Beschreibung
Japanisches Wakizashi (Nihontō) – Signiert Tsuda Ōmi no Kami Sukenao 津田近江守助直
Edo-Zeit · Shintō · Osaka-Schule · Nagasa 57,8 cm · Originales Torokusho von 1963 · Signierte Ōmori-Tsuba · Vollständige Koshirae und Shirasaya
Ein außergewöhnlich attraktives japanisches Wakizashi, signiert 津田近江守助直 – Tsuda Ōmi no Kami Sukenao, ein anerkannter Schmied der Osaka-Shintō-Tradition, der eng mit einer der berühmtesten Schwertschmiedefamilien der Edo-Zeit verbunden war. Mit einer beachtlichen Nagasa von 57,8 cm liegt die Klinge an der oberen Grenze der traditionellen Wakizashi-Maße und besitzt die kraftvolle visuelle Präsenz eines kurzen Katana.
Das Schwert wird von seinem originalen japanischen Jūhō Tōken Rui Tōrokushō begleitet, das am 5. Juli 1963 von der Präfektur Nagano ausgestellt wurde und damit mehr als sechzig Jahre dokumentierter japanischer Registrierungsgeschichte belegt.
Seine Attraktivität wird zusätzlich durch eine vollständige und anspruchsvolle Koshirae gesteigert, die Beschläge von bemerkenswerter Qualität umfasst. Dazu gehören eine signierte Ōmori 大森 Tsuba, plastisch gearbeitete Fuchi-Kashira, ein reich dekorierter Kozuka, Menuki mit Samurai-Motiven, schwarzes Ito über warm getöntem Samegawa, eine glänzend schwarz lackierte Saya mit goldenen Makie-Details und ein dunkel pflaumenbraunes Sageo.
Ebenfalls enthalten ist eine Shirasaya aus naturbelassenem Holz zur sachgerechten langfristigen Aufbewahrung der Klinge.
Der Schwertschmied – Tsuda Ōmi no Kami Sukenao 津田近江守助直
Die Klinge trägt die Signatur:
津田近江守助直
Tsuda Ōmi no Kami Sukenao
Sukenao gehörte zum angesehenen Umfeld der Osaka-Schwertschmiedekunst der Shintō-Zeit und war der Schwager von Tsuda Echizen no Kami Sukehiro.
Sukehiro zählt zu den berühmtesten Schwertschmieden der Edo-Zeit und ist insbesondere für die Entwicklung des spektakulären Toranba bekannt, eines Hamon-Musters, das an aufgewühlte Wellen erinnert.
In der japanischen Schwertforschung wird Sukehiro regelmäßig als einer der bedeutendsten Vertreter der Shintō-Periode angesehen und häufig neben Nagasone Kotetsu als einer der herausragenden Meister seiner Zeit genannt.
Sukenaos direkte familiäre Verbindung zu diesem Kreis verortet sein Werk in einem der prestigeträchtigsten Umfelder der Osaka-Schwertproduktion.
Die in der begleitenden Dokumentation erwähnten japanischen Quellen bezeichnen Sukenao selbst als Meikō, also als anerkannten Meisterschmied, und nicht lediglich als eine Randfigur im Umfeld Sukehiros.
Die Osaka-Shintō-Tradition
Die vorliegende Klinge gehört zur umfassenderen Osaka-Shintō-Tradition, einer der raffiniertesten Schwertschmiedeschulen, die sich während der Edo-Zeit entwickelten.
Mit zunehmender politischer Stabilität nach den kriegerischen Jahrhunderten zuvor entwickelte sich die japanische Schwertkunst allmählich über rein militärische Anforderungen hinaus.
Osaka wurde zu einem bedeutenden Zentrum für äußerst kontrollierte Schmiedetechnik, fein ausgearbeiteten Oberflächenstahl und anspruchsvolle Härtungsmuster, die sich an eine zunehmend anspruchsvolle Samurai-Klientel richteten.
Die Familie Tsuda nahm innerhalb dieses Umfelds eine wichtige Stellung ein.
Die technischen und künstlerischen Leistungen Sukehiros und der mit seinem Kreis verbundenen Schmiede prägten entscheidend die visuelle Identität des Osaka-Shintō, insbesondere durch immer expressivere und sorgfältig kontrollierte Hamon.
Die vorliegende Klinge von Sukenao ist innerhalb dieser hochentwickelten regionalen Tradition zu verstehen.
Die Klinge (Tōshin)
Laut japanischer Registrierung besitzt die Klinge eine Nagasa von 57,8 cm.
Dieses Maß liegt an der oberen Grenze der traditionellen Wakizashi-Kategorie und verleiht dem Schwert ein auffallend langes und eindrucksvolles Profil.
Mit dieser Länge nimmt die Klinge für Sammler eine besonders interessante Position ein: technisch ein Wakizashi, in Abmessungen und visueller Präsenz jedoch nahe an einem kurzen Katana.
Die Klinge besitzt eine registrierte Sori von 1,6 cm, wodurch eine zurückhaltende, aber deutlich erkennbare Krümmung entsteht.
Das Gesamtprofil ist elegant und ausgewogen und verbindet eine beachtliche Länge mit den kontrollierten Proportionen, die für die japanische Schwertschmiedekunst der Edo-Zeit charakteristisch sind.
Wakizashi oder kurzes Katana?
Mit einer Klingenlänge von 57,8 cm liegt dieses Schwert knapp unter der traditionellen Grenze von 2 Shaku, die üblicherweise mit der Klassifizierung als Katana verbunden wird.
Daher ist die korrekte Bezeichnung Wakizashi.
Seine außergewöhnliche Länge bringt es jedoch sehr nahe an die Grenze zwischen beiden Kategorien.
Optisch und physisch besitzt das Schwert daher einen großen Teil der Präsenz eines kurzen Katana, während es seine historische Klassifizierung als Wakizashi behält.
Dieses Format ist besonders attraktiv für Sammler, die größere und substanziellere Wakizashi bevorzugen.
Nakago und Mei
Die Nakago bewahrt die Signatur des Schmieds und zeigt eine natürlich gealterte Oberfläche, wie sie einer antiken japanischen Klinge entspricht.
Die Registrierung verzeichnet ein Mekugi-ana.
Das Vorhandensein nur eines Befestigungslochs verleiht der Nakago ein besonders klares und kohärentes Erscheinungsbild.
Die signierte Nakago gehört zu den historisch wichtigsten Bestandteilen des Schwertes und sollte in ihrem aktuellen Zustand ohne Reinigung oder Veränderung erhalten bleiben.
Ihre Patina ist ein wesentlicher Bestandteil der materiellen Geschichte des Objekts.
Die Koshirae
Das Schwert wird von einer vollständigen traditionellen Koshirae von beträchtlichem dekorativem Interesse begleitet.
Die Montierung kombiniert dunkles Metall, schwarzen Lack, goldene Akzente und subtile textile Details zu einer eleganten und anspruchsvollen Gesamtkomposition.
Statt sich auf ein einziges dekoratives Thema zu beschränken, vereinen die Beschläge eine reiche Auswahl japanischer Motive, darunter Tiere, Samurai-Figuren, botanische Elemente und glückverheißende Symbolik.
Das Ergebnis ist eine Montierung mit erheblichem eigenständigem künstlerischem Wert, zusätzlich zu ihrer Funktion als historische Präsentation der Klinge.
Die Tsuka
Die Tsuka ist mit schwarzem Ito über warm gold-beigem Samegawa gewickelt.
Der Kontrast zwischen der dunklen Wicklung und der helleren Rochenhaut erzeugt eine besonders raffinierte Erscheinung.
Die traditionellen rautenförmigen Öffnungen geben den Blick auf das darunterliegende Samegawa frei und lassen die dekorativen Menuki durch die Wicklung hindurch sichtbar werden.
Der Gesamtzustand des Griffes bleibt attraktiv und harmoniert mit dem übrigen Erscheinungsbild der Montierung.
Die Menuki – Samurai-Motive
Die Menuki stellen Samurai-Figuren dar.
Ihre kleinen plastischen Formen sind durch die Öffnungen des schwarzen Tsuka-ito sichtbar und schaffen subtile, aber sehr charakteristische dekorative Akzente entlang des Griffes.
Die Verwendung von Samurai-Ikonografie verstärkt den kriegerischen Charakter der Montierung und verweist unmittelbar auf die Kriegerklasse, für die solche Schwerter historisch bestimmt waren.
Die zurückhaltende Platzierung der Figuren bereichert den Griff, ohne die Gesamtkomposition optisch zu überladen.
Die signierte Ōmori-Tsuba 大森
Eines der wichtigsten Elemente der Koshirae ist die signierte Tsuba mit dem Namen:
大森 – Ōmori
Die Ōmori-Schule ist innerhalb der japanischen Kinkō-Tradition für hochwertige dekorative Metallarbeiten bekannt, insbesondere für Arbeiten in Shakudō, fein bearbeitete Oberflächen und dynamische Kompositionen.
Die Tsuba zeigt eine reich modellierte Szene mit Schutzlöwen und Naturmotiven, bei der sorgfältig aufgebrachte goldene Akzente einen wirkungsvollen Kontrast zum dunklen Metallgrund bilden.
Die Qualität des Reliefs verleiht den Figuren bemerkenswerte Tiefe und Bewegung.
Das Vorhandensein einer signierten Tsuba ist besonders wichtig, da dieser Beschlag unabhängig von der Klinge eine eigene künstlerische Identität besitzt.
Das Schwert ist damit nicht nur eine bedeutende signierte Klinge in dekorativer Montierung, sondern ein Ensemble mit mehreren individuell zuordenbaren Bestandteilen.
Die Ōmori-Schule
Der Name Ōmori wird mit besonders raffinierter japanischer Metallkunst verbunden und ist vor allem für dekorative Kompositionen bekannt, in denen dunkle Shakudō-Oberflächen mit fein modelliertem Relief und goldenen Akzenten kombiniert werden.
Arbeiten dieser Tradition zeigen häufig eine außergewöhnliche Beherrschung von Tiefe, Textur und Bewegung.
Drachen, Wolken, Wellen und natürliche Formen gehören zu den dekorativen Themen, die historisch mit anspruchsvoller Kinkō-Produktion verbunden sind.
Die signierte Tsuba, die dieses Schwert begleitet, fügt dem Ensemble daher eine bedeutende zweite Ebene des Sammlerinteresses hinzu.
Klinge und Tsuba können als eigenständige Kunstobjekte gewürdigt werden, die gemeinsam eine besonders attraktive vollständige Montierung bilden.
Die Fuchi
Die Fuchi ist aus dunklem Metall gefertigt und mit einem steigenden Pferd in Relief dekoriert, das durch vergoldete Details akzentuiert wird.
Die plastisch ausgearbeitete Tierfigur verleiht dem Beschlag einen starken skulpturalen Charakter.
Das Pferd besitzt tiefe historische Verbindungen zur Samurai-Klasse und zum berittenen Kampf und ist daher ein besonders passendes Motiv für Schwertbeschläge.
Der Kontrast zwischen der dunklen Oberfläche und den wärmeren metallischen Akzenten lässt die Details des Tieres deutlich hervortreten, ohne die zurückhaltende Farbgebung des Griffes zu stören.
Die Kashira
Die passende Kashira setzt die dekorative Sprache aus dunklem Metall und Gold fort.
Ihre Oberfläche zeigt geschwungene vegetabile Rankenmotive mit goldenen Akzenten.
Die fließende Pflanzendekoration bildet einen eleganten Gegenpol zu den deutlicher kriegerischen Motiven anderer Teile der Montierung.
Zusammen bilden Fuchi und Kashira ein optisch ausgewogenes Paar, das den Griff einfasst und zum raffinierten Gesamtcharakter der Koshirae beiträgt.
Der Kozuka
Der Kozuka gehört zu den reizvollsten dekorativen Bestandteilen der Montierung.
Seine Oberfläche zeigt eine ungewöhnliche Tierszene mit einem laufenden Ochsen und einem Affen, der an einer Schnur zieht.
Die Komposition ist in kontrastierendem Silber und Gold auf einem dunklen Shakudō-Grund ausgeführt.
Die Szene verbindet Bewegung, Humor und äußerst detaillierte Metallarbeit – Merkmale, die bei hochwertigen Schwertbeschlägen der Edo-Zeit häufig anzutreffen sind.
Der Kozuka zeigt eindrucksvoll, wie Schwertbeschläge über reine Ornamentik hinausgehen und zu miniaturhaften Trägern anspruchsvoller erzählerischer Kompositionen werden konnten.
Die Saya
Die Saya ist mit glänzend schwarzem Lack versehen.
Ihre zurückhaltende Oberfläche bildet einen eleganten Kontrast zu den reicheren Metallarbeiten des Griffes und der Tsuba.
Nahe der Scheidenmündung befindet sich eine goldene Makie-Inschrift, die ein subtiles dekoratives Element einführt, ohne die formale Wirkung der Montierung zu beeinträchtigen.
Der schwarze Lack schafft eine klassische visuelle Grundlage und lässt die goldenen und dunklen Metallbeschläge als wichtigste dekorative Akzente hervortreten.
Das Sageo
Die Saya ist mit einem geflochtenen dunkel pflaumenbraunen Sageo versehen.
Seine zurückhaltende Farbe verleiht der überwiegend schwarzen und goldenen Farbpalette der Koshirae zusätzliche Wärme.
Die Schnur ist traditionell gebunden und bildet einen attraktiven textilen Gegenpol zum schwarzen Tsuka-ito des Griffes.
Diese subtile Farbvariation verleiht der Montierung zusätzliche Raffinesse, ohne vom wichtigsten Metallwerk abzulenken.
Die Shirasaya
Zur Klinge gehört eine Shirasaya aus naturbelassenem Holz.
Im Gegensatz zur dekorativen Koshirae ist die Shirasaya speziell für die konservatorische Aufbewahrung konzipiert.
Ihre schlichte Konstruktion aus unbehandeltem Holz bietet der Klinge während längerer Lagerungszeiten eine neutrale Umgebung.
Das Vorhandensein sowohl der Koshirae als auch der Shirasaya ermöglicht es, das Schwert in seiner vollständigen historischen Montierung zu präsentieren und die Klinge bei Bedarf gleichzeitig sachgerecht separat aufzubewahren.
Für ernsthafte Sammler ist diese doppelte Präsentations- und Konservierungsmöglichkeit besonders wünschenswert.
Originales japanisches Torokusho – 1963
Das Schwert wird von seinem originalen japanischen Registrierungsdokument Jūhō Tōken Rui Tōrokushō begleitet.
Das Dokument wurde von der Präfektur Nagano am 5. Juli 1963 ausgestellt.
Es registriert das Objekt als japanische Klinge mit einer Nagasa von 57,8 cm, einer Sori von 1,6 cm und einem Mekugi-ana.
Der Erhalt dieses Dokuments belegt mehr als sechzig Jahre dokumentierter japanischer Registrierungsgeschichte.
Für Sammler ist eine derartige Originaldokumentation besonders wertvoll, da sie unmittelbar zur modernen japanischen Provenienz der Klinge gehört und nicht ausschließlich auf späteren kommerziellen Unterlagen beruht.
Erhaltungszustand
Die Klinge befindet sich in einem Zustand, in dem ihre Gesamtgeometrie, Krümmung und wesentlichen Merkmale klar beurteilt werden können.
Die Nakago bewahrt ihre historische Oberfläche und Signatur, mit einem in der Dokumentation verzeichneten Mekugi-ana.
Die Koshirae bleibt optisch stimmig und besonders attraktiv.
Schwarzes Ito, warm getöntes Samegawa, die signierte Ōmori-Tsuba, plastisch gearbeitete Beschläge, die glänzend schwarz lackierte Saya und das dunkel pflaumenbraune Sageo ergeben zusammen ein anspruchsvolles und vollständiges Ensemble.
Wie bei einem antiken japanischen Schwert und seinen historischen Beschlägen zu erwarten, können natürliche Alters- und Gebrauchsspuren vorhanden sein und sollten als Bestandteil der Geschichte des Objekts verstanden werden.
Spezifikationen
- Klassifizierung: Japanisches Wakizashi / Nihontō
- Schwertschmied: Tsuda Ōmi no Kami Sukenao 津田近江守助直
- Periode: Edo-Zeit
- Epoche: Shintō
- Schule / Tradition: Osaka Shintō
- Signatur: 津田近江守助直 – Tsuda Ōmi no Kami Sukenao
- Nagasa: 57,8 cm
- Sori: 1,6 cm
- Mekugi-ana: Eins
- Format: Großes Wakizashi / Proportionen eines kurzen Katana
- Koshirae: Vollständige traditionelle Montierung
- Tsuka: Schwarzes Ito über warm gold-beigem Samegawa
- Menuki: Samurai-Motive
- Tsuba: Signiert Ōmori 大森
- Dekoration der Tsuba: Plastisches Relief auf dunklem Metall mit vergoldeten Details
- Fuchi: Steigendes Pferd in Relief mit vergoldeten Akzenten
- Kashira: Geschwungene vegetabile Dekoration mit goldenen Akzenten
- Kozuka: Szene mit laufendem Ochsen und Affen in Silber und Gold auf Shakudō
- Saya: Glänzend schwarzer Lack
- Dekoration der Saya: Goldene Makie-Inschrift nahe der Mündung
- Sageo: Dunkel pflaumenbraune geflochtene Schnur
- Shirasaya: Enthalten, Naturholz
- Japanische Dokumentation: Originales Jūhō Tōken Rui Tōrokushō
- Registrierungspräfektur: Nagano
- Registrierungsdatum: 5. Juli 1963
- Zustand: Antiker Zustand mit natürlichen Alters- und historischen Gebrauchsspuren
- Enthalten: Aufbewahrungsbeutel aus Kimono-Stoff oder Baumwolle
- Zertifikat: Supein Nihonto Echtheitszertifikat
Sammlerwert
Dieses Schwert vereint mehrere eigenständige Qualitäten, die es für den ernsthaften Sammler besonders attraktiv machen.
An erster Stelle steht die Klinge selbst: ein beachtliches Wakizashi mit 57,8 cm Klingenlänge, signiert Tsuda Ōmi no Kami Sukenao, ein anerkannter Osaka-Schmied, der durch Heirat direkt mit der Familie von Tsuda Echizen no Kami Sukehiro verbunden war.
Diese Verbindung verortet die Klinge innerhalb eines der bedeutendsten Schwertschmiedekreise der japanischen Shintō-Periode.
Die außergewöhnlich großzügige Länge steigert ihre Attraktivität zusätzlich. Mit 57,8 cm liegt die Klinge sehr nahe an Katana-Maßen und besitzt damit deutlich mehr Präsenz als ein konventionelles mittelgroßes Wakizashi.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Dokumentation. Das originale Nagano-Torokusho vom 5. Juli 1963 bietet mehr als sechs Jahrzehnte dokumentierter japanischer Registrierungsgeschichte.
Ein dritter bedeutender Aspekt ist die Koshirae, die als eigenständiges Sammlerobjekt betrachtet werden kann.
Das Vorhandensein einer signierten Ōmori-Tsuba ist besonders bedeutsam. Es handelt sich nicht lediglich um eine anonyme dekorative Schwertscheibe, sondern um ein separat zuordenbares Werk japanischer Metallkunst.
Die Fuchi mit steigendem Pferd, die goldverzierte Kashira, der erzählerische Kozuka mit Ochse und Affe, die Samurai-Menuki, das goldene Makie auf der schwarz lackierten Saya und das dunkel pflaumenbraune Sageo bilden eine reich detaillierte, aber optisch stimmige Montierung.
Schließlich ermöglicht die separate Shirasaya aus Naturholz eine korrekte konservatorische Aufbewahrung der Klinge, während die vollständige Koshirae als eigenständiges Präsentationsensemble erhalten bleiben kann.
Ein besonders charaktervolles Osaka-Shintō-Wakizashi, signiert Tsuda Ōmi no Kami Sukenao, das eine substanzielle Klinge von 57,8 cm mit einer direkten historischen Verbindung zum berühmten Familienkreis um Sukehiro, einer originalen japanischen Registrierung von 1963, einer vollständigen traditionellen Koshirae, einer signierten Ōmori-Tsuba und einer passenden Shirasaya vereint. Aufgrund des starken dokumentarischen, künstlerischen und historischen Interesses sowohl der Klinge als auch ihrer Beschläge stellt dieses Schwert eine besonders attraktive Gelegenheit für Sammler dar, die ein raffiniertes und charaktervolles Nihontō der Edo-Zeit suchen.



































