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Japanischer Katana-kake aus dem 19. Jahrhundert mit Raden-Einlagen

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Artikelnummer: CENTURY- JAPANESE-KATANA-KAKE-RADEN-5210 Kategorie: Schlagwort:

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Beschreibung

Katana-kake — Schwarzer Lack mit Raden- und Aogai-Einlagen, 19. Jahrhundert

Japan · 19. Jahrhundert · Schwarzer Lack · Raden- & Aogai-Einlagen · Vögel · Herbstahorn · Blühende Bäume · Ständer für drei Schwerter

Ein außergewöhnlich aufwendig gestalteter japanischer Katana-kake aus dem 19. Jahrhundert, der zur Präsentation von drei Schwertern geschaffen und reich mit glänzend schwarzem Lack sowie umfangreichen Raden- und Aogai-Einlagen aus Perlmutt und Abalone-Muschel dekoriert wurde.

Weit über die rein funktionalen Schwertständer hinausgehend, die häufiger anzutreffen sind, wurde dieses Exemplar als eigenständiges dekoratives Kunstobjekt konzipiert. Es verbindet eine architektonische Form mit hochwertiger Lackarbeit und einer dichten Dekoration aus irisierender Muscheleinlage auf nahezu allen sichtbaren Flächen.

Die aufwendige Konstruktion in drei Ebenen, die dichte bildhafte Gestaltung und der verschwenderische Einsatz von Muschelmaterial deuten auf eine kostspielige Auftragsarbeit für einen wohlhabenden Samurai-Haushalt oder einen anderen finanzkräftigen Auftraggeber hin.


Dreistufige Konstruktion

Der Ständer ist in einer eindrucksvollen dreistufigen Konfiguration aufgebaut, mit zwei unteren Schwertauflagen auf unterschiedlichen Höhen und einer dritten, darüber aufragenden Auflage.

Dadurch können drei Schwerter gemeinsam als abgestimmtes Ensemble präsentiert werden, was eine deutlich imposantere Wirkung erzeugt als die üblicheren Ständer für ein oder zwei Schwerter.

Die hohen seitlichen Stützen enden in tief geschwungenen Schwertauflagen, während die horizontalen, muschelförmig konturierten Paneele einen architektonischen Rahmen für die umfangreiche Dekoration bilden.

Die stark vertikale Silhouette verleiht dem Objekt selbst ohne aufgelegte Schwerter eine ausgeprägt skulpturale Präsenz.


Schwarzer Lackgrund

Die Hauptflächen sind mit tiefem, glänzendem schwarzem Lack überzogen, der einen dramatischen Hintergrund für die umfangreichen Muscheleinlagen bildet.

Der dunkle Grund lässt die irisierenden Blau-, Grün-, Violett-, Rot- und Goldtöne der dekorativen Materialien bei wechselndem Lichteinfall besonders intensiv hervortreten.

Der stark reflektierende Lack verstärkt zudem den luxuriösen Charakter des Objekts und erzeugt visuelle Tiefe zwischen der polierten schwarzen Oberfläche und den eingelegten bzw. leicht erhabenen Dekorelementen.


Dekor mit Herbstahorn

Eine der Hauptseiten wird von weit ausgreifenden Zweigen des Herbstahorns (momiji) dominiert, dessen Blätter in Rot-, Orange- und Goldtönen wiedergegeben sind.

Die Zweige ziehen sich über die horizontalen Paneele und entlang der seitlichen Stützen nach oben und verbinden so die unterschiedlichen strukturellen Ebenen des Ständers optisch miteinander.

Große Bereiche aus irisierender Muscheleinlage bilden die Stämme und Äste und erzeugen je nach Lichteinfall blaue, grüne und violette Reflexe.

Ein farbenprächtiger Vogel sitzt zwischen dem Laub und bildet einen naturalistischen Blickfang innerhalb der herbstlichen Landschaft.


Blühende Bäume und Vögel

Die gegenüberliegende Seite zeigt eine deutlich andere jahreszeitliche Komposition, die von dichten Gruppen weißer Blüten auf geschwungenen Ästen geprägt ist.

Ein farbiges Vogelpaar erscheint zwischen den Blüten und erzeugt eine hellere und zartere Atmosphäre als die Herbstahornszene auf der Rückseite.

Blüten, Knospen, Blätter und Zweige bestehen aus zahlreichen einzeln zugeschnittenen Muschelelementen, die auf dem schwarzen Lackgrund ein bemerkenswert komplexes Mosaik bilden.

Die Verwendung unterschiedlicher bildhafter Kompositionen auf beiden Seiten zeigt, dass der Ständer dazu bestimmt war, aus mehreren Blickwinkeln betrachtet zu werden, statt dauerhaft an einer Wand zu stehen.


Raden- und Aogai-Einlagen

Die bildhafte Dekoration ist überwiegend in Raden ausgeführt, einer traditionellen japanischen Technik, bei der Lackoberflächen mit Elementen aus Perlmutt oder Abalone-Muschel verziert werden.

Die Muschel wurde in zahlreiche unterschiedliche Formen geschnitten, um Blüten, Blätter, Zweige und weitere bildliche Details darzustellen.

Besonders auffällig sind die größeren irisierenden Muschelsegmente, aus denen Baumstämme und bestimmte strukturelle Elemente gebildet wurden. Je nach Lichteinfall zeigen sie intensive Blaugrün-, Violett- und Türkistöne.

Die vertikalen Stützen und weitere strukturelle Bereiche sind zusätzlich mit einer fragmentierten Muschelbehandlung im Aogai-Stil versehen, die einen schimmernden Mosaikeffekt erzeugt und sich deutlich von den stärker bildhaft ausgearbeiteten Raden-Paneelen unterscheidet.


Goldfarbene Rankenornamentik

Die horizontalen Schwertauflagen sind mit dichter goldfarbener Ranken- und Blattornamentik verziert, die innerhalb geschwungener Bordüren angeordnet ist.

Dieses fortlaufende Pflanzenornament trennt die wichtigsten Bildzonen optisch voneinander und fügt zwischen Lackgrund und Raden-Szenen eine weitere dekorative Ebene hinzu.

Die goldene Dekoration bildet einen starken Kontrast zum schwarzen Lack und harmoniert gleichzeitig mit den warmen Farbtönen des Herbstlaubs.

Ihre kontinuierliche Wiederholung entlang der horizontalen Struktur trägt zudem dazu bei, das komplexe Dekorprogramm optisch zu vereinheitlichen.


Geschwungene Konturen und architektonische Gestaltung

Die oberen horizontalen Paneele besitzen ein charakteristisches geschwungenes bzw. wellenförmiges Profil, wodurch die tragende Struktur selbst zu einem wichtigen Bestandteil der dekorativen Gesamtkomposition wird.

Anstelle einfacher gerader Querstreben erzeugen diese Konturen einen rhythmischen Umriss, der die floralen und herbstlichen Szenen wirkungsvoll einfasst.

Die gebogenen Öffnungen und hohen seitlichen Stützen verleihen dem Katana-kake eine fast architektonische Qualität, die eher an ein dekoratives Möbelstück als an einen rein funktionalen Schwertständer erinnert.


Dekorierte Seitenstützen

Auch die hohen seitlichen Stützen wurden nicht undekoriert belassen, sondern reich mit irisierender Muschel und zusätzlichem Blattwerk versehen.

Das schimmernde Muschelmosaik zieht sich vertikal entlang der Stützen und erzeugt unter direkter Beleuchtung wechselnde Reflexe, wodurch die dekorative Wirkung von den horizontalen Paneelen bis zu den obersten Schwertauflagen fortgesetzt wird.

Besonders eindrucksvoll ist dieser Effekt bei schräger Betrachtung, da die Muschel stark auf Bewegung und veränderte Lichtwinkel reagiert.


Vögel und jahreszeitliche Bildsprache

Die Verbindung von Vögeln, blühenden Bäumen und herbstlichen Ahornblättern steht in einer langen Tradition jahreszeitlicher Motive innerhalb der japanischen dekorativen Künste.

Eine Seite verweist mit leuchtend roten und goldenen Ahornblättern auf den Herbst, während die andere durch üppige weiße Blüten und ein Vogelpaar eine hellere, beinahe frühlingshafte Komposition zeigt.

Dieser Kontrast zwischen unterschiedlichen jahreszeitlichen Stimmungen verleiht dem Stück einen poetischen Charakter und ermöglicht es dem Betrachter, innerhalb desselben Objekts zwei deutlich voneinander abweichende Bildwelten zu erleben.

Solche Motive waren in japanischer Lackkunst, Malerei, Textilien und Metallarbeiten weit verbreitet, wobei Vögel und der Wandel der Vegetation häufig als Ausdruck jahreszeitlicher Schönheit und kultureller Raffinesse dienten.


Handwerkliche Qualität und Prestige

Die Dichte und Komplexität der Dekoration unterscheidet diesen Katana-kake deutlich von gewöhnlichen Schwertständern.

Hunderte einzeln zugeschnittene Muschelelemente waren erforderlich, um Blüten, Blätter, Zweige, Vögel und irisierende Flächen zu gestalten, während die Lackstruktur selbst sorgfältig vorbereitet und vollendet werden musste, bevor die dekorativen Arbeiten ausgeführt werden konnten.

Die Kombination mehrerer Techniken auf einem großen und strukturell komplexen Objekt erforderte zweifellos beträchtlichen Zeitaufwand und spezialisiertes handwerkliches Können.

Auch wenn sich der ursprüngliche Auftraggeber allein anhand des Objekts nicht bestimmen lässt, sprechen Größe, Komplexität und Materialaufwand deutlich dafür, dass es als repräsentatives Prestigeobjekt für einen wohlhabenden Besitzer geschaffen wurde.


Funktion als Schwertpräsentation

Ein Katana-kake diente dazu, japanische Schwerter aufzunehmen, wenn diese nicht getragen oder anderweitig verwahrt wurden.

Bei diesem Exemplar erlaubt die ungewöhnliche dreistufige Konstruktion die gemeinsame Präsentation einer vollständigen Schwertgruppe und verwandelt den Ständer dadurch in ein geschlossenes dekoratives Ensemble.

Die aufwendige Lack- und Raden-Ausführung zeigt, dass der Ständer selbst ein wesentlicher Bestandteil der Präsentation der Schwerter war und nicht lediglich als unauffällige Halterung diente.

Mit drei montierten Schwertern bestückt, hätte die Kombination aus Lack, irisierender Muschel und Schwertmontierungen eine besonders eindrucksvolle Innenraumpräsentation geschaffen.


Füße und untere Ausführung

Der Sockel endet in vorspringenden Füßen mit dekorativ gemusterten Oberflächen.

Diese Elemente schützen die untere Struktur und sorgen zugleich dafür, dass sich die dekorative Gestaltung bis zu den niedrigsten sichtbaren Bereichen des Ständers fortsetzt.

Die sorgfältige Ausarbeitung der Füße unterstreicht erneut, dass der Katana-kake dazu bestimmt war, von allen Seiten betrachtet zu werden.


Erhaltungszustand

Der Katana-kake weist altersbedingte Gebrauchsspuren auf, die für ein antikes Lackobjekt des 19. Jahrhunderts angemessen sind, darunter leichte Oberflächenspuren und Hinweise auf historischen Gebrauch.

Die umfangreiche Muschel- und Lackdekoration besitzt weiterhin eine starke visuelle Wirkung und zeigt bei direkter Beleuchtung eine ausgeprägte Irisierung.

Wie bei allen antiken Lackobjekten sollten kleinere Unregelmäßigkeiten, Gebrauchsspuren und historische Oberflächenveränderungen als Teil der natürlichen Geschichte des Stücks verstanden werden.

Bitte prüfen Sie die beigefügten hochauflösenden Fotografien sorgfältig, da sie einen wichtigen Bestandteil der Beschreibung bilden und den aktuellen Zustand des Objekts am zuverlässigsten dokumentieren.


Sammlerinteresse

Das Stück vereint mehrere Merkmale, die für Sammler japanischer Lackkunst, Samurai-Kultur und schwertbezogener Objekte von besonderem Interesse sind: eine ungewöhnliche Konstruktion für drei Schwerter, umfangreiche Raden-Dekoration, kontrastierende jahreszeitliche Bildwelten und reich verzierte strukturelle Elemente.

Dass beide Hauptseiten jeweils eine vollständig ausgearbeitete Bildkomposition zeigen, erhöht den dekorativen und sammlerischen Reiz erheblich.

Statt ein einzelnes Motiv zu wiederholen, bietet der Ständer zwei unterschiedliche visuelle Erzählungen: Herbstahorn und Vögel auf der einen Seite sowie blühende Zweige mit einem Vogelpaar auf der anderen.

Die Verbindung von funktionaler Schwertausstattung mit einer außergewöhnlich ambitionierten Lackdekoration macht dieses Objekt zu einem bemerkenswerten Beispiel innerhalb der japanischen dekorativen Künste.


Spezifikationen

  • Objekt: Japanischer Katana-kake / Schwertständer
  • Periode: 19. Jahrhundert
  • Herkunft: Japan
  • Kapazität: Drei Schwerter
  • Konstruktion: Dreistufige Ausführung
  • Materialien: Holz, Lack, Perlmutt / Abalone-Muschel
  • Grund: Glänzender schwarzer Lack
  • Technik: Raden- und Aogai-Einlagen
  • Zusätzliche Dekoration: Goldfarbene Pflanzen- und Rankenornamentik
  • Hauptmotive: Vögel, Herbstahornblätter, blühende Bäume und Blattwerk
  • Jahreszeitliche Bildsprache: Herbstahornszene auf einer Seite; Blütenszene auf der anderen
  • Seitenstützen: Reich mit irisierendem Muschelmosaik dekoriert
  • Füße: Dekorative, gemusterte Beschläge
  • Maße: 40 × 43 × 19 cm
  • Zustand: Antiker Zustand mit altersbedingten Gebrauchsspuren

Ein außergewöhnlich aufwendig gestalteter japanischer Katana-kake des 19. Jahrhunderts in glänzend schwarzem Lack, reich dekoriert mit umfangreichen Raden- und Aogai-Einlagen. Eine Seite zeigt eine eindrucksvolle Herbstlandschaft mit roten und goldenen Ahornblättern und einem Vogel, während die gegenüberliegende Seite mit zahlreichen weißen Blüten und einem farbenprächtigen Vogelpaar geschmückt ist. Goldfarbene Rankenornamente rahmen die wichtigsten Bildfelder, während die hohen Seitenstützen durch zahlreiche irisierende Muschelfragmente schimmern. Mit Maßen von 40 × 43 × 19 cm verbindet der Ständer Funktionalität mit außergewöhnlicher dekorativer Qualität und verwandelt einen Schwertständer in ein repräsentatives Werk japanischer Lackkunst.

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