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Japanisches Katana (Nihontō) – Signiert Munetoshi 宗俊 | Frühe Edo-Zeit | Komplettes Koshirae & Torokusho

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Beschreibung

Japanisches Katana (Nihontō) – Signiert Munetoshi 宗俊

Frühe Edo-Zeit · Nagasa 65,3 cm · Suguha Hamon · Komplettes Koshirae · Torokusho aus Nagano

Ein elegantes japanisches Katana (Nihontō), signiert Munetoshi 宗俊 und der frühen Edo-Zeit zugeschrieben. Das Schwert verbindet eine ausgewogen proportionierte Klinge von 65,3 cm mit einem zurückhaltenden Suguha Hamon und einem vollständigen Koshirae, das sich durch seine poliert schwarz lackierte Saya, eine eiserne Tsuba sowie fein gearbeitete Beschläge mit nautischen und naturbezogenen Motiven auszeichnet.

Der Gesamteindruck des Schwertes ist zurückhaltend, martialisch und außergewöhnlich ausgewogen. Anstelle übermäßiger Verzierung entsteht seine Eleganz aus dem Kontrast zwischen poliertem schwarzem Lack, dunklen Metallbeschlägen, feinen Gold- und Silberdetails, weißem Samegawa und schwarzer Seidenwicklung.

Besonders interessant ist das dekorative Thema des Koshirae. Traditionelle Boote oder kleine Wasserfahrzeuge erscheinen auf den Fuchi-Kashira, ergänzt durch pflanzliche Motive auf den Menuki. Zusammen bilden sie eine geschlossene Bildsprache, die mit Reise, Wasser und der natürlichen Welt verbunden ist.

Das Schwert besitzt weiterhin sein japanisches Torokusho, registriert in der Präfektur Nagano unter der Signatur Munetoshi 宗俊. Dieses Dokument bildet einen wichtigen Bestandteil der modernen Dokumentation des Schwertes innerhalb des japanischen Registrierungssystems für traditionell gefertigte Schwerter.

Das Schwert wird mit einer Aufbewahrungshülle aus Kimono-Stoff oder Baumwolle, einem Zertifikat von Supein Nihonto sowie einer Kopie des japanischen Torokusho geliefert.


Die Klinge (Tōshin)

Die Klinge bildet das historische und künstlerische Zentrum dieses Stücks. Mit einer Nagasa von 65,3 cm besitzt sie die Proportionen eines vollwertigen japanischen Katana, während die Krümmung von 1,6 cm eine elegante und kontrollierte Silhouette erzeugt.

Die gesamte Geometrie ist harmonisch, wobei sich die Krümmung natürlich von der Basis bis zur Spitze entwickelt. In der Seitenansicht zeigt die Klinge jene zurückhaltende visuelle Balance, die ein Schwert auszeichnet, bei dem praktische Funktionalität und verfeinerte Handwerkskunst miteinander verbunden sind.

Die Klinge befindet sich in einem Politurzustand, der es erlaubt, die wichtigsten metallurgischen Merkmale, einschließlich der Härtelinie und der allgemeinen Stahlstruktur, gut zu erkennen.


Signatur (Mei) – Munetoshi 宗俊

Der Nakago trägt die Signatur Munetoshi 宗俊.

Das Schwert wird der frühen Edo-Zeit zugeschrieben und gehört damit in eine der wichtigsten Übergangsphasen der japanischen Schwertgeschichte.

Nach den großen Konflikten der Sengoku-Zeit und der Errichtung des Tokugawa-Shogunats zu Beginn des 17. Jahrhunderts trat die japanische Schwertproduktion in die traditionell als Shintō bezeichnete Phase ein. Obwohl groß angelegte Kriege zurückgingen, blieb das Schwert die prägende Waffe und das zentrale Symbol der Samurai-Klasse.

Die Klinge besitzt ein einzelnes Mekugi-ana, wodurch der Nakago eine besonders klare und aufgeräumte Konfiguration aufweist.


Die Härtelinie (Hamon)

Die Klinge zeigt einen klassischen Suguha Hamon, gekennzeichnet durch eine relativ gerade und kontrollierte Härtelinie entlang der Schneide.

Obwohl ein Suguha optisch zurückhaltender wirkt als stark bewegte Muster wie Gunome oder Chōji, verlangt seine saubere Ausführung ein hohes Maß an technischer Kontrolle vom Schmied. Seine scheinbare Schlichtheit lässt wenig Raum für Unregelmäßigkeiten und betont Beständigkeit, Präzision und Ausgewogenheit.

Der ruhige Charakter des Suguha harmoniert besonders gut mit der Gesamtästhetik dieses Katana und passt hervorragend zum schwarzen Koshirae und dessen dezenten dekorativen Details.


Die Montierung (Koshirae)

Das Schwert ist mit einem vollständigen Koshirae erhalten, dessen Gestaltung auf einer verfeinerten Verbindung nautischer und natürlicher Motive beruht.

Die Montierung wird von tiefen Schwarztönen dominiert, die einen ruhigen Hintergrund schaffen, vor dem die metallischen Details der Beschläge besonders wirkungsvoll hervortreten. Anstelle einer überladenen Erscheinung wurden die einzelnen Komponenten sorgfältig aufeinander abgestimmt, um ein klassisches und ausgewogenes Gesamtbild zu schaffen.

Das Zusammenspiel der poliert schwarz lackierten Saya, der dunklen eisernen Tsuba, des schwarzen Tsuka-ito und der feinen Gold- und Silberdetails verleiht der Montierung eine starke optische Einheit.

Das dekorative Programm lässt sich um die Idee der Reise lesen: Boote und Wasserfahrzeuge erscheinen auf den Beschlägen, während pflanzliche Motive eine zusätzliche Verbindung zur natürlichen Welt herstellen.


Die Scheide (Saya)

Die Saya ist in poliertem schwarzem Lack ausgeführt, traditionell als Kuroro bezeichnet, einer der klassischsten und zeitlosesten Oberflächen japanischer Schwertmontierungen.

Die tief glänzende Oberfläche bildet einen eleganten Kontrast zur Struktur der schwarzen Seidenwicklung des Griffes und zur gealterten Oberfläche der eisernen Beschläge.

Schwarzer Lack eignete sich besonders gut für formale Samurai-Montierungen, da seine zurückhaltende Erscheinung mit nahezu jeder Form von Metallarbeit harmoniert. Bei diesem Exemplar sorgt die Schlichtheit der Saya dafür, dass die dekorativen Beschläge die wichtigsten visuellen Akzente des Koshirae bilden.

Das Ergebnis ist eine Montierung von großer Eleganz, deren Wirkung aus Proportion, Material und Kontrast entsteht und nicht aus übermäßiger Verzierung.


Die Stichblatt (Tsuba)

Das Schwert ist mit einer robusten runden eisernen Tsuba ausgestattet, deren zurückhaltendes Design durch Sukashi-Durchbrucharbeit und dezente dekorative Details ergänzt wird.

Die dunkle, natürlich gealterte Eisenoberfläche harmoniert besonders gut mit dem schwarzen Lack der Saya und der schwarzen Wicklung der Tsuka.

Das Design bleibt bewusst dezent, bewahrt den martialischen Charakter des Schwertes und fügt zugleich genügend dekorative Raffinesse hinzu, um sich harmonisch in die aufwendiger gestalteten Fuchi-Kashira einzufügen.


Der Griff (Tsuka)

Die Tsuka folgt einer traditionellen Konstruktion und kombiniert helles Samegawa aus Rochenhaut mit straff angelegtem schwarzem Tsuka-ito.

Die rautenförmigen Öffnungen der Wicklung geben den Blick auf die hellere Rochenhaut darunter frei und schaffen den charakteristischen Kontrast klassischer japanischer Schwertmontierungen.

Diese Kombination aus schwarzer Seide und weißem Samegawa harmoniert besonders gut mit dem monochromen Charakter der poliert schwarz lackierten Saya und bewahrt die zurückhaltende Ästhetik der gesamten Montierung.


Die Beschläge (Fuchi-Kashira)

Zu den markantesten Merkmalen des Koshirae zählen die dunklen metallenen Fuchi-Kashira, die mit feinen Gold- und Silberdetails verziert sind.

Die Darstellung zeigt traditionelle japanische Boote oder kleine Wasserfahrzeuge auf dem Wasser. Nautische Themen besitzen eine lange Tradition in den japanischen dekorativen Künsten und können Reise, Übergang, Ausdauer sowie die Beziehung des Menschen zur natürlichen Umgebung symbolisieren.

Die zurückhaltende Verwendung von Edelmetalldetails auf der dunklen Oberfläche der Beschläge verleiht der Dekoration hohe Raffinesse, ohne den martialischen Charakter der Montierung zu beeinträchtigen.


Die Menuki

Unter der schwarzen Seidenwicklung befinden sich dekorative Menuki mit pflanzlichen und floralen Motiven.

Ihre warmen Metalltöne erscheinen dezent durch die Öffnungen des Tsuka-ito und schaffen kleine visuelle Kontraste, während sie vollständig in die Gesamtkomposition integriert bleiben.

Zusammen mit den Bootsmotiven der Fuchi-Kashira verstärken diese naturalistischen Elemente die geschlossene dekorative Sprache des vollständigen Koshirae.


Japanische Registrierung (Torokusho)

Das Schwert wird von seinem japanischen Torokusho begleitet, dem offiziellen Registrierungsdokument für traditionell gefertigte Schwerter in Japan.

Das Dokument registriert das Stück als Katana in der Präfektur Nagano und führt die Signatur Munetoshi 宗俊 auf.

Das Torokusho bildet einen wichtigen Bestandteil der modernen Dokumentationsgeschichte eines japanischen Schwertes. Es bestätigt, dass die Klinge innerhalb des nationalen japanischen Systems zur Erhaltung und Kontrolle traditionell gefertigter Nihontō rechtmäßig registriert wurde.

Eine Kopie dieser japanischen Registrierung wird mit dem Schwert geliefert.


Erhaltungszustand

Die Klinge befindet sich in einem Politurzustand, der eine gute Betrachtung des Hamon und der wichtigsten Merkmale des Stahls ermöglicht.

Das Koshirae zeigt die natürlichen Alters- und Gebrauchsspuren, die bei historischen japanischen Schwertbeschlägen zu erwarten sind, bewahrt jedoch ein insgesamt geschlossenes und attraktives Erscheinungsbild.

Der polierte schwarze Lack der Saya, die eiserne Tsuba, die Metallbeschläge und die traditionelle Griffkonstruktion bewahren gemeinsam den zurückhaltenden Charakter der ursprünglichen Montierung.

Natürliche Alters- und Gebrauchsspuren sollten als Bestandteil der Geschichte des Objekts verstanden werden und mindern nicht seinen Charakter als authentisches japanisches Schwert.


Spezifikationen

  • Klassifikation: Japanisches Katana / Nihontō
  • Signatur – Mei: Munetoshi 宗俊
  • Epoche: Frühe Edo-Zeit
  • Nagasa: 65,3 cm
  • Sori: 1,6 cm
  • Mekugi-ana: 1
  • Hamon: Suguha
  • Koshirae: Vollständige traditionelle Montierung
  • Thema des Koshirae: Nautisch / Boote und pflanzliche Motive
  • Saya: Polierter schwarzer Lack – Kuroro
  • Tsuba: Runde eiserne Stichblatt mit Sukashi
  • Tsuka: Weißes Samegawa mit schwarzem Tsuka-ito
  • Fuchi-Kashira: Dunkles Metall mit Gold- und Silberdetails mit Boots-/Wasserfahrzeugmotiven
  • Menuki: Pflanzliche und florale Motive
  • Japanische Registrierung: Torokusho
  • Registrierungspräfektur: Nagano
  • Enthalten: Aufbewahrungshülle aus Kimono-Stoff oder Baumwolle
  • Zertifikat: Supein Nihonto Echtheitszertifikat
  • Dokumentation: Kopie des japanischen Torokusho

Sammlerwert

Dieses Katana bietet eine besonders attraktive Kombination aus einer signierten historischen Klinge, einer klassischen Suguha-Härtelinie, einer vollständigen traditionellen Montierung und erhaltener japanischer Registrierungsdokumentation.

Die Signatur Munetoshi 宗俊 verleiht der Klinge eine identifizierbare Urheberschaft, während ihre Zuschreibung zur frühen Edo-Zeit sie in ein bedeutendes Kapitel der Entwicklung des japanischen Schwertes einordnet. Die großzügige Nagasa von 65,3 cm und die ausgewogene Krümmung von 1,6 cm verleihen der Klinge ein elegantes und überzeugendes Profil.

Ebenso wichtig sind Qualität und Geschlossenheit des Koshirae. Die poliert schwarze Kuroro Saya, die eiserne Tsuba, schwarze Seide über weißem Samegawa, die Fuchi-Kashira mit Bootsmotiven und die pflanzlichen Menuki bilden ein verfeinertes Ensemble, dessen zurückhaltender Charakter dafür sorgt, dass das Schwert selbst im Mittelpunkt bleibt.

Das vorhandene Torokusho aus Nagano ergänzt das Stück um eine wichtige dokumentarische Ebene, während das Zertifikat von Supein Nihonto und die beiliegende Aufbewahrungshülle die Präsentation für den Sammler vervollständigen.

Elegant, zurückhaltend und historisch überzeugend vereint dieses signierte Munetoshi 宗俊 Katana jene klassischen Eigenschaften, die bei einem authentischen japanischen Schwert gesucht werden: eine ausgewogen proportionierte Klinge aus der frühen Edo-Zeit, einen verfeinerten Suguha Hamon, ein vollständiges und harmonisches Koshirae, traditionellen schwarzen Lack sowie erhaltene japanische Registrierungsdokumentation. Ein besonders attraktives Nihontō für Sammler, die historischen Charakter, zurückhaltende Eleganz und authentische japanische Handwerkskunst schätzen.

Zusätzliche Informationen

Época

Edo

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