ist das Motiv außerdem mit der berühmten Rache seiner Söhne, den Soga-Brüdern, verbunden. Ein vergleichbares signiertes Exemplar desselben Motivs wurde 2009 bei Christie’s für 32.450 GBP verkauft.

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