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Japanisches Katana Ketsuunken Furusawa Yoshimasa | Tosa | NBTHK Hozon

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Beschreibung

Japanisches Katana – Ketsuunken Furusawa Yoshimasa

Provinz Tosa · Späte Edo-Zeit / Bakumatsu · Um die Kaei-Ära, 1848–1854 · Signierte Klinge · NBTHK Hozon Token · Nagasa ca. 63,3 cm

Ein historisch besonders interessantes japanisches Katana aus der späten Edo-Zeit, signiert 決雲軒古沢氏義正 – Ketsuunken Furusawa Yoshimasa, verbunden mit der Provinz Tosa und anhand der begleitenden Dokumentation ungefähr in die Kaei-Ära, ca. 1848–1854, datiert. Über die Qualität der Klinge hinaus zeichnet sich dieses Stück insbesondere durch die Persönlichkeit seines Schöpfers aus: Yoshimasa war nicht nur Schwertschmied, sondern auch ein Mann der Kriegskünste und Gelehrter, der unmittelbar mit dem politischen und militärischen Umfeld von Tosa während der späten Bakumatsu-Zeit verbunden war.

Die Klinge besitzt eine Nagasa von etwa 63,3 cm, entsprechend knapp 2 Shaku 0 Sun 9 Bu – eine Länge, die sehr gut zu einem für den praktischen Einsatz bestimmten Schwert aus den unruhigen letzten Jahrzehnten der Edo-Zeit passt.

Das Schwert wird von einem NBTHK Hozon Token Zertifikat, Nr. 30381, ausgestellt im Dezember 2025, begleitet. Dieses bestätigt die Signatur und erkennt die Klinge als erhaltungswürdig an. Die Dokumentation bewahrt außerdem den Nachweis der japanischen Registrierung beim Bildungsausschuss der Präfektur Kochi aus dem Mai 1957.


Der Schwertschmied – Ketsuunken Furusawa Yoshimasa

Furusawa Yoshimasa ist eine historisch besonders interessante Persönlichkeit, da seine Bedeutung weit über das reine Schwertschmiedehandwerk hinausgeht.

Er wurde in Kochi geboren und erhielt zunächst in Edo eine Ausbildung bei Hirayama Eizaburō, dem Sohn des bekannten Strategen Hirayama Kōzō. Nach seiner Rückkehr nach Tosa unterrichtete Yoshimasa an der Meikyōkan-Akademie von Sakawa, wo er zahlreiche Schüler sowohl in literarischen als auch in militärischen Disziplinen ausbildete.

Sein Künstlername Ketsuunken spiegelt diese umfassendere Identität als gebildeter Mann und Praktizierender der Kriegskünste wider, die über seine Tätigkeit als Schwertschmied hinausging.

Als Takechi Zuizan, auch bekannt als Takechi Hanpeita, im Jahr 1861 die Tosa Kinnōtō gründete, schlossen sich Yoshimasa und mehrere Mitglieder seiner Familie dieser loyalistischen Bewegung an, die während der Bakumatsu-Zeit in der Provinz Tosa eine bedeutende Rolle spielte.

Mehrere seiner Söhne und Schüler wurden später nach Kyoto entsandt und beteiligten sich an der loyalistischen Bewegung.

Diese historische Dimension macht Yoshimasa für Sammler von Schwertern der Bakumatsu-Zeit besonders interessant, da der Schmied selbst nachweislich Teil des politischen und militärischen Umfelds war, das der Meiji-Restauration vorausging.


Ein Schwert aus der Welt des Bakumatsu

Die vorgeschlagene Datierung in die Kaei-Ära, 1848–1854, ordnet dieses Katana in die entscheidende Endphase des Tokugawa-Shogunats ein.

Diese Epoche war geprägt von zunehmender politischer Instabilität, wachsenden Spannungen um die Macht des Shogunats, einem erneuten Interesse an militärischer Vorbereitung und schließlich von ideologischen Konflikten, die zur Meiji-Restauration führen sollten.

Ein Schwert, das von einem Mann gefertigt wurde, der unmittelbar mit den loyalistischen Kreisen von Tosa verbunden war, besitzt daher eine andere historische Aussagekraft als eine anonym für den allgemeinen Markt hergestellte Klinge.

Sein Wert liegt nicht nur in der Metallurgie und handwerklichen Ausführung, sondern auch in seiner Verbindung zu einem sehr konkreten politischen, intellektuellen und militärischen Umfeld.


Die Klinge (Tōshin)

Die Klinge zeigt eine lange und elegante Silhouette, wie sie für Katana aus der späten Edo-Zeit charakteristisch ist.

Die registrierte Nagasa beträgt etwa 63,3 cm, entsprechend knapp 2 Shaku 0 Sun 9 Bu.

Die Gesamtform bewahrt einen funktionalen und kämpferischen Charakter mit ausgewogener Krümmung und einer vergleichsweise zurückhaltenden Silhouette.

Die Klinge erscheint in ihrer Gesamtgeometrie gesund, mit klar definiertem Kissaki und sauberem Übergang zum Monouchi.

Die Politur ermöglicht die Betrachtung der Klingenoberfläche sowie der wesentlichen Härtungsaktivitäten.


Nakago und Signatur

Der Nakago trägt die Signatur:

決雲軒古沢氏義正
Ketsuunken Furusawa-uji Yoshimasa

Die Inschrift verläuft deutlich entlang der Angel.

Der Nakago besitzt ein einzelnes Mekugi-ana und eine stabile historische Patina.

Die Oberfläche sollte selbstverständlich unverändert erhalten bleiben, da die alte Oxidation und der Zustand des Nakago grundlegende Faktoren bei der Beurteilung von Alter und Authentizität eines antiken japanischen Schwertes darstellen.


NBTHK Hozon Token Zertifikat

Das Schwert wird von einem NBTHK Hozon Token Zertifikat, Nr. 30381, begleitet, das im Dezember 2025, Reiwa 7, ausgestellt wurde.

Diese Zertifizierung bestätigt die Signatur und erkennt die Klinge innerhalb der Hozon-Kategorie als erhaltungswürdig an.

Für einen Sammler bietet eine NBTHK-Zertifizierung zusätzliche Sicherheit hinsichtlich Zuschreibung und Authentizität und stellt zugleich eine formelle Anerkennung des Schwertes innerhalb des modernen japanischen Begutachtungssystems dar.


Historische japanische Registrierung

Die Dokumentation des Schwertes verweist außerdem auf seine Registrierung beim Bildungsausschuss der Präfektur Kochi vom Mai 1957, Shōwa 32.

Diese Information ermöglicht es, die dokumentierte Nachkriegsgeschichte des Schwertes über einen Zeitraum von fast siebzig Jahren zurückzuverfolgen.

Frühe Registrierungen dieser Art sind besonders wertvoll, da sie eine nachvollziehbare japanische Provenienz bis in die ersten Jahrzehnte des modernen Registrierungssystems für japanische Schwerter ermöglichen.


Das Koshirae

Das Schwert wird in einem vollständigen und optisch harmonischen Koshirae von ansprechender dekorativer Qualität präsentiert.

Die Montierung ist zurückhaltend und elegant und kombiniert eine schwarz lackierte Saya, einen dunklen Griff, helles Samegawa und aufeinander abgestimmte Metallbeschläge mit vergoldeten Details.

Einer der interessantesten Aspekte der Montierung ist die Kontinuität des dekorativen Programms zwischen mehreren Beschlagteilen.

Anstatt wie eine zufällige Zusammenstellung unabhängiger Einzelteile zu wirken, weisen Fuchi, Kashira, Menuki und Tsuba eine erkennbare visuelle und stilistische Beziehung zueinander auf.


Die Tsuka

Die Tsuka ist mit schwarzem Seiden-Ito über hellem Samegawa in traditioneller Rautenwicklung versehen.

Der Kontrast zwischen der tiefschwarzen Seide und der hellen Rochenhaut verleiht dem Griff eine klassische und elegante Erscheinung.

Die Wicklung wirkt gleichmäßig und passt hervorragend zum Charakter einer Montierung aus der späten Edo-Zeit.


Die Menuki

Die Menuki zeigen figürliche Reliefdarstellungen mit vergoldeten Details.

Die dargestellten Figuren sind Teil eines umfassenderen narrativen Dekorationsprogramms, das sich auf Fuchi und Kashira fortsetzt.

Diese Kontinuität ist von Bedeutung, da sie darauf hindeutet, dass die Beschläge als zusammenhängendes künstlerisches Ensemble konzipiert wurden und nicht aus voneinander unabhängigen Einzelteilen zusammengestellt sind.

Die goldenen Elemente heben sich deutlich vom dunkleren Metall ab und erscheinen zwischen den Öffnungen des schwarzen Tsuka-ito.


Fuchi und Kashira

Fuchi und Kashira greifen dasselbe figürliche Thema auf.

Die Dekoration befindet sich auf einem dunklen Metallgrund mit vergoldeten Akzenten und unterschiedlichen Metallkontrasten, wodurch eine reichhaltige, aber dennoch ausgewogene Oberfläche entsteht.

Insbesondere das Kashira zeigt mehrere menschliche Figuren im Relief und besitzt eine ausgeprägte erzählerische Qualität.

Diese ikonografische Kontinuität zwischen den verschiedenen Beschlägen erhöht den visuellen und sammlerischen Reiz des Koshirae erheblich.


Die Tsuba

Die Tsuba besteht aus Eisen, besitzt eine abgerundete Form und ist mit Hitsu-ana versehen.

Ihre Oberfläche zeigt eine zurückhaltende pflanzliche Dekoration mit vergoldeten Details.

Diese Gestaltung ergänzt das figürliche Dekorationsprogramm des Griffes harmonisch, ohne mit diesem zu konkurrieren.

Der dunkle Eisengrund verleiht dem Stück eine zurückhaltende, martialische Präsenz, während die goldenen Akzente einen Hauch jener dekorativen Raffinesse hinzufügen, die für den Geschmack der späten Edo-Zeit charakteristisch ist.


Die Saya

Die Saya besitzt eine glänzende schwarze Lackierung.

Ihre Schlichtheit bildet einen wirkungsvollen Kontrast zu den aufwendigeren Metallbeschlägen des Griffes.

Die dunkle, reflektierende Oberfläche wirkt elegant und zurückhaltend und verstärkt die Gesamtwirkung der Montierung.

Ein blaugrün geflochtenes Sageo ist um das Kurikata gebunden und setzt einen dezenten farblichen Akzent.


Erhaltungszustand

Das Schwert ist als antike japanische Waffe erhalten und weist die zu erwartenden Spuren von Alter und historischem Gebrauch auf.

Die Klinge bewahrt eine klar erkennbare Gesamtgeometrie sowie sichtbare Oberflächenaktivitäten.

Der Nakago wurde bewusst nicht gereinigt, sodass seine stabile historische Patina und die originale Signatur erhalten geblieben sind.

Das Koshirae präsentiert sich weiterhin als optisch harmonisches Ensemble mit schwarzer Seidenwicklung, hellem Samegawa, aufeinander abgestimmten figürlichen Beschlägen und schwarz lackierter Saya.

Wie bei jedem authentischen antiken japanischen Schwert sind kleinere Spuren von Alter, Gebrauch und historischer Handhabung als Bestandteil des Charakters des Objekts zu betrachten.


Merkmale

  • Typ: Japanisches Katana / Nihontō
  • Signatur: 決雲軒古沢氏義正
  • Romanisierung: Ketsuunken Furusawa-uji Yoshimasa
  • Provinz: Tosa
  • Periode: Späte Edo-Zeit / Bakumatsu
  • Ära: Ca. Kaei, 1848–1854
  • Nagasa: Ca. 63,3 cm
  • Registriertes Maß: Knapp 2 Shaku 0 Sun 9 Bu
  • Mekugi-ana: Eins
  • Zertifikat: NBTHK Hozon Token
  • Zertifikatsnummer: 30381
  • Datum des Zertifikats: Dezember 2025
  • Historische japanische Registrierung: Bildungsausschuss der Präfektur Kochi
  • Registrierungsdatum: Mai 1957
  • Koshirae: Vollständige traditionelle Montierung
  • Tsuka: Schwarzes Seiden-Ito über hellem Samegawa
  • Menuki: Figürliche Dekoration mit vergoldeten Details in Takazōgan
  • Fuchi-Kashira: Aufeinander abgestimmte figürliche Dekoration aus dunklem Metall mit vergoldeten Akzenten
  • Tsuba: Eisen, abgerundete Form mit Hitsu-ana und vergoldetem Pflanzendekor
  • Saya: Glänzender schwarzer Lack
  • Sageo: Blaugrün geflochtene Kordel
  • Zustand: Antiker Zustand mit natürlichen Alters- und historischen Gebrauchsspuren
  • Inklusive: Kimono oder Aufbewahrungsbeutel aus Baumwolle
  • Zertifikat: Supein Nihonto Echtheitszertifikat

Sammlerische Bedeutung

Dieses Schwert besitzt eine historische Bedeutung, die weit über die übliche Betrachtung eines signierten Katana aus der späten Edo-Zeit hinausgeht.

Der wichtigste Aspekt liegt in der Persönlichkeit von Ketsuunken Furusawa Yoshimasa selbst.

Er war nicht lediglich ein mit einer Schmiedewerkstatt verbundener Name, sondern ein Mann der Kriegskünste und Gelehrter, der in einem entscheidenden Moment der japanischen Geschichte unmittelbar mit den intellektuellen und militärischen Kreisen von Tosa verbunden war.

Seine Verbindung zum Umfeld von Takechi Zuizan und zur loyalistischen Bewegung von Tosa verleiht dem Schwert einen besonders starken historischen Kontext.

Für einen auf die Bakumatsu-Zeit spezialisierten Sammler ist diese Dimension von besonderer Bedeutung.

Darüber hinaus verfügt das Schwert über eine solide Dokumentation: ein aktuelles NBTHK Hozon Token Zertifikat, einen signierten Nakago und eine dokumentierte japanische Registrierungsgeschichte, die bis ins Jahr 1957 zurückreicht.

Das vollständige Koshirae erhöht seine Attraktivität zusätzlich, insbesondere weil seine Beschläge eine zusammenhängende dekorative Gestaltung aufweisen und nicht wie später ohne stilistischen Zusammenhang hinzugefügte Einzelteile erscheinen.

Ein historisch besonders interessantes signiertes Katana aus der späten Edo-Zeit, gefertigt von Ketsuunken Furusawa Yoshimasa, einem Mann der Kriegskünste und Gelehrten, der mit dem politischen und militärischen Umfeld des Bakumatsu in Tosa verbunden war. Mit seiner signierten Klinge, der NBTHK-Hozon-Zertifizierung, der bis 1957 zurückreichenden dokumentierten Provenienz und dem vollständigen Koshirae mit aufeinander abgestimmten figürlichen Beschlägen vereint dieses Stück auf bemerkenswerte Weise historische Bedeutung, fundierte Dokumentation und eine starke visuelle Präsenz.

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