Beschreibung
Artikel:
Edo-Zeit oder frühe Meiji-Ära. 19. Jahrhundert.
Shibayama Makie Inrō mit Dame. Wunderschönes Inrō von außergewöhnlicher Qualität mit Darstellung einer Frau beim Reinigen ihrer Kleidung. Kleine Perlmutt-Einlagen am Baumstamm sowie Silberdetails am Gewand und den Accessoires der Frau. Das Inrō hat all seine Details bewahrt und befindet sich in einem fantastischen Erhaltungszustand, mit lediglich einigen kleinen Gebrauchsspuren im oberen Bereich. Frühe Meiji-Zeit oder späte Edo-Zeit. 19. Jahrhundert.
9,0 x 6,0 cm
Was ist ein Inrō?
Ein Inrō ist ein traditionelles japanisches Behältnis zur Aufbewahrung kleiner Gegenstände, das am Obi (Gürtel) befestigt wurde, welcher beim Tragen eines Kimono um die Taille gebunden wird. Sie sind häufig reich verziert mit verschiedenen Materialien wie Lack sowie unterschiedlichen Techniken wie Maki-e und gelten als dekorativer als andere japanische Lackarbeiten.
Da traditionelle japanische Kleidung keine Taschen besaß, wurden Gegenstände häufig in Behältern transportiert, die am Obi hingen und als Sagemono bezeichnet wurden (hängender Gegenstand am Gürtel). Die meisten Sagemono wurden für spezielle Inhalte gefertigt, etwa für Tabak, Pfeifen, Schreibpinsel oder Tinte, doch der Typ namens Inrō eignete sich besonders zum Transport kleiner Gegenstände und entstand in der Sengoku-Zeit (1467–1615) als tragbares Identitätssiegel und Medizinbehälter für Reisen.












