Beschreibung
Nimai-dō Gusoku Samurai-Rüstung
Mittlere Edo-Zeit · „Especially Valuable Material“ · Zertifiziert vom Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozonkai
Eine vollständige und authentische japanische Samurai-Rüstung (Gusoku) aus der mittleren Edo-Zeit. Dieses außergewöhnliche Nimai-dō Gusoku wird von einem offiziellen Echtheitszertifikat des Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozonkai, der Japanischen Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung von Rüstungen und Waffen, begleitet. Die Rüstung ist dort als Especially Valuable Material klassifiziert (Zertifikat Nr. 2300 vom 11. Mai 2025).
Diese Rüstung vereint alle Eigenschaften, die anspruchsvolle Sammler schätzen: historische Authentizität, hervorragenden Erhaltungszustand, weitgehend originale Lackoberflächen sowie eine offizielle japanische Zertifizierung. Sie wurde für den tatsächlichen Gebrauch gefertigt und nicht ausschließlich für repräsentative Zwecke, wodurch sie die funktionale Eleganz und technische Qualität hochwertiger Samurai-Rüstungen der Edo-Zeit eindrucksvoll bewahrt.
Der Helm (Kabuto)
Die Helmschale (Bachi) ist vom Typ Koboshi, einer Konstruktion aus zahlreichen genieteten Eisenplatten mit kleinen konischen Nieten, die in dicht angeordneten senkrechten Reihen verlaufen. Diese Bauweise zählt zu den aufwendigsten und technisch anspruchsvollsten Formen japanischer Lamellenhelme und genießt deshalb unter Sammlern und Fachleuten höchstes Ansehen.
Die Fukikaeshi besitzen außen ihren originalen schwarzen Lack und auf der Innenseite den ursprünglichen zinnoberroten Lack. Gerade dieser Innenlack besitzt besondere Aussagekraft, da die Innenseiten japanischer Helme nur äußerst selten restauriert werden und somit einen wichtigen Nachweis für die Originalität der historischen Lackierung darstellen.
Auf der Helmkrone erhebt sich ein eindrucksvoller V-förmiger Maedate, der aus goldenen Fasern gefertigt ist und dem Helm eine kraftvolle und zugleich elegante Ausstrahlung verleiht. Beide Fukikaeshi tragen ein vergoldetes fünfblättriges Blumen-Mon auf schwarzem Lack.
Der Shikoro fällt in gestuften Lamellenreihen herab und ist mit derselben indigoblauen Odoshi-Schnürung versehen, die sich konsequent durch die gesamte Rüstung zieht und für ein harmonisches Gesamtbild sorgt.
Die Gesichtsmaske (Menpō)
Das Menpō schützt den unteren Gesichtsbereich und ist mit dunklem Lack versehen. Die ausgeprägte anatomische Modellierung der Wangenknochen und des Kinns verleiht der Maske eine besonders ausdrucksstarke und kraftvolle Erscheinung.
Besonders charakteristisch sind der aufgesetzte Schnurrbart aus echtem Rosshaar sowie die mit zinnoberrotem Lack gestaltete Unterlippe – Merkmale, die häufig bei hochwertigen Menpō der Edo-Zeit anzutreffen sind. Das Zusammenspiel aus schwarzem Lack, natürlichem Rosshaar und roten Akzenten verleiht der Maske eine eindrucksvolle Präsenz.
Der Brustpanzer (Dō)
Der Brustpanzer ist ein Nimai-dō, der aus zwei Hauptsektionen besteht und aus horizontalen, schwarz lackierten Eisenplatten gefertigt wurde. Diese Platten sind mit der Azamezuri-Technik verbunden und mit indigoblauer Sugake Odoshi-Schnürung versehen.
Dieses weit gesetzte Schnürsystem ist typisch für funktionale Rüstungen der Edo-Zeit. Im Vergleich zu den dicht geschnürten Konstruktionen früherer Epochen ist Sugake Odoshi leichter, flexibler und einfacher zu warten, ohne dabei die Schutzwirkung der Rüstung wesentlich zu beeinträchtigen.
Die Seitenpartien sind zusätzlich mit Kettengeflecht verstärkt, das durch vernietete Zierplatten mit floralen Motiven ergänzt wird. Diese raffinierte Hybridkonstruktion verbindet die Stabilität lackierter Eisenplatten mit der Beweglichkeit von Kettengeflecht und spiegelt die hohe technische Entwicklung der japanischen Rüstungsherstellung während der Edo-Zeit wider.
Ärmel und Schulterpanzer (Kote & Sode)
Die Kote schützen die Arme durch eine Kombination aus Kettengeflecht und vernieteten Metallplatten, die über die gesamte Länge der Ärmel verteilt sind. Diese Konstruktion bietet zuverlässigen Schutz von der Schulter bis zum Handgelenk und erhält gleichzeitig die für den Kampf notwendige Beweglichkeit.
Die Sode, die rechteckigen Schulterpanzer, verbinden lackierte Lamellen mit Kettengeflecht. Ihre Ränder sind mit gegerbtem Leder in Grün- und Ockertönen eingefasst, wodurch ein dezenter Farbkontrast entsteht, ohne den schlichten und funktionalen Charakter der Rüstung zu beeinträchtigen.
Die Hüftschürzen (Kusazuri)
Die Kusazuri hängen in Form lackierter Lamellen von der Taille herab und sind mit derselben indigoblauen Odoshi-Schnürung versehen wie die übrigen Bestandteile der Rüstung. Diese einheitliche Schnürung verleiht dem gesamten Gusoku eine ausgewogene und harmonische Erscheinung.
Die unteren Abschlüsse bestehen aus plissiertem Stoff in einem dezenten Blaugrün, der dem Ensemble zusätzliche Struktur und Eleganz verleiht und gleichzeitig die zurückhaltende Farbpalette der Rüstung unterstreicht.
Erhaltungszustand
Der originale Lack ist auf dem überwiegenden Teil der Rüstungsoberflächen erhalten geblieben. Gebrauchsspuren konzentrieren sich hauptsächlich auf die Bereiche mit der größten mechanischen Beanspruchung, insbesondere unter den Armen sowie am unteren Rand des Brustpanzers. Diese Abnutzung entspricht einer authentischen historischen Nutzung.
Es sind keine invasiven Restaurierungen vorhanden. Die erhaltene Originallackierung, die natürliche Patina und die strukturelle Integrität verleihen der Rüstung eine außergewöhnliche historische Glaubwürdigkeit und Authentizität.
Die Rüstung wird zusammen mit ihrem originalen japanischen Echtheitszertifikat geliefert, welches die oben beschriebenen Merkmale offiziell bestätigt.
Dokumentation
Diese Rüstung wird von einem offiziellen Zertifikat des Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozonkai, der Japanischen Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung von Rüstungen und Waffen, begleitet.
Das Zertifikat stuft diese Rüstung als Especially Valuable Material ein. Es trägt die Nummer 2300 und ist auf den 11. Mai 2025 datiert.
Technische Daten
- Klassifikation: Vollständige japanische Samurai-Rüstung / Gusoku 具足
- Typ: Nimai-dō Gusoku
- Periode: Mittlere Edo-Zeit
- Dō: Zweiteiliger Brustpanzer aus horizontalen schwarz lackierten Eisenplatten
- Schnürung: Indigoblaue Sugake-Odoshi
- Kabuto: Koboshi-Bachi-Kabuto mit genieteter Mehrplattenkonstruktion
- Maedate: V-förmiger Helmzier aus goldenen Fasern
- Fukikaeshi: Schwarzer Außenlack, zinnoberrote Innenlackierung und vergoldetes florales Mon
- Shikoro: Mehrstufiger Lamellen-Nackenschutz mit indigoblauer Schnürung
- Menpō: Dunkel lackierte Gesichtsmaske mit Schnurrbart aus natürlichem Rosshaar
- Besonderheiten des Menpō: Zinnoberrot lackierte Unterlippe
- Kote: Ärmel aus Kettengeflecht mit vernieteten Metallplatten
- Sode: Schulterpanzer aus lackierten Lamellen und Kettengeflecht mit Ledereinfassung
- Kusazuri: Lackierte Lamellen-Hüftschürzen mit indigoblauer Odoshi-Schnürung
- Erhaltungszustand: Originallack weitgehend erhalten, authentische Gebrauchsspuren, keine invasiven Restaurierungen
- Zertifikat: Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozonkai
- Einstufung: Especially Valuable Material
- Zertifikatsnummer: 2300
- Zertifikatsdatum: 11. Mai 2025
Sammlerwert
Vollständige Samurai-Rüstungen der Edo-Zeit mit offizieller japanischer Zertifizierung gehören zu den begehrtesten Objekten für Sammler, Museen und Fachleute. Dieses Nimai-dō Gusoku zeichnet sich insbesondere durch seinen hochwertigen Koboshi-Kabuto, die hervorragend erhaltenen Originallackierungen, das ausdrucksstarke Menpō, die elegante indigoblaue Schnürung sowie seine funktionale Konstruktion aus.
Es handelt sich nicht um eine moderne dekorative Zusammenstellung, sondern um eine authentische historische Rüstung, deren Aufbau und Ausführung den praktischen Anforderungen der Samurai der Edo-Zeit gerecht wurden. Die ehrliche Erhaltung, die natürliche Patina und das Fehlen invasiver Restaurierungen unterstreichen ihren historischen Wert zusätzlich.
Das offizielle Zertifikat des Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozonkai, das die Rüstung als Especially Valuable Material einstuft, verleiht ihr zusätzliche wissenschaftliche und sammlerische Bedeutung und bietet ein hohes Maß an Vertrauen für anspruchsvolle Sammler japanischer Rüstungen.
Authentisch, vollständig und offiziell zertifiziert stellt dieses Nimai-dō Gusoku aus der mittleren Edo-Zeit ein hervorragendes Beispiel traditioneller japanischer Samurai-Rüstungen dar. Sein renommierter Koboshi-Kabuto, das ausdrucksstarke Menpō, die originalen Lackoberflächen, die elegante indigoblaue Schnürung und die offizielle japanische Zertifizierung machen diese Rüstung zu einem außergewöhnlichen Sammlerstück für Ausstellung, wissenschaftliche Forschung und anspruchsvolle Sammlungen.




































