Beschreibung
Toshikata Mizuno Ukiyo-e-Triptychon — Kaiserin Jingū und Gesandte in Korea
Originales antikes japanisches Holzschnitt-Triptychon · Toshikata Mizuno · Kaiserin Jingū · Korea · Meiji-Zeit · Historisches und legendäres Thema · Farbholzschnitt · Herausgegeben von Miyake Hanshirō · 1885
Ein originales antikes japanisches Farbholzschnitt-Triptychon von Toshikata Mizuno (1866–1908), das die legendäre Kaiserin Jingū beim Empfang von Gesandten in Korea zeigt. Das Werk wurde 1885 von Miyake Hanshirō herausgegeben und misst in der dreiteiligen Gesamtkomposition ungefähr 37,3 × 74,4 cm. Das Triptychon entstand zu Beginn von Toshikatas selbständiger Laufbahn und verbindet historische Legende, höfische Inszenierung und politische Resonanzen der Meiji-Zeit in einer sorgfältig aufgebauten Panoramakomposition.
Das Triptychon zeigt Kaiserin Jingū in einem formellen militärischen und diplomatischen Umfeld, umgeben von Gefolgsleuten, Kriegern und Gesandten unter reich dekorierten Baldachinen und Kiefern.
Über die drei Blätter hinweg schafft Toshikata einen durchgehenden erzählerischen Raum.
Das linke Blatt öffnet sich zu einer entfernten Meereslandschaft und einer großen Kiefer, während kniende Figuren vor dem zentralen Pavillon versammelt sind.
Das mittlere Blatt zeigt einen alten Krieger und zeremonielle Gegenstände rund um einen niedrigen Tisch, darunter ein auffällig im Vordergrund platzierter Tigerpelz.
Rechts erscheint Kaiserin Jingū als beherrschende Figur der Szene, in hellen Gewändern und umgeben von bewaffneten Gefolgsleuten und Gesandten.
Zusammen bilden die drei Blätter eine breite horizontale Komposition, die als ein einziges erzählerisches Bild gelesen werden soll.
Kaiserin Jingū und Gesandte in Korea
Dargestellt ist die legendäre Kaiserin Jingū, eine der langlebigsten Figuren der frühen historischen Tradition Japans.
Den alten Chroniken zufolge war Jingū die Ehefrau von Kaiser Chūai.
Als er im Jahr 200 starb, soll sie als Regentin die Macht übernommen haben, im Namen des Sohnes, den sie noch trug, des späteren Kaisers Ōjin.
Die Legende berichtet von einer außergewöhnlichen Schwangerschaft, die drei Jahre gedauert haben soll.
In dieser Zeit soll Jingū vor der Geburt ihres Sohnes eine militärische Expedition über das Meer nach Korea geführt haben.
Die Erzählung wurde zu einer der bekanntesten Geschichten weiblicher Herrschaft und militärischer Führung in der frühen japanischen Legendenwelt.
Der legendäre Feldzug nach Korea
Der traditionellen Überlieferung zufolge besaß Kaiserin Jingū zwei magische Juwelen, mit denen sie die Gezeiten kontrollieren konnte.
Sie soll diese zunächst verwendet haben, um das Meer für die Überfahrt ihrer Flotte zu beruhigen.
Dieselbe übernatürliche Kraft soll anschließend gegen die Truppen eingesetzt worden sein, die ihre Landung verhindern wollten.
Der Legende zufolge unterwarfen sich die Herrscher der koreanischen Königreiche nach dieser Machtdemonstration.
Anschließend sollen Tribute und Gesandte nach Japan geschickt worden sein.
Das vorliegende Triptychon zeigt diesen diplomatischen Moment und nicht den militärischen Konflikt selbst.
Der Schwerpunkt liegt daher auf Hierarchie, Unterwerfung und Zeremoniell.
Jingū sitzt in einer Position der Autorität, während Gesandte und Gefolgsleute vor ihr versammelt sind.
Legende und historische Tradition
Über Jahrhunderte nahm Jingū in traditionellen japanischen Erzählungen über frühe Herrschaft eine außergewöhnliche Stellung ein.
Lange Zeit wurde sie zu den japanischen Herrschern gezählt.
1881 wurde sie die erste Frau, die auf einer japanischen Banknote erschien.
Moderne Historiker betrachten die Erzählung ihrer Korea-Expedition jedoch allgemein als Legende und nicht als historisch gesichertes Ereignis.
Im 20. Jahrhundert wurde Jingū als Regentin statt als regierende Kaiserin neu eingeordnet.
Das Triptychon sollte daher als Darstellung einer einflussreichen historischen Legende verstanden werden und nicht als dokumentarische Darstellung eines bestätigten Ereignisses.
Ein politischer Kontext der Meiji-Zeit
Der Druck wurde 1885 während der Meiji-Zeit herausgegeben.
Zu dieser Zeit nahm Japans politisches und militärisches Interesse an Korea deutlich zu.
In diesem Zusammenhang erhielt die alte Legende von Kaiserin Jingū eine offensichtliche zeitgenössische Bedeutung.
Eine Erzählung, die einen legendären Präzedenzfall japanischer Autorität über Korea darstellte, konnte im späten 19. Jahrhundert anders gelesen werden als in früheren Jahrhunderten.
Das Thema verband eine alte imperiale Legende mit modernen Fragen rund um Japans wachsenden Einfluss in Ostasien.
Das Triptychon funktioniert daher zugleich als historische Illustration, legendäre Erzählung und als Werk, das von der politischen Atmosphäre der Meiji-Zeit geprägt wurde.
Die Triptychon-Komposition
Toshikata gestaltete das Werk als durchgehendes Panorama aus drei Blättern.
Statt die Blätter als eigenständige Bilder zu behandeln, verbindet er sie durch Architektur, Textilien, Kiefernzweige, Bodenflächen und die Anordnung der Figuren.
Das linke Blatt schafft räumliche Tiefe durch den offenen Blick auf das Meer.
Eine große Kiefer erhebt sich diagonal über den knienden Figuren.
Das mittlere Blatt fungiert als visuelle Brücke zwischen den beiden Gruppen.
Zeremonielle Gefäße, ein Tigerpelz und der sitzende alte Krieger nehmen die Mitte der Komposition ein.
Rechts wird Kaiserin Jingū zum Hauptfokus.
Ihre hellen Gewänder kontrastieren mit den dunkleren Rüstungen und Kostümen ihrer Umgebung.
Diese allmähliche Bewegung von der äußeren Landschaft zur zeremoniellen Autorität schafft eine klare visuelle Erzählung von links nach rechts.
Kaiserin Jingū als zentrale Figur
Kaiserin Jingū befindet sich im rechten Abschnitt des Triptychons.
Sie sitzt oberhalb der umgebenden Figuren und hebt sich durch ihre hellen Gewänder deutlich ab.
Ihre Position stellt die Hierarchie der Szene unmittelbar her.
Bewaffnete Gefolgsleute und Beamte umgeben sie.
Ihre dunkleren Kostüme, Rüstungen und Kopfbedeckungen rahmen ihre helle Gestalt und machen sie zur dominierenden visuellen Präsenz.
Die Komposition vermittelt Autorität daher nicht durch dramatische körperliche Aktion, sondern durch Platzierung, Kleidung und die geordnete Struktur des Hofes.
Krieger, Gesandte und höfisches Zeremoniell
Die Figuren um Jingū schaffen eine Mischung aus militärischer und zeremonieller Atmosphäre.
Mehrere Gefolgsleute tragen Rüstung.
Waffen und militärische Ausrüstung sind sichtbar.
Gleichzeitig wird das Treffen als formelle Audienz und nicht als aktive Kampfszene dargestellt.
Die Gesandten nähern sich innerhalb einer geordneten höfischen Umgebung.
Niedrige Tische, zeremonielle Gefäße, dekorierte Stoffe und architektonische Details verstärken die Bedeutung des Ereignisses.
Diese Verbindung aus militärischer Macht und diplomatischem Zeremoniell spiegelt die Legende wider, in der auf die Eroberung Unterwerfung und Tribut folgen.
Der Tigerpelz und die zeremoniellen Gegenstände
Eines der auffälligsten Details des mittleren Blatts ist der prominent im Vordergrund ausgebreitete Tigerpelz.
Sein gelb-schwarzes Muster bildet einen starken visuellen Kontrast zum dunklen Boden und den roten Möbeln.
In der Nähe zeigt Toshikata ornamentale Gefäße, Kästchen und andere Gegenstände zeremonieller Präsentation.
Diese Details bereichern die Szenerie und tragen zur Atmosphäre von Rang und Autorität bei.
Zugleich helfen sie dabei, den Übergang zwischen den knienden Figuren links und der Hauptgruppe des Hofes rechts zu strukturieren.
Die Kiefern
Große Kiefern rahmen die Komposition und erstrecken sich über alle drei Blätter.
Ihre gedrehten Stämme und das dichte blaugrüne Nadelwerk bilden eine kraftvolle natürliche Struktur um die menschlichen Figuren.
In der japanischen Bildkultur ist die Kiefer traditionell mit Ausdauer und Langlebigkeit verbunden.
Hier erfüllen die Bäume jedoch auch eine kompositorische Funktion.
Die breiten Äste verbinden verschiedene Bereiche des Triptychons und verhindern, dass die drei Blätter als isolierte Szenen wirken.
Sie vereinen Landschaft, Architektur und Hofgesellschaft visuell zu einem einzigen Panoramabild.
Das ferne Meer
Die linke Seite des Triptychons öffnet sich zu einer ruhigen Wasserfläche.
Eine schmale rot-orange Horizontlinie trennt das Meer vom blassblauen Himmel.
Diese entfernte Meeresansicht ist besonders bedeutungsvoll in einem Werk, das sich mit Jingūs legendärer Überfahrt nach Korea beschäftigt.
Der offene Horizont erweitert den visuellen Raum über das unmittelbare Hofgeschehen hinaus.
Er bildet außerdem einen ruhigen Kontrapunkt zur dichten zeremoniellen Szene im mittleren und rechten Bereich.
Toshikata Mizuno
Toshikata Mizuno (1866–1908) wurde in Tokyo unter dem Namen Nonaka Kumejirō geboren.
Sein Vater war Meisterstuckateur.
Als Junge wollte Toshikata bei Tsukioka Yoshitoshi, dem letzten großen Meister des Ukiyo-e, studieren.
Sein Vater war zunächst dagegen und schickte ihn stattdessen zu anderen Künstlern.
Zu seiner frühen Ausbildung gehörten der westlich orientierte Maler Yamada Ryūtō sowie Künstler der Kanō- und Shijō-Traditionen.
Später gelang es Toshikata schließlich doch, Schüler Yoshitoshis zu werden.
Diese künstlerische Linie sollte den stärksten Einfluss auf sein reifes Werk ausüben.
Ein Schüler von Tsukioka Yoshitoshi
Yoshitoshis Einfluss prägte Toshikatas dramatischen und sorgfältig komponierten Ansatz für erzählerische Bilder.
Toshikata gehörte zu einer Generation, die in einer Zeit arbeitete, in der sich die traditionelle Welt des Ukiyo-e rasch veränderte.
Fotografie und westliche Kunst wandelten bereits die japanische Bildkultur.
Statt die Holzschnitttradition aufzugeben, half Toshikata dabei, viele ihrer kompositorischen und erzählerischen Qualitäten in die Meiji-Zeit zu überführen.
Sein Werk steht daher an einem wichtigen Übergang zwischen spätem Ukiyo-e und moderneren Formen japanischer Druckgrafik.
Zeitungsillustration und historische Drucke
Toshikata arbeitete als Zeitungsillustrator und entwarf Bilder zu zeitgenössischen und historischen Themen.
Später schuf er Drucke im Zusammenhang mit dem Chinesisch-Japanischen Krieg.
Gleichzeitig wurde er besonders für seine bijin-ga, Darstellungen schöner Frauen, bekannt.
Historische und legendäre Szenen blieben ein weiterer wichtiger Bestandteil seines Schaffens.
Das vorliegende Triptychon gehört zu diesem historischen Bereich.
Es entstand zu Beginn seiner selbständigen Karriere und zeigt bereits seine Fähigkeit, große Figurengruppen in einer ambitionierten mehrblättrigen Komposition zu organisieren.
Toshikata und Bijin-ga
Obwohl das vorliegende Werk hauptsächlich historisch ist, wurde Toshikata besonders für seine Frauendarstellungen gefeiert.
Seine bijin-ga verbanden die Eleganz älterer Ukiyo-e-Traditionen mit der sich wandelnden Bildsprache der Meiji-Zeit.
Die Darstellung von Kaiserin Jingū in diesem Triptychon spiegelt dieses Interesse wider.
Selbst innerhalb einer militärischen und diplomatischen Szene hebt sie sich durch Haltung, Kleidung und sorgfältig kontrollierte Eleganz hervor.
Ihre helle Gestalt wird zum emotionalen und visuellen Zentrum des rechten Blatts.
Einfluss auf die spätere japanische Druckkunst
Toshikata war auch ein einflussreicher Lehrer.
Seine Schüler und wiederum die Künstler, die von diesen ausgebildet wurden, trugen Elemente seines Ansatzes in das frühe 20. Jahrhundert.
Diese künstlerische Linie leistete einen Beitrag zur Entwicklung der shin-hanga-Bewegung.
Toshikata nimmt daher eine wichtige Position zwischen der späten Ukiyo-e-Tradition Yoshitoshis und der erneuerten japanischen Druckkultur der folgenden Generation ein.
Seine Karriere zeigt, dass traditionelle Holzschnitttechniken und Themen nicht einfach mit dem Aufkommen von Fotografie und westlicher Kunst verschwanden, sondern sich weiterentwickelten.
Herausgegeben von Miyake Hanshirō
Das Triptychon wurde 1885 von Miyake Hanshirō herausgegeben.
Wie andere japanische Holzschnitte waren Werke dieser Art kollaborative Produktionen.
Der Künstler entwarf das Bild, während der fertige Druck von der koordinierten Arbeit von Holzschneidern, Druckern und dem für Produktion und Vertrieb verantwortlichen Verleger abhing.
Die Rolle des Verlegers ist daher ein wesentlicher Bestandteil der historischen Identität des Werks.
Farbholzschnitt
Das Triptychon ist als Farbholzschnitt ausgeführt.
Mehrere geschnitzte Blöcke waren erforderlich, um das Bild in aufeinanderfolgenden Druckvorgängen aufzubauen.
Das erhaltene Werk zeigt eine breite Farbpalette.
Tiefrote Textilien und architektonische Elemente kontrastieren mit blaugrünem Kieferngrün.
Blassblauer Himmel und Wasser öffnen die linke Seite der Komposition.
Rüstungen, gemusterte Gewänder, dekorative Gefäße, Tigerpelz und Jingūs helle Kleidung fügen weitere Farb- und Texturebenen hinzu.
Über alle drei Blätter hinweg schafft der Druck ein reiches visuelles Feld und erhält zugleich die Kontinuität zwischen den einzelnen Bereichen.
Horizontales Triptychon-Format
Das vollständige Werk misst ungefähr 37,3 × 74,4 cm.
Sein horizontales Format entsteht durch drei vertikal orientierte Holzschnittblätter, die zusammen betrachtet werden sollen.
Diese Triptychon-Struktur bietet Toshikata ein deutlich breiteres Bildfeld als ein einzelnes Blatt.
Links kann sich die Landschaft öffnen.
Das zeremonielle Geschehen kann die Mitte einnehmen.
Die Hauptfigur kann rechts dominieren.
Das daraus entstehende Panorama eignet sich besonders gut für ein Thema mit mehreren Figurengruppen und einer groß angelegten höfischen Szenerie.
Originaler antiker japanischer Holzschnitt
Dies ist ein originales antikes japanisches Holzschnitt-Triptychon und keine moderne Reproduktion oder spätere Neuauflage.
Sein Alter ist ein wichtiger Bestandteil seines historischen Charakters und seiner Authentizität.
Originale japanische Drucke dieser Zeit haben Generationen von Besitz, Handhabung, Lagerung und Ausstellung überstanden.
Leichte Tönung, gelegentliche kleine Flecken, geringe Knicke und schwache Handhabungsspuren sind normale Merkmale antiker Arbeiten auf Papier.
Solche Eigenschaften sollten im Kontext eines originalen historischen Objekts verstanden und nicht mit dem Erscheinungsbild einer neu hergestellten Reproduktion verglichen werden.
Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Milch
Das Triptychon stammt aus der Sammlung von Dr. Eugen Milch (1889–1958), einem österreichischen Arzt und Künstler.
Milch diente während des Ersten Weltkriegs als Sanitätsoffizier.
In den frühen 1920er-Jahren reiste er ausgiebig durch Europa und verband dabei Studium und Malerei.
1924 heiratete er die Künstlerin Emma Bormann.
Das Paar besuchte im selben Jahr Schweden.
Zusammen mit dem Künstler Oskar Bergman stellten sie mehrere Gemälde im Liljevalchs in Stockholm aus.
Von Österreich nach China
1937 reiste Eugen Milch gemeinsam mit anderen österreichischen Ärzten auf Einladung der chinesischen Regierung nach China.
Emma folgte ihm zwei Jahre später.
Obwohl die ursprünglich vorgesehene Tätigkeit nicht zustande kam, wurde Milch 1938 Leiter eines Krankenhauses in Beihai.
Seine Jahre in Ostasien verbanden seine medizinische Karriere mit seinem anhaltenden Interesse an Reisen und Kunst.
Shanghai und die Kriegsjahre
1941 besetzten japanische Streitkräfte Teile der südchinesischen Küste, darunter Beihai.
Der Familie Milch gelang der Umzug nach Shanghai.
Während ihrer Zeit in China trennten sich Eugen und Emma.
Eugen unterstützte später britische Streitkräfte in China.
Für diesen Dienst erhielt er die britische Staatsbürgerschaft.
Sein Leben und seine Karriere führten ihn damit unmittelbar in einige der großen historischen Umbrüche, die Ostasien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten.
Milch in Japan
Auf seinen weiteren Reisen gelangte Eugen Milch später nach Japan, um die Folgen des Krieges zu untersuchen.
Der mit der Sammlung verbundenen Provenienz zufolge ist es wahrscheinlich, dass er die vorliegende Gruppe japanischer Holzschnitte in dieser Zeit erwarb.
Er starb 1958 in Hongkong.
Die Sammlung wurde anschließend innerhalb der Familie weitervererbt.
Diese Provenienz verleiht dem Triptychon eine zusätzliche historische Dimension und verbindet einen japanischen Druck der Meiji-Zeit mit dem internationalen Leben eines Arztes, Künstlers, Reisenden und Sammlers des 20. Jahrhunderts.
Zustand
Die drei Blätter sind nicht miteinander verbunden.
Das Triptychon zeigt einige altersbedingte Gebrauchsspuren.
Die Farben befinden sich in gutem Zustand.
Wie bei jeder antiken Arbeit auf Papier können leichte Tönung, gelegentliche kleine Flecken, geringe Knicke oder schwache Handhabungsspuren naturgemäß vorhanden sein.
Diese Eigenschaften entsprechen dem Alter und der Geschichte eines originalen japanischen Holzschnitts.
Die Zustandsangaben werden aus Transparenzgründen gemacht und sollten nicht so verstanden werden, als befände sich das Werk in schlechtem Zustand.
Details
- Objekt: Originales antikes japanisches Farbholzschnitt-Triptychon
- Künstler: Toshikata Mizuno (1866–1908)
- Thema: Kaiserin Jingū und Gesandte in Korea
- Datierung: 1885
- Epoche: Meiji-Zeit
- Verleger: Miyake Hanshirō
- Format: Dreiblättriges Triptychon
- Ausrichtung: Horizontale Panoramakomposition
- Technik: Farbholzschnitt
- Gesamtmaße: Ca. 37,3 × 74,4 cm
- Hauptfigur: Kaiserin Jingū
- Zugehörige Figur: Kaiser Ōjin, innerhalb der Jingū-Legende
- Historischer/legendärer Schauplatz: Korea
- Thementyp: Japanische Geschichte und Legende
- Markante Elemente: Kiefern, fernes Meer, militärische Gefolgsleute, Gesandte, zeremonielle Gegenstände, Tigerpelz und dekorierter Pavillon
- Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Milch (1889–1958)
- Weitere Provenienz: Innerhalb der Familie weitervererbt
- Blattzustand: Drei Blätter nicht miteinander verbunden
- Zustand: Einige altersbedingte Gebrauchsspuren; Farben in gutem Zustand
- Authentizität: Originaler antiker japanischer Holzschnitt; keine moderne Reproduktion oder Neuauflage
Für Sammler besonders interessant
Dieses Triptychon nimmt eine interessante Position an der Schnittstelle von spätem Ukiyo-e, historischer Bildwelt der Meiji-Zeit und Toshikata Mizunos früher Karriere ein.
Die Panoramakomposition ist besonders ambitioniert.
Drei getrennte Blätter werden durch Kiefernzweige, Architektur, Boden und die Verteilung der Figuren visuell miteinander verbunden.
Das Thema der Kaiserin Jingū verleiht dem Werk zusätzliche historische und politische Bedeutung.
Ihre legendäre Korea-Expedition war über Jahrhunderte dargestellt worden, doch 1885 erhielt die Geschichte vor dem Hintergrund von Japans wachsendem politischem Engagement in Korea eine neue Bedeutung.
Das Werk ist daher mehr als eine dekorative historische Szene.
Es zeigt, wie alte Legenden in der sich rasch wandelnden politischen Kultur des Meiji-Japan neu interpretiert werden konnten.
Das Triptychon dokumentiert Toshikata zudem an einem prägenden Punkt seiner Laufbahn, die die späte Ukiyo-e-Welt Yoshitoshis mit künstlerischen Entwicklungen verbinden sollte, die schließlich zum shin-hanga des 20. Jahrhunderts beitrugen.
Die Provenienz aus der Sammlung von Dr. Eugen Milch fügt eine weitere Ebene der Sammlungsgeschichte hinzu.
Ein originales antikes japanisches Farbholzschnitt-Triptychon von Toshikata Mizuno (1866–1908), das die legendäre Kaiserin Jingū beim Empfang von Gesandten in Korea zeigt. Herausgegeben von Miyake Hanshirō im Jahr 1885 und insgesamt etwa 37,3 × 74,4 cm groß, zeigt die dreiblättrige Komposition Jingū als beherrschende Figur in einer reich detaillierten zeremoniellen und militärischen Szenerie mit Kriegern, Gesandten, Kiefern, dekorierter Architektur, zeremoniellen Gegenständen und einer fernen Meereslandschaft. Das Thema geht auf die alte Legende von Jingūs Korea-Expedition und der anschließenden Unterwerfung koreanischer Herrscher zurück, eine Erzählung, die während der Meiji-Zeit neue politische Resonanz erhielt. Das Triptychon entstand zu Beginn von Toshikatas selbständiger Karriere und zeigt den Einfluss seines Lehrers Tsukioka Yoshitoshi, während es zugleich Toshikatas spätere Bedeutung als Künstler und Lehrer zwischen spätem Ukiyo-e und moderner japanischer Druckkunst vorwegnimmt. Aus der Sammlung von Dr. Eugen Milch (1889–1958), anschließend innerhalb der Familie weitervererbt. Die drei Blätter sind weiterhin voneinander getrennt und zeigen einige altersbedingte Gebrauchsspuren; die Farben befinden sich in gutem Zustand. Originaler antiker japanischer Holzschnitt, keine moderne Reproduktion oder Neuauflage.








