Beschreibung
Edo Fuchi-Kashira mit Shōki dem Dämonenbezwinger – Bronze & Kupfer
Ein dekoratives japanisches Fuchi-Kashira-Set aus der Edo-Zeit mit Bildmotiven rund um Shōki, den legendären Dämonenbezwinger, der in der japanischen Kunst häufig als Schutzfigur dargestellt wurde.
Die aufeinander abgestimmten Schwertbeschläge sind aus einer bronze- bzw. kupferbasierten Metallkomposition mit Kupferelementen gearbeitet und verbinden geschnitzte mit eingelegten Details.
Das Set wurde für die Verwendung innerhalb einer japanischen Schwertmontierung geschaffen und besitzt passende Proportionen für ein Katana- oder Wakizashi-Koshirae.
Shōki – Der Dämonenbezwinger
Shōki ist die japanische Bezeichnung für Zhong Kui, eine legendäre Figur chinesischen Ursprungs, die zu einem wichtigen Schutzmotiv in der japanischen Bildkultur wurde.
Traditionell erscheint er als kraftvolle, kriegerisch wirkende Gestalt, die mit der Vertreibung oder Bezwingung von Dämonen und schädlichen Kräften verbunden ist.
In japanischen Gemälden, Holzschnitten, Rüstungsdekorationen und Schwertbeschlägen wird Shōki häufig im Kampf mit übernatürlichen Wesen oder als Wächterfigur dargestellt.
Sein dramatisches Erscheinungsbild und seine schützende Bedeutung machten ihn zu einem besonders geeigneten Motiv für Samurai-Objekte und Schwertzubehör.
Shōki auf japanischen Schwertbeschlägen
Die Welt japanischer Tosogu greift häufig auf Mythologie, Folklore, Religion und klassische Literatur zurück.
Figuren wie Shōki ermöglichten Metallkünstlern, erzählerische Motive auf sehr kleinen Flächen darzustellen und funktionale Schwertbestandteile in miniaturhafte Werke dekorativer Metallkunst zu verwandeln.
Bei einem Fuchi-Kashira-Set konnte ein Thema auf beide Beschläge verteilt oder durch ergänzende Details entwickelt werden, sodass das Paar als zusammenhängende Komposition wirkte.
Bronze- und Kupfermetallarbeit
Die Beschläge werden als aus Bronze mit Kupferelementen gefertigt beschrieben.
Japanische Schwertbeschläge wurden aus zahlreichen kupferbasierten Legierungen hergestellt, die jeweils unterschiedliche Möglichkeiten für Farbe, Patinierung und Dekoration boten.
Bei diesem Set trägt der Kontrast zwischen dunkleren bronzefarbenen Oberflächen und wärmeren Kupferdetails dazu bei, die geschnitzten Formen und dekorativen Elemente hervorzuheben.
Schnitzerei und Einlegearbeit
Die Dekoration verbindet Schnitzerei und Einlegearbeit, Techniken, die häufig bei japanischen Schwertbeschlägen verwendet wurden, um Tiefe, Kontrast und feine bildliche Details zu schaffen.
Die Reliefmodellierung verleiht Figuren und umliegenden Motiven stärkere räumliche Präsenz, während kontrastierende Metalle einzelne Elemente deutlicher hervorheben.
Die kleinen Abmessungen eines Fuchi-Kashira erfordern große Präzision vom Metallkünstler, da die Darstellung auf sehr begrenztem Raum lesbar bleiben muss.
Was ist ein Fuchi-Kashira?
Ein Fuchi-Kashira ist ein zusammengehöriges Paar von Metallbeschlägen am Griff, dem Tsuka, eines traditionellen japanischen Schwertes.
Neben ihrer funktionalen Rolle entwickelten sich diese Elemente zu einem wichtigen Bereich künstlerischer Gestaltung innerhalb der japanischen Schwertkultur.
Fuchi
Das Fuchi ist der Metallkragen am unteren Ende des Schwertgriffs unmittelbar neben der Tsuba.
Es verstärkt und schützt den unteren Bereich des Tsuka und schafft zugleich einen dekorativen Übergang zwischen Griff und Schwertstichblatt.
Kashira
Das Kashira ist die Griffkappe am gegenüberliegenden Ende des Tsuka.
Es schließt und verstärkt den Griff und spielt zugleich eine Rolle bei der Sicherung der Griffwicklung.
Als zusammengehöriges Paar teilen Fuchi und Kashira häufig Material, Dekorationstechnik oder ein gemeinsames erzählerisches Thema.
Tosogu als dekorative Miniaturkunst
Der Begriff Tosogu bezeichnet allgemein die Beschläge und dekorativen Bestandteile japanischer Schwerter.
In der Edo-Zeit entwickelten spezialisierte Metallkünstler eine außergewöhnliche Vielfalt an Dekorationstechniken und verwandelten Bestandteile wie Tsuba, Fuchi, Kashira und Menuki in eigenständige kunsthandwerkliche Objekte.
Mythologische und legendäre Motive eigneten sich besonders gut für solche Beschläge, da sie ästhetische Vorlieben mit kulturell bekannten Themen verbinden konnten.
Edo-Zeit
Dieses Fuchi-Kashira-Set stammt aus der Edo-Zeit, einer Epoche, in der japanische Schwertbeschläge zu einem besonders bedeutenden Bereich der Metallkunst wurden.
Mit der Erweiterung des dekorativen Vokabulars japanischer Schwerter konnten Landschaften, Tiere, Pflanzen, historische Figuren, Legenden und übernatürliche Themen auf den Beschlägen erscheinen.
Die Darstellung Shōkis gehört selbstverständlich in diese Tradition miniaturhafter erzählerischer Metallkunst.
Maße
- Fuchi: 4 × 2,3 cm
- Kashira: 3,3 × 1,8 cm
Hauptmerkmale
- Objekt: Japanisches Fuchi-Kashira-Set
- Periode: Edo-Zeit
- Kategorie: Tosogu / japanische Schwertbeschläge
- Motiv: Shōki, der Dämonenbezwinger
- Material: Bronze-/kupferbasierte Metallarbeit mit Kupferelementen
- Techniken: Schnitzerei und Einlegearbeit
- Maße Fuchi: 4 × 2,3 cm
- Maße Kashira: 3,3 × 1,8 cm
- Verwendung: Größenmäßig geeignet für Katana- oder Wakizashi-Montierung
Sammlerinteresse
Das Set vereint mehrere für Sammler japanischer Schwertbeschläge interessante Eigenschaften: Herkunft aus der Edo-Zeit, ein zusammengehöriges Fuchi-Kashira-Paar, kupferbasierte Metallarbeit und ein unmittelbar erkennbares mythologisches Motiv.
Die Darstellung Shōkis verleiht den Beschlägen eine narrative Dimension und zeigt, wie funktionale Bestandteile eines japanischen Schwertes zugleich als miniaturhafte Werke dekorativer Kunst gestaltet werden konnten.
Ein attraktives Fuchi-Kashira-Set aus der Edo-Zeit mit Shōki dem Dämonenbezwinger, das geschnitzte und eingelegte Bronze- und Kupfermetallarbeit mit einer der bekanntesten Schutzfiguren der japanischen Kunst verbindet. Ein charakteristisches Beispiel japanischer Tosogu für eine Katana- oder Wakizashi-Montierung.











