Beschreibung
Zertifizierte Samurai-Rüstung (Gusoku) der Mittleren Edo-Zeit mit Kabuto und Mondsichel-Wappen
Mittlere Edo-Zeit, 18. Jahrhundert · Tokubetsu Kichō Shiryō zertifiziert
Eindrucksvolle und vollständig montierte japanische Gusoku-Rüstung aus der mittleren Edo-Zeit, aufgebaut um einen außergewöhnlichen Okegawa Nimai-dō, der von der Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozon Kai (NKBKHK), Japans führender Institution für die Erforschung und Bewahrung traditioneller japanischer Rüstungen, offiziell als Tokubetsu Kichō Shiryō zertifiziert wurde.
Durch die Verbindung von feiner Handwerkskunst, starker visueller Präsenz und offizieller japanischer Zertifizierung stellt diese vollständige Samurai-Rüstung ein herausragendes Beispiel edozeitlicher Militärkunst dar. Ihre imposante Silhouette, das dramatische Mondsichel-Wappen und die harmonische Farbpalette machen sie gleichermaßen geeignet für anspruchsvolle Sammler, Museen und repräsentative Ausstellungen.
Der Zertifizierte Brustpanzer (Dō)
Das Herzstück der Rüstung ist ein hervorragend erhaltener Okegawa Nimai-dō, ein zweiteiliger, aufklappbarer Brustpanzer aus horizontal vernieteten Eisenplatten, der mit tief glänzendem schwarzen Lack überzogen ist.
Die Rüstung ist mit eng gesetzter Kebiki Odoshi-Schnürung versehen, die in dunklem Marineblau beginnt und sich im Bereich der Taille allmählich zu einem hellen grün-gelben Farbton (Moegi) wandelt. Dieser elegante Farbverlauf, bekannt als Koshitori, gehört zu den raffiniertesten ästhetischen Merkmalen edozeitlicher Rüstungen.
Der obere Brustbereich sowie die Schulterträger sind mit dekorativ geprägtem Leder (Egawa) versehen, während die Rückseite die traditionelle Agemaki-Schleife bewahrt. So entsteht ein Brustpanzer, der Widerstandsfähigkeit, Eleganz und historische Authentizität vereint.
Der Brustpanzer wurde von der Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozon Kai offiziell als Tokubetsu Kichō Shiryō anerkannt (Zertifikat Nr. 223, Juni 2024), wodurch seine historische Bedeutung und Qualität bestätigt werden.
Der Kabuto
Gekrönt wird die Rüstung von einem imposanten Kabuto aus braun patiniertem Eisen mit einer markant zugespitzten Helmglocke und einem breiten, mehrlagigen Shikoro zum Schutz des Nackens.
An der Vorderseite befindet sich ein elegantes Mondsichel-Maedate, während ein eindrucksvolles Paar schwarz lackierter Büffelhorn-Seitenzierden (Ōsuigyū Wakidate) die visuelle Wirkung des Helms erheblich verstärkt.
Zusammen erzeugen diese Elemente eine der ikonischsten und am leichtesten erkennbaren Silhouetten innerhalb der japanischen Samurai-Rüstungen.
Das Menpō
Zum Helm gehört ein fein erhaltenes eisernes Menpō mit abnehmbarer Nase sowie einem beweglichen Yodarekake, das aus lackierten Eisenlamellen besteht und in seiner Schnürung auf die Rüstung abgestimmt ist.
Über den Schutz von Gesicht und Hals hinaus trägt die Maske wesentlich zum imposanten kriegerischen Charakter des Ensembles bei und zeigt zugleich die außergewöhnliche Kunstfertigkeit edozeitlicher Rüstungsmacher.
Schultern, Ärmel und Untere Rüstungsteile
Der Brustpanzer ist mit passenden Kusazuri ausgestattet, die Hüften und obere Oberschenkel schützen, sowie mit breiten lamellierten Sode, die von den Schultern herabhängen.
Die Arme werden durch traditionelle Kote geschützt, die aus Kettengeflecht und Eisenplatten gefertigt sind und mit attraktiven Pelzmanschetten abschließen. Natürlicher Pelzbesatz verziert zudem die unteren Ränder der Rüstung und verleiht dem Ensemble den geschätzten Charakter einer kampferprobten Ausrüstung, während er zugleich ihre Gesamtwirkung verstärkt.
Farbpalette und Ästhetischer Charakter
Die zurückhaltende Farbgestaltung spiegelt den verfeinerten Geschmack der Edo-Zeit auf ideale Weise wider.
Braun patiniertes Eisen dominiert Helm und Gesichtsmaske, während Brustpanzer und Büffelhörner in tiefem schwarzem Lack ausgeführt sind. Die marineblaue Schnürung geht allmählich in lebendiges Moegi über und erzeugt einen eleganten Kontrast, der kriegerische Stärke mit anspruchsvoller Handwerkskunst verbindet.
Die Gesamtwirkung ist zugleich kraftvoll und harmonisch und macht diese Rüstung zu einem außergewöhnlich wirkungsvollen Ausstellungsstück.
Historischer Kontext
Diese Rüstung entstand während der mittleren Edo-Zeit, einer Epoche, in der Japan unter dem Tokugawa-Shōgunat eine lange Friedensperiode erlebte. Obwohl groß angelegte Kriege weitgehend der Vergangenheit angehörten, ließen Samurai weiterhin Rüstungen als Ausdruck ihres Ranges, ihrer Ehre und ihrer familiären Tradition anfertigen.
Die Rüstungsmeister konzentrierten sich zunehmend auf kunstvolle Gestaltung und höchste handwerkliche Qualität, ohne dabei die funktionalen Eigenschaften früherer Kampfpanzerungen aufzugeben. Aus diesem Grund stammen viele der schönsten erhaltenen japanischen Rüstungen aus der Edo-Zeit.
Offizielle Zertifizierung
Diese Rüstung wird von einem Tokubetsu Kichō Shiryō-Zertifikat der Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozon Kai begleitet (Zertifikat Nr. 223), unterzeichnet im Juni 2024 von ihrem Vorsitzenden Nagata Hitoshi.
Das Zertifikat bestätigt, dass der Brustpanzer aus der mittleren Edo-Zeit stammt. Außerdem wird vermerkt, dass der Helm zur Rüstung gehört, während die Büffelhorn-Seitenzierden (Wakidate) sowie die Schulterpanzer (Sode) später ergänzt wurden – eine historisch durchaus übliche und bei erhaltenen japanischen Rüstungen häufig anzutreffende Konfiguration.
Spezifikationen
- Klassifikation: Vollständige japanische Gusoku-Rüstung (具足)
- Periode: Mittlere Edo-Zeit (18. Jahrhundert)
- Typ: Eisen-Okegawa-Nimai-dō-Gusoku mit schwarzem Lack und Koshitori-Schnürung
- Brustpanzer: Schwarz lackierter Okegawa Nimai-dō
- Schnürung: Kebiki Odoshi mit Koshitori-Farbverlauf
- Kabuto: Helm aus braun patiniertem Eisen mit Mondsichel-Maedate
- Seitenzierden: Schwarz lackierte Büffelhorn-Wakidate
- Gesichtsmaske: Eisernes Menpō mit abnehmbarer Nase
- Zertifizierung: Tokubetsu Kichō Shiryō — NKBKHK Nr. 223 (2024)
- Hinweis im Zertifikat: Brustpanzer aus der mittleren Edo-Zeit; zugehöriger Helm; spätere Wakidate und Sode.
Sammlerwert
Vollständige Edo-Rüstungen mit offizieller Zertifizierung der Nihon Katchū Bugu Kenkyū Hozon Kai werden zunehmend seltener auf dem internationalen Markt. Die Kombination aus einem offiziell zertifizierten Brustpanzer, einem eindrucksvollen Kabuto mit Mondsichel-Wappen, einer vollständigen präsentationsfertigen Ausstattung und außergewöhnlicher visueller Wirkung macht dieses Ensemble zu einem erstklassigen Sammlerstück.
Reich an Geschichte, hervorragend erhalten und von einer der angesehensten japanischen Institutionen für traditionelle Rüstungen zertifiziert, bietet dieses Gusoku der mittleren Edo-Zeit eine außergewöhnliche Gelegenheit, ein authentisches Meisterwerk der Samurai-Handwerkskunst zu erwerben, das die Disziplin, den Rang und die künstlerische Raffinesse der japanischen Kriegertradition eindrucksvoll verkörpert.






































