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Katana-kake des 19. Jahrhunderts mit Nashiji & Takamaki-e-Wachteln

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Artikelnummer: CENTURY-JAPANESE-KATANA-KAKE-TAKAMAKI-5213 Kategorie:

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Beschreibung

Lackierter Katana-Ständer (Katana-kake) mit Nashiji-Grund und Takamaki-e-Wachteldekor — 19. Jahrhundert

Japan · 19. Jahrhundert · Nashiji · Takamaki-e · Hiramaki-e · Wachteln · Herbstgetreide · Uzura to Awa · Gold- und Silberlack · Ständer für ein Schwert

Ein außergewöhnlich fein gearbeiteter japanischer Katana-kake aus dem 19. Jahrhundert, gekennzeichnet durch seine elegante vertikale Form, einen reich schimmernden Nashiji-Grund und eine fein ausgeführte Takamaki-e-Dekoration mit Wachteln zwischen gebogenen Herbstgräsern.

Der Ständer wurde für die Präsentation eines einzelnen japanischen Schwertes geschaffen und besteht aus einer breiten gelappten Basis, einer hohen, elegant geschwungenen Stütze und einer geformten oberen Schwertauflage. Die sichtbaren Oberflächen werden durch einen dichten goldgesprenkelten Lackgrund miteinander verbunden, dessen körniger Glanz sich je nach Lichteinfall subtil verändert.

Die Hauptdekoration zeigt ein Paar Wachteln unter reifem Getreide, ein klassisches saisonales Motiv der japanischen Kunst, bekannt als uzura to awa — Wachteln und Hirse. In erhabenem Goldlack mit silberfarbenen Akzenten und feinen Ritzdetails ausgeführt, verleiht die Szene dem funktionalen Schwertständer den Charakter eines anspruchsvollen bildlichen Lackobjekts.


Elegante Form für ein einzelnes Schwert

Der Katana-kake besitzt eine breite, geformte Basis, aus der sich eine hohe, schlanke und sanft geschwungene vertikale Stütze erhebt.

Mit einer Höhe von ungefähr 66 cm verleiht die langgestreckte Form dem Objekt eine eindrucksvolle vertikale Präsenz und bewahrt zugleich eine bemerkenswerte Leichtigkeit.

Die obere Partie endet in einer geformten horizontalen Auflage mit zentraler Vertiefung, die zur sicheren Aufnahme des Schwertes während der Präsentation dient.

Im Gegensatz zu konventionellen horizontalen Schwertständern für mehrere Klingen präsentiert diese vertikale Form ein einzelnes Schwert als eigenständiges Objekt von besonderer Bedeutung.


Nashiji — Birnenschalen-Lackgrund

Ein prägendes Merkmal des Ständers ist der großflächig ausgeführte Nashiji-Lackgrund.

Nashiji — wörtlich mit dem Aussehen der Schale einer japanischen Birne verbunden — bezeichnet eine Technik, bei der zahlreiche feine Metallpartikel unter oder innerhalb transparenter Lackschichten eingebettet werden, wodurch eine dichte, sanft schimmernde Oberfläche entsteht.

Hier erstreckt sich die Technik über die Basis und die lange vertikale Konstruktion und verbindet die unterschiedlichen architektonischen Elemente optisch miteinander.

Bei direktem oder streifendem Licht erzeugen die unzähligen Metallpartikel einen körnigen goldenen Glanz, der sich mit dem Betrachtungswinkel ständig verändert.


Eine reich schimmernde Goldoberfläche

Der Nashiji-Grund dient nicht lediglich als neutraler Hintergrund, sondern trägt entscheidend zur optischen Pracht des gesamten Objekts bei.

Aus der Entfernung erscheint die Oberfläche warm und überwiegend goldbraun. Bei näherer Betrachtung tritt die dichte Verteilung der einzelnen Metallpartikel zunehmend hervor.

Dadurch entsteht unter dem Lack eine ausgeprägte Tiefenwirkung, die einen wirkungsvollen Kontrast zu den stärker erhabenen Takamaki-e-Elementen bildet.

Die Unterscheidung zwischen schimmerndem Grund und plastischem Dekor ist ein wesentlicher Bestandteil der anspruchsvollen visuellen Hierarchie des Stücks.


Wachteln zwischen Herbstgetreide

Die Hauptkomposition auf der Basis zeigt ein Paar Wachteln unter hohen, reifen Getreidehalmen.

Die Pflanzen neigen sich unter dem Gewicht ihrer Ähren und erzeugen eine fließende diagonale Bewegung über die Oberfläche.

Unter ihnen suchen die beiden Vögel dicht am Boden nach Nahrung und fügen sich mit ihren kompakten Körpern natürlich in die Vegetation ein.

Das zurückhaltende Größenverhältnis zwischen Vögeln und Gräsern verleiht der Komposition die Intimität einer beobachteten Naturszene anstelle eines rein formalen oder heraldischen Ornaments.


Uzura to Awa — Wachteln und Hirse

Die Verbindung von Wachtel (uzura) und Hirse beziehungsweise Herbstgetreide (awa) gehört zum etablierten Repertoire saisonaler Bildthemen in der japanischen Kunst.

Als uzura to awa bekannt, verbindet das Motiv die kleinen bodenlebenden Vögel mit reifem Getreide und der Atmosphäre des Herbstes.

Das Thema eignet sich besonders für intime dekorative Kompositionen, in denen die gebogenen Halme Rhythmus und Bewegung um die kompakten Formen der Vögel erzeugen.

Bei diesem Katana-kake schafft das Motiv einen ruhigen Naturalismus, der elegant mit den luxuriösen und hochentwickelten Lacktechniken kontrastiert.


Wachteln in Takamaki-e

Die Vögel sind mit der für Takamaki-e charakteristischen erhabenen Wirkung ausgeführt, einer Lacktechnik, bei der Teile des Motivs über den umgebenden Grund aufgebaut werden.

Diese zusätzliche Höhe verleiht den Wachteln eine deutlich körperliche Präsenz gegenüber dem vergleichsweise flachen Nashiji-Untergrund.

Das Gefieder ist sorgfältig strukturiert, wobei zahlreiche kleine Details die gemusterten Federn und kompakten Körper der Tiere wiedergeben.

Mit wechselndem Lichteinfall treten einzelne Partien des erhabenen Lackes stärker hervor und verstärken sowohl den Naturalismus als auch die dekorative Wirkung der Szene.


Herbstgetreide in erhabenem Goldlack

Die Getreidehalme um die Vögel sind überwiegend in warmen Goldtönen ausgeführt, wobei Blätter und Ähren rhythmisch über die Basis verlaufen.

Erhabener Lack verleiht wichtigen Elementen körperliche Definition, während feinere Ritz- und Oberflächendetails die Blätter und Vegetation ausarbeiten.

Die gebogenen Stängel erzeugen ein starkes Gefühl natürlicher Bewegung und erinnern an reife Pflanzen, die sich unter dem Gewicht ihrer Körner neigen.

Die Verbindung aus Relief, Linie und metallischer Reflexion zeigt eindrucksvoll, wie japanische Lackkünstler botanische Formen in hochentwickelte dekorative Kompositionen übertragen konnten.


Kontraste in Gold und Silber

Die warme Goldpalette wird durch eine markante halbmondförmige silberfarbene Fläche im Vordergrund ergänzt.

Diese helle Metallzone bildet einen starken Kontrast zum dunklen transparenten Lack und der umfangreichen Golddekoration.

Innerhalb der silberfarbenen Fläche befindet sich ein kleiner erhabener goldener Kreis, der einen weiteren bewusst gesetzten Kontrastpunkt bildet.

Die genaue symbolische Bedeutung dieser Elemente lässt sich aus dem Objekt allein nicht eindeutig bestimmen; ihre Anordnung könnte jedoch eine offene Boden- oder Landschaftsfläche sowie ein Himmelsmotiv wie Sonne oder Mond andeuten.


Hiramaki-e-Dekor an der Stütze

Das dekorative Programm setzt sich über die Basis hinaus entlang der hohen gebogenen Stütze fort.

Ein zurückhaltender botanischer Zweig in goldenem Hiramaki-e folgt der vertikalen Struktur und führt das Getreide- und Herbstthema der Hauptkomposition nach oben weiter.

Im Gegensatz zum stärker erhabenen Takamaki-e der Vögel bildet diese flachere Technik einen feinen Akzent, ohne die schlanke Silhouette der Stütze zu unterbrechen.

Die Fortführung des Pflanzenmotivs schafft eine visuelle Verbindung zwischen der bildlich gestalteten Basis und der oberen Schwertauflage.


Geschwungene untere Stützkonsole

Am Übergang zwischen Basis und vertikaler Stütze befindet sich ein geformtes Trägerelement, das sowohl strukturelle Verstärkung als auch dekorative Vermittlung bietet.

Sein plastisches Profil verleiht dem unteren Bereich zusätzliche Tiefe und verankert die hohe Stütze optisch mit der breiten Basis.

Feine Goldakzente betonen seine Konturen und integrieren das Element in die übrige Lackdekoration.

Die sorgfältige Behandlung dieses im Wesentlichen konstruktiven Bauteils zeigt den Anspruch, das gesamte Objekt dekorativ geschlossen zu gestalten.


Obere Schwertauflage

Die lange gebogene Stütze endet in einer geformten horizontalen Plattform zur Aufnahme des Schwertes.

Eine zentrale Vertiefung bietet einen natürlichen Auflagepunkt für die Klinge oder das montierte Schwert, während die seitlichen Vorsprünge dessen Position sichern.

Auch die obere Partie übernimmt die reiche Lackgestaltung der vertikalen Struktur und bleibt dadurch vollständig in das Gesamtbild integriert.

Ihre kompakte horizontale Form bildet einen eleganten Abschluss der ausgeprägten vertikalen Bewegung der Stütze.


Naturalismus und saisonale Bildsprache

Die dekorative Komposition fällt besonders durch ihren zurückhaltenden Naturalismus auf.

Anstelle eines imposanten mythologischen, kriegerischen oder heraldischen Themas wählte der Künstler eine stille saisonale Szene aus der Natur.

Die kleinen Wachteln, die gebogenen Getreidehalme und die herbstliche Atmosphäre verwandeln die Basis in eine intime Landschaft, deren Reichtum sich erst bei genauer Betrachtung vollständig erschließt.

Diese Verbindung eines bescheidenen Naturmotivs mit luxuriösen Lacktechniken ist charakteristisch für die raffinierten Gegensätze der japanischen dekorativen Kunst.


Handwerkskunst und technische Vielfalt

Der Ständer zeichnet sich nicht nur durch die Qualität der einzelnen dekorativen Elemente aus, sondern auch durch die Verbindung mehrerer Lacktechniken innerhalb eines harmonischen Gesamtkonzepts.

Der ausgedehnte Nashiji-Grund schafft eine schimmernde Basis, erhabenes Takamaki-e verleiht den Vögeln und Pflanzen Volumen, während feinere Hiramaki-e-Elemente lineare Akzente setzen.

Gold- und silberfarbene Bereiche erweitern die Palette zusätzlich und schaffen Kontraste sowohl in Farbe als auch in Reflexion.

Die gelungene Integration dieser Techniken über eine komplexe dreidimensionale Struktur hinweg zeugt von erheblicher Beherrschung des Lackmediums und hoch spezialisiertem handwerklichem Können.


Ein Präsentationsobjekt mit großer Präsenz

Mit Maßen von etwa 66 × 30 cm besitzt der Katana-kake eine markante vertikale Silhouette.

Der Blick wird von der reich dekorierten Basis entlang der schlanken gebogenen Stütze bis zur oberen Schwertauflage geführt.

Mit einem montierten japanischen Schwert hätte diese Konstruktion die Klinge über der detaillierten Herbstlandschaft positioniert und damit ermöglicht, Schwert und Lackarbeit gleichzeitig zu würdigen.

Auch ohne Schwert funktioniert der Ständer dank seiner skulpturalen Form, des schimmernden Nashiji und der bildlichen Maki-e-Dekoration als eigenständiges bedeutendes Lackkunstobjekt.


Japanische Lackkunst des 19. Jahrhunderts

Materialien, Techniken und dekoratives Vokabular des Stückes entsprechen einer qualitätvollen japanischen Lackproduktion des 19. Jahrhunderts.

Die Verbindung von Nashiji mit mehreren Formen des Maki-e spiegelt eine ausgereifte dekorative Tradition wider, in der Unterschiede von Höhe, Textur und metallischer Reflexion bewusst aufeinander abgestimmt wurden.

Das Motiv der Wachteln und des Getreides verbindet das Objekt zusätzlich mit dem traditionellen saisonalen Bildrepertoire der japanischen Malerei und dekorativen Kunst.

Diese Eigenschaften machen den Ständer zu einem besonders attraktiven Beispiel für die Verbindung japanischer Schwertkultur mit anspruchsvoller Lackkunst.


Erhaltungszustand

Der Katana-kake befindet sich in einem antiken Zustand mit altersbedingten Gebrauchsspuren, die für ein japanisches Lackobjekt des 19. Jahrhunderts angemessen sind.

Der Nashiji-Grund und große Bereiche der Golddekoration sind weiterhin deutlich sichtbar und bewahren das charakteristische Zusammenspiel aus körniger Metallreflexion und erhabenem Bilddekor.

Kleinere Oberflächenabnutzungen, Unregelmäßigkeiten, Fehlstellen und historische Veränderungen an Lack oder Metallverzierungen sollten im Kontext von Alter und Gebrauch eines antiken Objekts dieser Art betrachtet werden.

Bitte prüfen Sie die beigefügten hochauflösenden Fotografien sorgfältig, da sie einen wesentlichen Bestandteil der Beschreibung bilden und den aktuellen Zustand des Objekts am genauesten dokumentieren.


Sammlerinteresse

Dieser Katana-kake vereint mehrere Eigenschaften, die für Sammler japanischer Lackkunst, Samurai-Kultur und schwertbezogener Objekte besonders interessant sind.

Seine elegante vertikale Konstruktion unterscheidet ihn von konventionellen horizontalen Schwertständern, während der umfangreiche Nashiji-Grund der gesamten Struktur einen bemerkenswert luxuriösen visuellen Charakter verleiht.

Die uzura to awa-Komposition ist als Beispiel klassischer saisonaler Bildsprache besonders attraktiv, während die Verbindung von erhabenen Wachteln, gebogenem Getreide sowie gold- und silberfarbenen Details das hohe bildliche Potenzial des japanischen Maki-e demonstriert.

Mit Maßen von 66 × 30 cm ist das Stück ein außergewöhnlich charakteristisches Beispiel dafür, wie ein zur Präsentation eines japanischen Schwertes geschaffenes Objekt selbst zu einem vollendeten Werk dekorativer Lackkunst werden konnte.


Spezifikationen

  • Objekt: Japanischer Katana-kake / Schwertständer
  • Periode: 19. Jahrhundert
  • Herkunft: Japan
  • Kapazität: Ein Schwert
  • Format: Hoher vertikaler Ständer für ein einzelnes Schwert
  • Material: Lackiertes Holz mit metallischer Lackdekoration
  • Grund: Goldgesprenkelter Nashiji-Lack
  • Haupttechniken: Nashiji, Takamaki-e und Hiramaki-e
  • Hauptmotiv: Wachteln zwischen Herbstgetreide
  • Traditionelles Thema: Uzura to awa — Wachteln und Hirse
  • Vogeldekor: Erhabenes goldenes Takamaki-e mit strukturiertem Gefieder
  • Pflanzendekor: Reifes Getreide und Herbstgräser
  • Metallische Palette: Gold- und silberfarbene Lackdekoration
  • Dekor der Stütze: Botanischer Zweig in goldenem Hiramaki-e
  • Basisdetail: Halbmondförmige silberfarbene Fläche mit erhabenem Goldkreis
  • Stütze: Hoch, schlank und sanft geschwungen
  • Obere Auflage: Geformte horizontale Schwertauflage
  • Maße: 66 × 30 cm
  • Zustand: Antiker Zustand mit altersbedingten Gebrauchsspuren

Ein außergewöhnlich fein gearbeiteter japanischer Katana-kake aus dem 19. Jahrhundert, der eine elegante vertikale Silhouette mit anspruchsvoller Lackdekoration verbindet. Ein dichter Nashiji-Grund erstreckt sich über Basis und hohe geschwungene Stütze und erzeugt unter dem bildlichen Dekor einen reichen, körnigen Goldschimmer. Die Basis zeigt in gold- und silberfarbenem Maki-e eine klassische Uzura-to-awa-Komposition mit zwei Wachteln, die unter gebogenen Halmen reifen Herbstgetreides nach Nahrung suchen. Die Vögel sind in erhabenem Takamaki-e mit fein strukturiertem Gefieder ausgeführt. Eine kontrastierende silberfarbene Fläche und ein erhabener Goldkreis bereichern den Vordergrund, während ein feiner botanischer Zweig in Hiramaki-e das saisonale Thema entlang der Stütze fortsetzt. Mit Maßen von 66 × 30 cm verbindet dieser charakteristische Schwertständer japanische Schwertkultur, klassische saisonale Bildsprache und die technische Raffinesse der Lackkunst des 19. Jahrhunderts.

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