Beschreibung
Elegantes Ko-Wakizashi der Edo-Zeit mit Goldgesprenkeltem Zinnober-Koshirae
Mittlere Edo-Zeit, ca. 1660–1750 · Mumei Kurzschwert
Ein wunderschön montiertes japanisches Ko-Wakizashi aus der Edo-Zeit, ohne Signatur (Mumei), ausgestattet mit einem auffälligen, goldgesprenkelten zinnoberroten Koshirae. Kompakt, elegant und äußerst dekorativ verbindet dieses Kurzschwert einen lebhaften Notare-Midare-Hamon mit einer luxuriösen Montierung von außergewöhnlicher Ausstrahlung.
Mit seiner eindrucksvollen Härtelinie, der eleganten Hira-zukuri-Form und der harmonisch abgestimmten Aikuchi– beziehungsweise Hamidashi-Montierung eignet sich dieses Schwert hervorragend für Sammler, die gleichermaßen Wert auf die Schönheit der Klinge und die Raffinesse der Edo-Zeit legen.
Die Klinge (Tōshin)
Das herausragende Merkmal dieses Schwertes ist sein außergewöhnlich schöner Hamon. Die Härtelinie verläuft in einem kraftvollen Notare-Midare entlang der Schneide und wirkt unter Lichteinfall besonders lebendig und klar definiert.
Der Hamon wurde überwiegend in feinem Nioi mit verstreuter Nie-Aktivität ausgeführt. Die helle und scharf abgegrenzte Habuchi verleiht der Klinge eine beeindruckende Leuchtkraft und macht sie besonders reizvoll für eine genaue Betrachtung.
Die Klinge besitzt eine klassische Hira-zukuri-Form mit einem Mune-Rücken und einem sauber ausgearbeiteten Ko-Kissaki. Ihre sanfte Krümmung verleiht ihr eine elegante Silhouette, die sich an der Grenze zwischen einem kompakten Wakizashi und einem Sunnobi-Tantō bewegt.
Der Bōshi folgt harmonisch dem Verlauf des Hamon und endet sauber in der Spitze. Das Jihada zeigt ein feines, dicht geschmiedetes Itame beziehungsweise Ko-Itame, wodurch eine gleichmäßige und hochwertige Stahlstruktur entsteht.
Der Nakago ist Mumei, besitzt ein einzelnes Mekugi-ana und zeigt eine gesunde, attraktive Patina, die das Alter und die sorgfältige Erhaltung der Klinge widerspiegelt.
Das Koshirae
Das Schwert ist in einem hochwertigen, vollständig aufeinander abgestimmten Koshirae im eleganten Aikuchi– beziehungsweise Hamidashi-Stil montiert. Die sehr kleine Tsuba unterstreicht die schlanke und elegante Erscheinung des gesamten Ensembles.
Die Saya ist mit einem leuchtenden zinnoberorangenen Lack versehen und besitzt eine funkelnde Oberfläche im Nashiji– und Ishime-ji-Stil. Goldene Einschlüsse verleihen ihr eine außergewöhnlich luxuriöse Wirkung, während schwarze Hornbeschläge einen eleganten Kontrast schaffen.
Die Tsuka ist vollständig mit makelloser weißer Rochenhaut (Same-gawa) bezogen und bewusst ohne Wicklung ausgeführt. Als dekoratives Element dient ein vergoldetes Karajishi-Menuki, das den mythischen Löwenhund darstellt – ein traditionelles Symbol für Schutz, Stärke und Glück.
Die kleine eiserne Tsuba und das Fuchi sind mit goldenen Darstellungen von Wolken, einer Mondsichel und Wellen verziert. Dieses poetische Motiv verbindet Natur und Symbolik zu einer ausgewogenen und äußerst eleganten Komposition.
Das Kashira besteht aus poliertem schwarzem Horn, während der schwarze geflochtene Sageo die harmonische Gestaltung der Montierung stilvoll abrundet.
Gestaltung und Ästhetischer Charakter
Dieses Ko-Wakizashi besticht durch den reizvollen Kontrast zwischen der zurückhaltenden Eleganz der Klinge und der außergewöhnlich prachtvollen Montierung.
Der goldgesprenkelte zinnoberrote Lack zieht sofort alle Blicke auf sich, während die weiße Rochenhaut, das vergoldete Karajishi-Menuki, die schwarzen Hornbeschläge und die dunklen Eisenbeschläge ein ausgewogenes Zusammenspiel von Farben und Materialien schaffen.
Die dekorative Gestaltung wirkt niemals überladen. Mond, Wolken, Wellen und der Löwenhund vereinen sich zu einer Montierung, die zugleich poetisch, elegant und von martialischer Würde geprägt ist.
Spezifikationen
- Klassifikation: Wakizashi 脇指 / Ko-Wakizashi
- Signatur: Mumei 無銘
- Periode: Edo-Zeit, mittlere Edo-Periode, ca. 1660–1750
- Nagasa: 34,8 cm
- Sori: 0,6 cm
- Mekugi-ana: Eins
- Sugata: Hira-zukuri mit Mune-Rücken und Ko-Kissaki
- Hamon: Kräftiger Notare-Midare in Nioi mit verstreuter Nie-Aktivität
- Bōshi: Folgt dem Hamon und endet sauber in der Spitze
- Jihada: Feines Itame / Ko-Itame
- Nakago: Mumei, ein Mekugi-ana, gesunde Patina
- Koshirae: Aikuchi-/Hamidashi-Montierung mit goldgesprenkelter zinnoberroter Saya
- Tsuka: Weiße Same-gawa mit vergoldetem Karajishi-Menuki
- Saya: Zinnoberorange lackiert mit Goldsprenkeln und Hornbeschlägen
Sammlerwert
Dieses elegante Kurzschwert vereint einen außergewöhnlich attraktiven Hamon mit einer luxuriösen und hervorragend abgestimmten Montierung. Dank seiner kompakten Größe lässt es sich hervorragend präsentieren, während die leuchtende Klinge und das prachtvolle Koshirae ihm eine beeindruckende Ausstrahlung verleihen.
Besonders interessant ist dieses Stück für Sammler, die ein vollständiges Schwert mit starkem dekorativem Charakter, hochwertiger Lackarbeit und einer Klinge suchen, deren Schönheit sich bei jeder Betrachtung unter wechselndem Licht neu entfaltet.
Mit seinem eindrucksvollen Notare-Midare-Hamon, der goldgesprenkelten zinnoberroten Montierung und seinem eleganten Charakter der Edo-Zeit stellt dieses Mumei Ko-Wakizashi ein außergewöhnlich stilvolles Sammlerstück dar, das in jeder Nihontō-Sammlung sofort ins Auge fällt.

























