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Eisen-Sukashi-Tsuba – Chrysanthemen & Kashiwa

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Artikelnummer: CHRYSANTHEMUMS-KASHIWA-ACORNS-TSUBA-20121 Kategorien: , Schlagwörter: ,

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Beschreibung

Eisen-Sukashi-Tsuba – Chrysanthemen, Kashiwa-Blätter und Eicheln

Japan · Mumei · Maru-gata · Eisen (Tetsuji) · Sukashi · Chrysanthemen (Kiku) · Kashiwa-Blätter und Eicheln · Kupfer-Sekigane

Eine elegante japanische Maru-gata-Tsuba aus Eisen, gearbeitet in einer außergewöhnlich dichten und plastischen Sukashi-Komposition, die große Chrysanthemen (kiku) mit einem Geflecht aus Zweigen, stilistisch als Kashiwa-Eichenblätter identifizierten Blättern und kleinen eichelartigen Formen (donguri) verbindet.

Das Dekor nimmt nahezu die gesamte Oberfläche der Schwertstichplatte ein. Zwei markante Chrysanthemen flankieren den zentralen Seppa-dai, während sich Stängel, Blätter und kleinere botanische Elemente kontinuierlich um sie herum winden und eine komplexe durchbrochene Struktur bilden.

Anstatt auf eine umfangreiche Dekoration aus Edelmetallen zu setzen, beruht die visuelle Wirkung des Stücks auf der Qualität des Eisens selbst und auf dem Kontrast zwischen tief durchbrochenen Negativräumen, plastisch modelliertem Relief und der dunkel patinierten Oberfläche.


Chrysanthemen – Kiku

Die beiden großen Chrysanthemen (kiku) bilden die wichtigsten visuellen Ankerpunkte der Komposition.

Jede Blüte ist mit kräftig ausgearbeiteten Blütenblättern modelliert, die strahlenförmig von einer markanten Mitte ausgehen. Die Blütenblätter sind nicht lediglich in das Eisen eingeritzt, sondern einzeln plastisch herausgearbeitet, wodurch eine substanzielle und ausgesprochen taktile Oberfläche entsteht.

Die Chrysantheme nimmt einen besonders wichtigen Platz in der japanischen Bildkultur ein und wird seit Langem mit Langlebigkeit, Herbst und verfeinerten dekorativen Traditionen verbunden. Ihre regelmäßig angeordneten Blütenblätter eignen sich zudem besonders gut für eine dreidimensionale Metallbearbeitung.


Kashiwa-Blätter und Eicheln

Die Chrysanthemen werden von einem dichten Netz aus Zweigen und breit gelappten Blättern umgeben, die stilistisch mit Darstellungen von Kashiwa, der japanischen Eiche, übereinstimmen.

Zwischen dem Laub erscheinen kleine rundliche Formen, die plausibel als Eicheln (donguri) interpretiert werden können und den herbstlichen botanischen Charakter der Komposition verstärken.

Die Eiche war in der japanischen dekorativen Kunst mit Vorstellungen von Beständigkeit, Stärke und Langlebigkeit verbunden. Kashiwa-Blätter entwickelten sich darüber hinaus zu einem etablierten heraldischen Motiv und erscheinen in zahlreichen Familienwappen (kamon).

Die Identifizierung der kleineren rundlichen Elemente als Eicheln beruht auf ihrer Beziehung zum umgebenden eichenartigen Laub und sollte als ikonografische Interpretation und nicht als durch eine Inschrift dokumentierte Motivbestimmung verstanden werden.


Dichte Sukashi-Komposition

Das auffälligste technische Merkmal ist die umfangreiche Verwendung von Sukashi-Durchbrucharbeit. Ein großer Teil der ursprünglichen Eisenplatte wurde entfernt, sodass ein komplexes Netzwerk aus Blüten, Zweigen und Blättern verbleibt, das unmittelbar mit dem äußeren Rand und der zentralen Struktur verbunden ist.

Diese Bearbeitung lässt Licht und Hintergrund zu einem aktiven Bestandteil des Designs werden. Vor einem dunklen Hintergrund trennen die Negativräume die einzelnen botanischen Elemente klar voneinander und betonen die bemerkenswerte Dichte der Komposition.

Die Blüten selbst behalten deutlich mehr Volumen als die verbindenden Zweige und Blätter, wodurch ein bewusster Kontrast zwischen den offen durchbrochenen Bereichen und den stärker plastisch modellierten Reliefpartien entsteht.


Plastische Eisenarbeit

Die Schnitzerei zeigt ein ausgeprägtes Verständnis für Volumen. Die Blütenblätter der Chrysanthemen wölben sich deutlich aus der Oberfläche hervor, während die Blätter mit markanten Rippen, gefalteten Rändern und fein eingeritzten Blattadern gestaltet sind.

Die Zweige verlaufen organisch durch die Komposition, anstatt einem starren geometrischen Raster zu folgen, wodurch trotz der konstruktiven Anforderungen der Durchbrucharbeit ein naturalistischer Eindruck entsteht.

Das Fehlen umfangreicher Gold-, Silber- oder anderer Edelmetalleinlagen lenkt die Aufmerksamkeit besonders auf die Qualität des Tetsuji, die Schnitzarbeit und die dunkle Oberflächenpatina.


Seppa-dai und Nakago-ana

Der zentrale Seppa-dai ist oval geformt und zeigt eine fein strukturierte, körnige Eisenoberfläche, die einen deutlichen Kontrast zur umgebenden plastischen Dekoration bildet.

In seinem Zentrum befindet sich das Nakago-ana, die Öffnung, durch die ursprünglich die Angel der Schwertklinge geführt wurde.

An den oberen und unteren Enden des Nakago-ana sind Kupfer-Sekigane sichtbar, traditionelle Anpassungselemente, die eingesetzt wurden, um eine Tsuba genau an die Form der Angel einer bestimmten Klinge anzupassen.

Das Vorhandensein dieser Anpassungen ist ein wichtiges funktionales Detail und zeigt, dass die Schwertstichplatte tatsächlich für die Montage an einem Schwert eingerichtet wurde und nicht lediglich als dekoratives Objekt gedacht war.


Ryō-hitsu

Zu beiden Seiten des Seppa-dai befinden sich zwei unregelmäßig ovale Zusatzöffnungen, die gemeinsam als Ryō-hitsu bezeichnet werden.

Diese Öffnungen standen traditionell mit der Durchführung von Beschlagteilen wie Kozuka und Kogai in Verbindung, wenn die Tsuba Teil eines vollständigen Koshirae war.

Hier sind sie auf natürliche Weise in die botanische Komposition integriert, wobei ihre Konturen visuell mit den umgebenden Blättern und Zweigen verschmelzen, anstatt wie isolierte geometrische Öffnungen zu wirken.


Mumei – Unsigniert

Auf den verfügbaren Ansichten ist kein sichtbares Mei beziehungsweise keine Signatur eines Künstlers erkennbar, weshalb die Tsuba als Mumei (unsigniert) beschrieben werden sollte.

Unsignierte Eisen-Tsuba sind in zahlreichen japanischen Schulen und regionalen Traditionen verbreitet, und das Fehlen einer Signatur erlaubt für sich genommen keine sichere Bestimmung eines bestimmten Ateliers oder einer konkreten Periode.

Eine mögliche Schulzuordnung muss daher hauptsächlich auf Verarbeitung, Eisenqualität, Konstruktion, dekorativem Formenvokabular und dem Vergleich mit authentifizierten Beispielen beruhen.


Mögliche Stilistische Tradition

Die Kombination aus dichtem botanischem Durchbruchdekor, substanziellem Eisen, kräftig modelliertem Relief und dem Verzicht auf auffällige Edelmetalleinlagen erinnert an Aspekte mehrerer bedeutender japanischer Traditionen der Eisen-Tsuba.

Insbesondere können einzelne Merkmale zu einem stilistischen Vergleich mit Owari und Kanayama anregen, zwei Traditionen, die für hochwertiges Eisen und kraftvolle botanische oder geometrische Durchbruchkompositionen bekannt sind. Auch spätere regionale Werkstätten und von diesen Stilrichtungen beeinflusste Traditionen sollten in Betracht gezogen werden.

Die vorliegende Tsuba ist jedoch unsigniert und wird von keinem NBTHK- oder NTHK-Zertifikat mit einer konkreten Zuschreibung begleitet. Diese Vergleiche sollten daher ausschließlich als stilistische Referenzen und nicht als definitive Zuschreibung an Owari, Kanayama, Ko-Mino oder eine andere bestimmte Schule verstanden werden.

Eine verlässliche Bestimmung von Schule und Periode würde eine direkte fachkundige Untersuchung und idealerweise eine Einreichung zu einem geeigneten Shinsa erfordern.


Sammlerinteresse

Diese Tsuba ist besonders reizvoll durch die Art und Weise, wie ein botanisches Motiv in eine stark dreidimensionale Eisenkomposition übertragen wurde.

Die Verbindung aus großen plastischen Chrysanthemen, dicht verflochtenem Laub, umfangreicher Sukashi-Arbeit und erhaltenen funktionalen Details wie den Kupfer-Sekigane verleiht dem Stück sowohl dekorative Fülle als auch klare Hinweise auf seine ursprüngliche Verwendung als japanische Schwertstichplatte.

Der Mumei-Status rückt zudem die handwerkliche Ausführung selbst in den Mittelpunkt: Die Qualität des Eisens, die Beherrschung der Negativräume und die Integration von Blüten, Blättern und funktionalen Öffnungen können unabhängig von einer berühmten Signatur oder prestigeträchtigen Schulzuordnung gewürdigt werden.


Spezifikationen

  • Objekt: Japanische Tsuba
  • Form: Maru-gata
  • Motiv: Chrysanthemen, Kashiwa-Blätter und vermutlich Eicheln
  • Herkunft: Japan
  • Material: Eisen (Tetsuji)
  • Technik: Tiefe Sukashi-Durchbrucharbeit mit plastischer Reliefschnitzerei
  • Signatur: Mumei (unsigniert)
  • Blüten: Chrysanthemen (Kiku)
  • Laub: Eichenblätter vom Kashiwa-Typ
  • Zusätzliches Motiv: Kleine Formen, die plausibel als Eicheln (Donguri) interpretiert werden können
  • Nakago-ana: Mit Kupfer-Sekigane am oberen und unteren Ende
  • Zusatzöffnungen: Ryō-hitsu
  • Schule: Nicht bestätigt; stilistische Vergleiche mit japanischen Eisen-Sukashi-Traditionen einschließlich Owari und Kanayama
  • Periode: Nicht unabhängig bestätigt
  • Zertifikat: Kein Zertifikat angegeben
  • Maße: 8,4 × 8,2 cm

Eine fein gearbeitete Mumei-Eisen-Tsuba in Sukashi-Technik mit zwei markanten Chrysanthemen, umgeben von einem komplexen Geflecht aus Kashiwa-artigen Eichenblättern, Zweigen und vermutlich Eicheln. Die tiefe Durchbrucharbeit kontrastiert mit dem kräftig modellierten Blütenrelief, während Kupfer-Sekigane und integrierte Ryō-hitsu deutliche Spuren ihrer funktionalen Verwendung als japanische Schwertstichplatte bewahren. Obwohl die Ausführung Vergleiche mit bedeutenden Eisen-Sukashi-Traditionen wie Owari und Kanayama nahelegt, bleibt jede spezifische Schulzuordnung aufgrund der fehlenden Signatur und des fehlenden Authentifizierungszertifikats notwendigerweise vorläufig.

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