Toyohara Kunichika Ukiyo-e – Bandō Hikosaburō als Otsuji

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Beschreibung

Toyohara Kunichika Ukiyo-e mit Bandō Hikosaburō als Otsuji am Wasserfall des Shidō-ji

Originaler antiker japanischer Holzschnitt · Toyohara Kunichika · Bandō Hikosaburō · Otsuji · Mitate Shidō-ji Taki · Kabuki · Yakusha-e · Ōban Tate-e · Nishiki-e · Gerahmt und fertig zum Aufhängen

Ein originaler antiker japanischer Ukiyo-e-Holzschnitt von Toyohara Kunichika (1835–1900), der den Kabuki-Schauspieler Bandō Hikosaburō in der Frauenrolle der Otsuji in Mitate Shidō-ji Taki, Otsuji (見立 志渡寺滝, おつじ) darstellt. Im vertikalen ōban tate-e-Format und als farbenprächtiges nishiki-e gedruckt, fängt die Komposition jene theatralische Intensität ein, für die Kunichikas Schauspielerporträts berühmt sind.

Das Ukiyo-e wird gerahmt und fertig zum Aufhängen geliefert.

Der Schauspieler erscheint vor einem markanten Hintergrund aus blau herabstürzendem Wasser, der sofort die emotionale Intensität der Szene bestimmt.

Bandō Hikosaburō ist mit langem, zerzaustem schwarzem Haar und ausdrucksstarkem Gesicht dargestellt und trägt einen lavendelfarbenen Kimono, der sich über einem leuchtend roten Untergewand öffnet.

In seinen Armen hält er eine schlaffe, kahlköpfige Figur, wodurch ein starker visueller Kontrast zwischen der theatralischen Kraft des Schauspielers und der Verletzlichkeit der gehaltenen Person entsteht.

Dargestellt ist Otsuji, die Amme des jungen Tamiya Botarō in einer populären Kabuki-Legende, die mit dem Shidō-ji-Tempel verbunden ist.

Als Botarō schwer erkrankt, unterzieht sich Otsuji für ihn einer verzweifelten Buße unter einem Wasserfall, betet zur Gottheit Konpira und opfert in den dramatischeren Fassungen der Geschichte sogar ihr eigenes Leben, damit der Junge überleben möge.


Bandō Hikosaburō als Otsuji

Der Druck zeigt Bandō Hikosaburō in einer Onnagata-Rolle, jener hochspezialisierten Kabuki-Tradition, in der männliche Schauspieler weibliche Charaktere darstellen.

Kunichika kannte die führenden Schauspieler seiner Zeit sehr genau und war dafür berühmt, nicht nur ihre erkennbare Bühnenpersönlichkeit, sondern auch die emotionale Intensität einzelner Rollen zu erfassen.

Hier verwandelt sich Bandō Hikosaburō durch Kostüm, Geste, Ausdruck und die dramatische Wasserfallkulisse in Otsuji.

Das lange schwarze Haar ist bewusst zerzaust.

Das lavendelfarbene Obergewand öffnet sich und gibt das rote Untergewand frei.

Der Körper bewegt sich dynamisch durch die Komposition, während das Gesicht konzentriert und angespannt bleibt.

Die schlaffe Figur in Otsujis Armen verleiht der Szene zusätzliche emotionale Schwere und macht sie zu weit mehr als einem konventionellen Schauspielerporträt.

Sie wird zu einem theatralischen Moment von Verzweiflung, Hingabe und Opferbereitschaft.


Otsuji und die Legende von Tamiya Botarō

Das Motiv gehört zu einer populären Kabuki-Erzählung um Otsuji, die Amme des jungen Tamiya Botarō.

Nach der mit dem Blatt verbundenen Geschichte erkrankt Botarō schwer.

Angesichts der Möglichkeit, das Kind zu verlieren, unterzieht sich Otsuji am Wasserfall des Shidō-ji einer extremen religiösen Bußübung.

Ihre Handlungen werden als Ausdruck von Loyalität und Selbstaufopferung verstanden.

Sie betet zu Konpira um die Genesung des Jungen und bietet in den dramatischeren Fassungen der Legende sogar ihr eigenes Leben an, damit Botarō weiterleben kann.

Der Wasserfall ist daher nicht bloß dekorative Kulisse.

Er ist zentral für die emotionale und spirituelle Bedeutung der Szene.

Die wiederholten vertikalen blauen Bänder bilden einen fast architektonischen Hintergrund und vermitteln zugleich die körperliche Härte von Otsujis Buße.


Der Wasserfall des Shidō-ji

Der Hintergrund aus fallendem Wasser gehört zu den visuell eindrucksvollsten Bestandteilen der Komposition.

Kräftige vertikale Streifen in Blau- und Türkistönen ziehen sich hinter dem Schauspieler nach unten.

Die Wirkung erzeugt Rhythmus, Tiefe und theatralische Atmosphäre.

Vor diesem kühlen Hintergrund treten die lavendelfarbenen, roten, grünen, schwarzen und weißen Bereiche des Kostüms besonders intensiv hervor.

Der Wasserfall bildet zugleich einen dramatischen Rahmen für die Figur.

Statt den Schauspieler in eine detaillierte architektonische Umgebung zu setzen, konzentriert sich die Komposition auf das fallende Wasser und die emotionale Handlung davor.


Toyohara Kunichika

Toyohara Kunichika wurde 1835 unter dem Namen Ōshima Yasohachi in Edo geboren.

Er wurde in der künstlerischen Tradition der Utagawa-Schule ausgebildet und wurde später Schüler von Utagawa Kunisada, auch Toyokuni III genannt.

Kunichika wurde besonders durch Darstellungen von Kabuki-Schauspielern bekannt.

Anders als Künstler, die sich dem Theater hauptsächlich über veröffentlichte Texte oder etablierte Bildkonventionen näherten, arbeitete Kunichika eng mit der Theaterwelt von Edo und später Tokyo zusammen.

Er zeichnete führende Schauspieler häufig nach dem Leben und entwickelte ein tiefes Verständnis ihrer Bühnenpräsenz, Kostüme, Gesten und individuellen Persönlichkeiten.

Diese Nähe zum Theater wurde zu einem grundlegenden Bestandteil seiner Kunst.


Ein Meister des Yakusha-e

Kunichika ist besonders für seine Yakusha-e, also Kabuki-Schauspielerdarstellungen, berühmt.

Schauspielerporträts waren bereits seit Generationen ein zentrales Thema des Ukiyo-e, doch Kunichika führte diese Tradition in die sich schnell verändernde Bildkultur der Meiji-Zeit weiter.

Seine Kompositionen betonen häufig große Figuren, direkte Gesichtsausdrücke, kräftige Farbkombinationen und unmittelbare Theatralik.

In Werken wie diesem wird der Schauspieler nicht lediglich als individuelles Porträt dargestellt.

Der Druck hält vielmehr die Verschmelzung von Darsteller und Rolle fest.

Bandō Hikosaburō bleibt als Kabuki-Schauspieler erkennbar und verkörpert zugleich vollständig die emotionale Welt Otsujis.


Bandō Hikosaburō und die Onnagata-Tradition

Bandō Hikosaburō war unter anderem für seine Onnagata-Rollen bekannt.

Im Kabuki entwickelte sich die Onnagata-Darstellung zu einer hoch verfeinerten Theaterkunst.

Weibliche Figuren wurden durch präzise kontrollierte Gestik, Haltung, Kostüm, Stimme und Bewegung geschaffen.

Kunichikas Schauspielerdrucke bewahren die visuelle Wirkung dieser Darstellungen.

Im vorliegenden Blatt beruht Hikosaburōs Verwandlung in Otsuji auf dem Gegensatz zwischen Feinheit und Intensität.

Das Kostüm ist reich dekoriert, doch die Geste ist kraftvoll.

Das Gesicht trägt emotionale Spannung, während das zerzauste Haar und das geöffnete Gewand körperliche und psychische Belastung andeuten.


Farbe in der Meiji-Zeit

Kunichika gehörte zu den Künstlern, die die neu verfügbaren synthetischen Pigmente aufgriffen, die während der Meiji-Zeit nach Japan gelangten.

Die vorliegende Beschreibung verweist ausdrücklich auf die auffälligen Lavendel- und tiefen Blautöne der Komposition.

Diese Farben tragen wesentlich zur Wirkung des Drucks bei.

Das tiefe Blau des Wasserfalls dominiert den Hintergrund.

Das lavendelfarbene Gewand hebt sich deutlich davon ab, während das rote Untergewand sowie grüne und weiße Akzente zusätzliche Kontraste schaffen.

Das Ergebnis ist eine intensive Farbpalette, die für den sich wandelnden visuellen Stil japanischer Farbholzschnitte des späten 19. Jahrhunderts charakteristisch ist.


Polychromer Nishiki-e-Druck

Der Druck ist als Nishiki-e, also als mehrfarbiger Holzschnitt, ausgeführt.

Für diese Technik wurden mehrere geschnittene Holzblöcke koordiniert verwendet, wobei unterschiedliche Druckgänge verschiedene Farb- und Linienbereiche aufbauten.

Der schwarze Schlüsselblock legt die grundlegenden Konturen fest.

Weitere Blöcke erzeugen das Blau des Wasserfalls, Lavendel und Muster des Kostüms, Rot-, Grün- und Hauttöne sowie weitere Akzente.

Das Ergebnis zeigt die hohe technische Raffinesse des japanischen Farbholzschnitts.


Ōban Tate-e Format

Der Druck besitzt das vertikale ōban tate-e-Format.

Diese Proportion war besonders gut für Schauspielerporträts geeignet, da sie der Figur erlaubt, die Komposition zu dominieren und zugleich genügend vertikalen Raum für Gesten, Kostüm, Inschriften und dramatische Hintergründe bietet.

Hier verstärkt das hohe Format die fallende Bewegung des Wasserfalls.

Gleichzeitig durchschneidet die diagonale Haltung des Schauspielers die strengen Vertikalen und erzeugt visuelle Spannung.

Die Komposition wirkt dadurch zugleich geordnet und dynamisch.


Theatralische Bewegung und Ausdruck

Kunichikas Stärke als Theaterkünstler zeigt sich darin, wie die Figur die Komposition ausfüllt.

Der Körper sitzt nicht passiv im Bild.

Der erhobene Arm, der geneigte Oberkörper, das fließende Kostüm, die langen Haare und die gehaltene Figur erzeugen mehrere Bewegungsrichtungen.

Der Blick wandert von der erhobenen Hand über das Gesicht des Schauspielers und das Gewand hin zur gehaltenen Figur.

Das Gesicht wird zum emotionalen Mittelpunkt.

Sein konzentrierter Ausdruck kontrastiert mit dem dekorativen Reichtum des Kostüms und dem fast abstrakten vertikalen Rhythmus des Wasserfalls.


Originaler antiker Ukiyo-e-Holzschnitt

Es handelt sich um einen originalen antiken japanischen Ukiyo-e-Holzschnitt und nicht um eine moderne Reproduktion oder einen späteren dekorativen Nachdruck.

Sein Alter ist Teil seines Charakters und seiner historischen Bedeutung.

Antike Ukiyo-e sind Objekte, die Generationen von Besitz, Handhabung, Präsentation und Lagerung überstanden haben.

Leichte Oberflächenveränderungen und Altersspuren sind bei authentischen Arbeiten auf Papier aus dieser Zeit daher normal.

Diese Merkmale sollten im Kontext eines historischen Originaldrucks verstanden und nicht mit dem Aussehen einer neu hergestellten Reproduktion verglichen werden.


Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Milch

Der Druck stammt aus der Sammlung von Dr. Eugen Milch (1889–1958), einem österreichischen Arzt und Künstler mit einem ungewöhnlich internationalen Lebensweg.

Milch diente im Ersten Weltkrieg als Sanitätsoffizier.

Anfang der 1920er-Jahre reiste er auf einer kombinierten Studien- und Malreise durch Europa.

1924 heiratete er die Künstlerin Emma Bormann.

Im selben Jahr besuchte das Paar Schweden und stellte gemeinsam mit dem Künstler Oskar Bergman mehrere Gemälde im Liljevalchs in Stockholm aus.


Von Österreich nach China

1937 reiste Eugen Milch gemeinsam mit anderen österreichischen Ärzten auf Einladung der chinesischen Regierung nach China.

Emma folgte ihm zwei Jahre später.

Obwohl die ursprünglich vorgesehene Stelle nicht wie geplant zustande kam, wurde Milch 1938 Leiter eines Krankenhauses in Beihai.

Sein Leben in Ostasien entwickelte sich damit sowohl aus seiner medizinischen Tätigkeit als auch aus seinen Interessen an Kunst und Reisen.


Shanghai und die Kriegsjahre

1941 besetzten japanische Truppen Teile der südchinesischen Küste, darunter Beihai.

Der Familie Milch gelang es, nach Shanghai überzusiedeln.

Während ihrer Zeit in China entschieden Eugen und Emma schließlich, sich zu trennen.

Eugen unterstützte später britische Streitkräfte in China und erhielt für diesen Dienst die britische Staatsbürgerschaft.

Seine berufliche und persönliche Biografie führte ihn damit unmittelbar durch einige der großen historischen Umbrüche Ostasiens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Milch in Japan

Auf seinen weiteren Reisen gelangte Eugen Milch später nach Japan, um die Folgen des Krieges zu untersuchen.

Nach der überlieferten Provenienz ist es wahrscheinlich, dass er dort die vorliegende Sammlung japanischer Holzschnitte erwarb.

Er starb 1958 in Hongkong.

Die Sammlung wurde anschließend innerhalb der Familie weitervererbt.

Diese Provenienz verleiht dem Druck eine zusätzliche historische Ebene, indem sie ein japanisches Kunstwerk der Edo-/Meiji-Zeit mit dem internationalen Leben eines österreichischen Arztes, Künstlers, Reisenden und Sammlers des 20. Jahrhunderts verbindet.


Erhaltungszustand

Der Druck zeigt einige altersgemäße Gebrauchsspuren sowie leichte Knick- beziehungsweise Handhabungsspuren.

Insgesamt befindet er sich in gutem Zustand.

Wie bei originalen japanischen Papierarbeiten dieses Alters üblich, sind leichte Tönung des Papiers, kleine Flecken, schwache Knicke oder dezente Spuren der Handhabung normal.

Diese Merkmale entsprechen einem authentischen antiken Blatt, das mehr als ein Jahrhundert überdauert hat.

Sie sind kein Hinweis darauf, dass es sich um eine künstlich gealterte moderne Reproduktion handelt.

Die Zustandsangaben dienen der transparenten Beschreibung des tatsächlich erhaltenen Zustands.


Gerahmt und fertig zum Aufhängen

Das Ukiyo-e ist einzeln gerahmt und wird komplett mit Rahmen verkauft.

Es wird fertig zum Aufhängen geliefert.

Die Präsentation ermöglicht eine sofortige Ausstellung des originalen Holzschnitts und schafft zugleich einen klaren optischen Rahmen um Kunichikas farbintensive Komposition.

Der dunkle Rahmen kontrastiert wirkungsvoll mit dem hellen Passepartout und den starken Blau-, Lavendel-, Rot-, Grün- und Schwarztönen des Drucks.


Spezifikationen

  • Objekt: Originaler antiker japanischer Ukiyo-e-Holzschnitt
  • Künstler: Toyohara Kunichika (1835–1900)
  • Motiv: Bandō Hikosaburō als Otsuji
  • Titel: Mitate Shidō-ji Taki, Otsuji (見立 志渡寺滝, おつじ)
  • Genre: Yakusha-e / Kabuki-Schauspielerdruck
  • Rolle: Otsuji, dargestellt als Onnagata-Rolle
  • Format: Ōban tate-e
  • Technik: Polychromer Nishiki-e-Holzschnitt
  • Schauplatz: Wasserfall des Shidō-ji
  • Verbundene Erzählung: Otsuji und der junge Tamiya Botarō
  • Vorherrschende Farben: Tiefblau, Türkis, Lavendel, Rot, Grün, Schwarz und Weiß
  • Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Milch (1889–1958)
  • Weitere Provenienz: Durch Erbfolge innerhalb der Familie
  • Zustand: Guter Gesamtzustand mit altersgemäßen Gebrauchsspuren und leichten Handhabungsknicken
  • Präsentation: Einzeln gerahmt
  • Aufhängung: Gerahmt und fertig zum Aufhängen geliefert
  • Authentizität: Originaler antiker japanischer Holzschnitt; keine moderne Reproduktion oder Neuauflage

Sammlerinteresse

Dieser Druck vereint mehrere Eigenschaften, für die Toyohara Kunichika besonders geschätzt wird: dramatisches Kabuki-Thema, Darstellung eines bekannten Schauspielers, ausdrucksstarke theatralische Charakterisierung, intensive Farbigkeit und eine Komposition, die eng mit der Bühnenkultur des 19. Jahrhunderts verbunden ist.

Der Wasserfall verleiht dem Bild einen außergewöhnlichen visuellen Rhythmus.

Die wiederholten blauen Bänder bilden einen lebhaften Hintergrund, vor dem Bandō Hikosaburōs lavendel- und rotfarbenes Kostüm besonders stark hervortritt.

Das Otsuji-Thema fügt emotionale Tiefe hinzu.

Ihre verzweifelte Buße für den schwer erkrankten Tamiya Botarō verwandelt das Schauspielerporträt in eine Szene von Hingabe, Leiden und Opferbereitschaft.

Der Druck steht zugleich beispielhaft für Kunichikas Bedeutung in der letzten großen Phase der Yakusha-e-Tradition.

Während die Fotografie zunehmend die visuelle Darstellung von Schauspielern veränderte, nutzte Kunichika weiterhin die einzigartigen Möglichkeiten des Farbholzschnitts: gesteigerte Gestik, intensive Farben, theatralische Komposition und unmittelbare emotionale Wirkung.

Die dokumentierte Provenienz aus der Sammlung Dr. Eugen Milch verleiht dem Blatt zusätzliches Sammlerinteresse.

Ein originaler antiker japanischer Ukiyo-e-Holzschnitt von Toyohara Kunichika mit Bandō Hikosaburō als Otsuji in Mitate Shidō-ji Taki, Otsuji (見立 志渡寺滝, おつじ). Vor einem dramatischen Feld aus blau herabstürzendem Wasser erscheint der Schauspieler mit zerzaustem schwarzem Haar und einem lavendelfarbenen Kimono über einem roten Untergewand, während er eine schlaffe, kahlköpfige Figur hält. Die Szene verweist auf die Kabuki-Legende von Otsuji und ihre verzweifelte Wasserfall-Buße für den schwerkranken Tamiya Botarō. Als ōban tate-e nishiki-e ausgeführt, zeigt der Druck die intensive Farbigkeit und theatralische Kraft von Kunichikas berühmten Yakusha-e. Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Milch (1889–1958), anschließend innerhalb der Familie vererbt. Guter Gesamtzustand mit altersgemäßen Gebrauchsspuren und leichten Handhabungsknicken. Originaler antiker Holzschnitt, keine moderne Reproduktion. Einzeln gerahmt und fertig zum Aufhängen.

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