Beschreibung
Japanisches Katana (Nihontō) – Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro 肥前国住藤原正広
2. Generation Hizen Masahiro · Frühe selbstständige Schaffensperiode · Kanbun-Ära · NBTHK Tokubetsu Hozon · Veröffentlicht in Rei, 1969
Ein außergewöhnliches und hervorragend dokumentiertes japanisches Katana der zweiten Generation Hizen Masahiro, signiert 肥前国住藤原正広 – Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro. Als Sohn des ersten Kawachi no Daijō Masahiro und Urenkel von Hizen Tadayoshi gehörte dieser Schmied unmittelbar zu einer der bedeutendsten Linien der japanischen Schwertschmiedekunst der Edo-Zeit.
Die Klinge ist besonders bemerkenswert aufgrund ihrer schlichten Masahiro-Signatur ohne den Ehrentitel Kawachi no Kami, den er erst später in seiner Laufbahn erhielt. Masahiro signierte ursprünglich mit Masanaga und nahm den Namen Masahiro nach dem Tod seines Vaters in Kanbun 5 (1665) an. Diese Signatur ohne Titel ist daher charakteristisch für ein vergleichsweise enges Zeitfenster zu Beginn seiner selbstständigen Tätigkeit.
Neben der bedeutenden Urheberschaft zeichnet sich das Schwert durch seine ungewöhnlich geringe Krümmung, das außergewöhnlich feine Hizen-Jigane, einen kraftvollen Gunome-midare Hamon und eine reiche metallurgische Aktivität aus.
Die Bedeutung dieses Schwertes wurde bereits vor Jahrzehnten erkannt. Die Klinge erschien 1969 in der Rubrik Yūhin Zukan („Galerie herausragender Werke“) der spezialisierten japanischen Zeitschrift Rei (麗), wo sie mit einem vollständigen Oshigata abgebildet und als bemerkenswertes Beispiel für Masahiros Arbeit besprochen wurde.
Heute wird die Klinge von einem aktuellen NBTHK Tokubetsu Hozon Tōken-Zertifikat, der historischen Registrierung aus Tokio und der Publikation von 1969 begleitet. Dadurch entsteht eine außergewöhnlich dichte Dokumentationslage, die sich über mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckt.
Das Schwert wird durch ein elegantes und äußerst kohärentes Koshirae mit durchgehendem Drachenthema ergänzt, ausgeführt mit Shakudō-Beschlägen, vergoldeten Drachenmotiven, einer glänzend schwarz lackierten Saya und einem dunkelgrünen Sageo.
Das Schwert wird mit einer Aufbewahrungshülle aus Kimono-Stoff oder Baumwolle, einem Supein Nihonto-Zertifikat, der NBTHK-Dokumentation, einer Kopie der japanischen Registrierung sowie den historischen Publikationsunterlagen geliefert.
Der Schwertschmied – Hizen Masahiro, 2. Generation
Der Schmied dieser Klinge war der Hizen Masahiro der zweiten Generation, ein direktes Mitglied der berühmten Hizen-Tadayoshi-Linie.
Geboren um Kan’ei 3 (1626), war er der Sohn des ersten Kawachi no Daijō Masahiro und Urenkel von Hizen Tadayoshi, dem Begründer der Hizen-Schule.
Die Hizen-Tradition entwickelte sich im Herrschaftsgebiet der Nabeshima-Familie und wurde zu einer der bekanntesten und technisch ausgereiftesten Schulen der Shintō-Schwertproduktion während der Edo-Zeit. Ihre besten Klingen sind insbesondere für ihren außergewöhnlich feinen Stahl und ihre charakteristische Oberflächenstruktur berühmt.
Der Masahiro der zweiten Generation verwendete zunächst den Namen Masanaga. Nach dem Tod seines Vaters in Kanbun 5 (1665) übernahm er den Namen Masahiro und führte damit die angesehene Familientradition fort.
Die Signatur auf dieser Klinge ist daher von besonderer historischer Bedeutung.
Die Signatur (Mei)
Der Nakago trägt die Inschrift:
肥前国住藤原正広
Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro
Die Bedeutung dieser Inschrift liegt nicht nur im Namen Masahiro selbst, sondern auch in dem, was fehlt.
Die Klinge trägt nicht den Ehrentitel Kawachi no Kami, den Masahiro später in seiner Karriere verwendete. In Verbindung mit der historischen Chronologie seines Namenswechsels von Masanaga zu Masahiro lässt sich diese schlichte Signatur in eine besonders interessante frühe Phase seiner selbstständigen Tätigkeit einordnen.
Die historische Untersuchung dieser konkreten Klinge aus dem Jahr 1969 wies bereits ausdrücklich auf diese ungewöhnliche Signatur ohne Titel hin.
Die Mei ist trotz einer alten Kürzung der Klinge auf dem Nakago erhalten geblieben.
Die Klinge (Tōshin)
Die Klinge fällt sofort durch ihre außergewöhnlich geringe Sori auf.
Ihr Profil nähert sich einer beinahe geraden Form an und erzeugt damit eine elegante und kraftvolle Silhouette, wie sie für die Kanbun-Zeit charakteristisch ist, im Kontext der Hizen-Schule jedoch besonders bemerkenswert erscheint.
Diese geringe Krümmung verleiht dem Schwert eine deutlich andere Erscheinung als den stärker gebogenen Formen, die häufig mit Hizen-Arbeiten verbunden werden.
Die Fachpublikation von 1969 hob dieses Merkmal bereits als eine der besonderen Eigenschaften des Schwertes hervor und zeigt damit, dass seine ungewöhnliche Sugata japanischen Kennern seit Langem aufgefallen ist.
Die Klinge verbindet diese charakteristische Form mit äußerst feiner Schmiedearbeit und einer lebhaften Härtelinie, wodurch die ruhige Geometrie reizvoll mit der starken Aktivität im Stahl kontrastiert.
Der Stahl (Jigane)
Eine der definierenden Qualitäten hochwertiger Hizen-Schwerter ist die Verfeinerung ihres Jigane, und diese Klinge stellt dafür ein hervorragendes Beispiel dar.
Das Schmiedebild zeigt eine außergewöhnlich dichte Ko-itame Hada, die der feinen Nashiji-artigen Textur nahekommt, die mit der berühmten Hizen-Konuka-hada verbunden wird.
Feine Ji-nie verteilen sich gleichmäßig über die Stahloberfläche und erzeugen bei passendem Lichteinfall einen subtilen, funkelnden Effekt.
Anstelle einer groben oder stark ausgeprägten Maserung wirkt der Stahl ausgesprochen kompakt und kontrolliert. Diese dichte Struktur gehört zu den Eigenschaften, für die die besten Arbeiten der Hizen-Schule besonders geschätzt werden.
Das Ergebnis ist eine äußerst raffinierte Oberfläche, deren Schönheit sich bei genauer Betrachtung immer weiter erschließt.
Die Härtelinie (Hamon)
Im Gegensatz zur vergleichsweise zurückhaltenden Geometrie der Klinge zeigt sich der Hamon ausgesprochen dynamisch.
Er besteht hauptsächlich aus einem kraftvollen Gunome-midare, entwickelt in tiefem Nioi und reich von Nie begleitet.
Über die Hauptlinie hinaus treten wiederholt Bereiche von Tobiyaki auf – isolierte gehärtete Zonen, die sich oberhalb des eigentlichen Hamon in das Ji hinein lösen.
Diese Elemente verleihen dem Härtungsmuster große Bewegung und Komplexität und machen die Klinge besonders lohnend für die eingehende Betrachtung.
Die historische Würdigung von 1969 lobte die Qualität der Härtung ausdrücklich und beschrieb sie mit den Worten:
„dōsaku-chū demo kesshutsu shita sae“
— eine Brillanz, die selbst innerhalb des eigenen Werkes dieses Schmiedes hervorsticht.
Diese historische Einschätzung ist besonders bedeutend, weil sie zeigt, dass die heute sichtbaren außergewöhnlichen Qualitäten der Klinge bereits vor fast sechzig Jahren von japanischen Spezialisten erkannt wurden.
Die Kissaki und Boshi
Die Spitze setzt die disziplinierte Konstruktion der gesamten Klinge fort.
Der Hamon läuft natürlich in die Kissaki, bildet dort die Boshi und kehrt anschließend in Richtung Klingenrücken zurück.
Das historische Oshigata von 1969 dokumentiert diesen Bereich des Schwertes detailliert, einschließlich der Form der Kissaki und des Rücklaufs der Boshi.
Der Erhalt eines derart frühen grafischen Dokuments bietet einen wertvollen Vergleichspunkt für den heutigen Zustand der Klinge.
Der Nakago und die historische Suriage
Der Nakago bewahrt die Signatur Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro und zeigt mehrere aufeinanderfolgende Mekugi-ana.
Der Fachtext von 1969 erwähnt eine alte Suriage von ungefähr drei sun.
Diese historische Kürzung steht im Einklang mit der Reihe von Befestigungslöchern, die heute noch auf dem Erl sichtbar sind.
Von besonderer Bedeutung ist, dass die Mei bei dieser Veränderung erhalten blieb und nach wie vor deutlich erkennbar ist.
Historische Modifikationen dieser Art gehören zur funktionalen Lebensgeschichte japanischer Schwerter und belegen wiederholte Neumontierungen und Erhaltung über mehrere Generationen hinweg.
Die Montierung (Koshirae)
Die Klinge wird von einem besonders attraktiven Koshirae begleitet, das vollständig um ein einheitliches Drachenthema aufgebaut ist.
Anstatt unterschiedliche, voneinander unabhängige Motive zu kombinieren, greifen die wichtigsten Beschläge Varianten des Drachenmotivs auf und bilden dadurch ein stark geschlossenes Gesamtbild.
Die Farbpalette ist bewusst zurückhaltend: nahezu schwarze Seide, dunkles Shakudō, schwarzer Lack und tiefes Grün werden durch gezielt gesetzte vergoldete Drachen akzentuiert.
Dieser Kontrast verleiht der Montierung große Präsenz, ohne überladen zu wirken.
Der Drache besitzt in der japanischen Kunst eine bedeutende Stellung und wird traditionell mit Kraft, Wasser, Schutz und übernatürlicher Autorität verbunden. Sein wiederkehrendes Motiv bildet daher einen besonders passenden visuellen Gegenpol zu einer Klinge dieser Qualität.
Der Griff (Tsuka)
Die Tsuka ist mit nahezu schwarzem Tsuka-ito umwickelt, das in einem straffen traditionellen Hineri-maki über hellem Samegawa ausgeführt ist.
Der Kontrast zwischen der dunklen Wicklung und der helleren Rochenhaut erzeugt das klassische Rautenmuster traditioneller japanischer Schwertmontierungen.
In diesen Öffnungen erscheinen kleine vergoldete Drachen-Menuki, deren goldene Oberflächen dezent unter der dunklen Seide hervortreten.
Die zurückhaltende Präsentation verhindert eine übermäßige Wirkung, während die Nahbetrachtung ein beachtliches Maß an Detailarbeit offenbart.
Die Menuki
Die Menuki setzen das zentrale Thema der Montierung mit fein ausgeführten vergoldeten Drachen fort.
Sie liegen unter dem Tsuka-ito und erscheinen abschnittsweise durch die rautenförmigen Öffnungen der Wicklung.
Ihr warmer Goldton kontrastiert wirkungsvoll mit der nahezu schwarzen Seide und dem hellen Samegawa, wodurch zusätzliche Tiefe entsteht und das einheitliche Dekorationsprogramm des Koshirae verstärkt wird.
Fuchi und Kashira
Das Fuchi ist aus dunklem Shakudō gearbeitet und mit einem goldenen Drachenrelief verziert.
Besonders eindrucksvoll ist das Kashira, bei dem ein großer vergoldeter Drache in Hochrelief die Komposition dominiert.
Schuppen, Krallen und anatomische Details sind klar herausgearbeitet und bilden einen markanten Kontrast zum dunklen Metallgrund.
Qualität und Präsenz dieser Verzierung machen die Fuchi-Kashira zu einem der stärksten visuellen Elemente der gesamten Montierung.
Zusammen mit Menuki und Tsuba entsteht ein durchgehendes Drachenthema entlang der gesamten Tsuka.
Das Stichblatt (Tsuba)
Die Tsuba setzt die Drachenikonografie der übrigen Beschläge fort.
Ein großer Drache ist über der dunklen Oberfläche ausgearbeitet, während die äußere Mimi durch einen kontrastierenden silberfarbenen Rand hervorgehoben wird.
Dieser Rand schafft einen subtilen Übergang zwischen der dunklen Montierung und dem polierten Stahl der Klinge und verleiht der Tsuba eine eigenständige visuelle Identität.
Die Übereinstimmung zwischen Tsuba, Fuchi-Kashira und Menuki ist besonders wichtig und verleiht dem Koshirae den Charakter eines bewusst konzipierten Ensembles statt einer zufälligen Zusammenstellung einzelner Beschläge.
Die Scheide (Saya)
Die Saya ist mit glänzend schwarzem Lack ausgeführt und bildet einen eleganten, bewusst ruhigen Hintergrund für die aufwendigeren Drachenbeschläge des Griffes.
Die glatte dunkle Oberfläche lässt die Texturen des Shakudō, die vergoldete Dekoration und die Form der Tsuba besonders wirkungsvoll hervortreten.
Ein dunkelgrüner Sageo setzt einen dezenten Farbakzent, ohne den insgesamt zurückhaltenden Charakter der Montierung zu stören.
Das Ergebnis ist raffiniert und formal: eine schlichte Saya in Verbindung mit detailreich gearbeiteten Beschlägen.
Die Rei-Publikation von 1969
Einer der wichtigsten Aspekte dieses Schwertes ist seine dokumentierte Veröffentlichung in der spezialisierten japanischen Fachzeitschrift Rei (麗), die sich der Betrachtung und Würdigung japanischer Schwerter widmet.
Die Klinge erschien 1969 in der Rubrik Yūhin Zukan (優品図鑑 – „Galerie herausragender Werke“).
Die erhaltene Seite enthält ein detailliertes Oshigata des Schwertes, das die Härtelinie, Kissaki, Boshi sowie eine Abreibung des Nakago mit Signatur wiedergibt.
Noch wichtiger ist, dass der begleitende Fachtext mehrere Merkmale benennt, die die Klinge bis heute auszeichnen.
Insbesondere werden die außergewöhnlich geringe Krümmung, die Signatur sowie die historische Kürzung von ungefähr drei sun erwähnt.
Die Bewertung lobt außerdem die Qualität der Härtung als außergewöhnlich, selbst innerhalb von Masahiros eigenem Werk.
Diese Publikation belegt, dass das Schwert bereits 1969 in Japan als bemerkenswerte Arbeit untersucht und gewürdigt wurde – lange vor der heutigen Zertifizierung.
NBTHK Tokubetsu Hozon Zertifikat
Die Klinge wird von einem aktuellen NBTHK Tokubetsu Hozon Tōken-Zertifikat begleitet.
Die Nihon Bijutsu Tōken Hozon Kyōkai (NBTHK) ist die wichtigste japanische Organisation zur Erforschung und Erhaltung des japanischen Kunstschwertes.
Die Einstufung Tokubetsu Hozon stellt eine bedeutende Stufe innerhalb des NBTHK-Bewertungssystems dar und wird Schwertern verliehen, die aufgrund ihrer Qualität, Authentizität und Bedeutung als besonders erhaltenswert gelten.
In diesem Fall bestätigt die Zertifizierung die durch die Signatur Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro dargestellte Zuschreibung.
Für den Sammler bildet die Kombination aus physischer Klinge, historischer Dokumentation und aktueller NBTHK-Zertifizierung eine besonders starke Grundlage für Studium und Wertschätzung.
Historische japanische Registrierung
Zur Dokumentation gehören außerdem historische Registrierungsunterlagen aus Tokio.
Sie bilden eine zusätzliche dokumentarische Ebene innerhalb der Nachkriegsgeschichte des Schwertes im japanischen Registrierungssystem für traditionell hergestellte Klingen.
Zusammen mit der Publikation von 1969 und dem aktuellen NBTHK Tokubetsu Hozon-Zertifikat entsteht dadurch eine Dokumentationskette, die mehr als ein halbes Jahrhundert umfasst.
Nur wenige Schwerter auf dem internationalen Markt werden mit einer derart interessanten Kombination aus historischer Veröffentlichung, japanischer Registrierung und aktueller Fachzertifizierung angeboten.
Erhaltungszustand
Die Klinge befindet sich in einem Zustand, der eine gute Betrachtung des feinen Hizen-Jigane, des aktiven Hamon, der Nie, des Nioi und der Tobiyaki ermöglicht.
Der Nakago bewahrt seine historische Patina, und die bedeutende Masahiro-Signatur ist deutlich erhalten.
Die verschiedenen Mekugi-ana und die historische Suriage gehören zur dokumentierten Geschichte des Schwertes und stimmen mit den Angaben der Publikation von 1969 überein.
Das Koshirae bewahrt ein äußerst attraktives Gesamtbild, bei dem schwarzer Lack, dunkle Seide, Shakudō-Beschläge und vergoldete Drachen zu einem stark geschlossenen Ensemble zusammenwirken.
Wie bei einem antiken japanischen Schwert und einer historischen Montierung zu erwarten, sind natürliche Alters- und Gebrauchsspuren vorhanden, die als Teil der langen Geschichte des Objekts verstanden werden sollten.
Spezifikationen
- Klassifikation: Japanisches Katana / Nihontō
- Schwertschmied: Hizen Masahiro – 2. Generation
- Signatur – Mei: 肥前国住藤原正広
- Lesung der Signatur: Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro
- Schule / Tradition: Hizen-Schule / Tadayoshi-Linie
- Provinz: Hizen
- Epoche: Edo-Zeit
- Ungefähre Datierung: Kanbun-Ära / frühe selbstständige Schaffensperiode des Masahiro der 2. Generation
- Sugata: Außergewöhnlich geringe Sori
- Jigane: Sehr dichte Ko-itame, nahe Nashiji / Hizen Konuka-hada
- Ji: Feine und gleichmäßig verteilte Ji-nie
- Hamon: Kraftvolle Gunome-midare
- Hataraki: Tiefes Nioi, Nie und häufige Tobiyaki
- Nakago: Historische Suriage mit mehreren Mekugi-ana
- Geschätzte historische Kürzung: Etwa 3 sun, in der Publikation von 1969 erwähnt
- Zustand der Mei: Signatur erhalten und von der historischen Kürzung nicht betroffen
- Koshirae: Vollständige traditionelle Montierung mit Drachenthema
- Tsuka: Nahezu schwarzes Hineri-maki über hellem Samegawa
- Menuki: Vergoldete Drachenmotive
- Fuchi: Shakudō mit goldenem Drachenrelief
- Kashira: Großer vergoldeter Drache in Hochrelief
- Tsuba: Drachenmotiv mit silberfarben gefasster Mimi
- Saya: Glänzend schwarzer Lack
- Sageo: Dunkelgrün
- NBTHK-Zertifizierung: Tokubetsu Hozon Tōken
- Historische Dokumentation: Japanische Registrierung aus Tokio
- Publikation: Rei (麗), Yūhin Zukan, 1969
- Enthalten: Aufbewahrungshülle aus Kimono-Stoff oder Baumwolle
- Zertifikat: Supein Nihonto Echtheitszertifikat
Sammlerwert
Dieses Katana vereint mehrere Eigenschaften, die nur selten so überzeugend in einem einzelnen Schwert zusammentreffen: einen bedeutenden Hizen-Schmied, eine chronologisch aussagekräftige Signatur, außergewöhnliche Handwerksqualität, historische Veröffentlichung, moderne NBTHK-Zertifizierung und ein besonders attraktives vollständiges Koshirae.
Der Masahiro der zweiten Generation nimmt innerhalb der Hizen-Tradition eine bedeutende Stellung ein. Als Sohn des ersten Masahiro und Urenkel von Hizen Tadayoshi gehört sein Werk direkt zur Hauptlinie, die den Ruf der Hizen-Schwerter während der Edo-Zeit begründete.
Die schlichte Signatur Hizen no Kuni Jū Fujiwara Masahiro besitzt zusätzlichen historischen Reiz, da sie in die Phase nach der Annahme des Namens Masahiro, jedoch vor der späteren Verwendung seines Ehrentitels gehört.
Die Qualität der Klinge selbst erhöht die Bedeutung des Stückes zusätzlich. Die außergewöhnlich geringe Sori, die sehr feine Ko-itame nahe der berühmten Hizen-Konuka-hada, feine Ji-nie, ein kraftvoller Gunome-midare und häufige Tobiyaki verbinden technische Raffinesse mit großer visueller Energie.
Von besonderer Bedeutung ist, dass diese Qualitäten nicht nur eine moderne Interpretation darstellen. Das Schwert wurde bereits 1969 in Japan für eine Fachpublikation ausgewählt, in der seine charakteristische Form, Signatur und außergewöhnliche Härtung im Yūhin Zukan von Rei dokumentiert wurden.
Das heutige NBTHK Tokubetsu Hozon-Zertifikat ergänzt dieses historische Dossier um eine moderne Fachauthentifizierung, während die Registrierung aus Tokio eine weitere dokumentarische Verbindung in der Geschichte der Klinge schafft.
Schließlich verleiht das vollständige Koshirae mit Drachenthema dem Schwert eine außergewöhnliche Präsentationswirkung. Dunkles Shakudō, vergoldete Drachen, helles Samegawa, schwarze Seide, eine silberfarben gerahmte Tsuba und eine glänzend schwarze Saya bilden ein elegantes Ensemble, das der Qualität der Klinge vollkommen entspricht.
Ein bedeutendes und außergewöhnlich gut dokumentiertes Hizen-Katana: Dieses Werk des Masahiro der zweiten Generation verbindet eine wichtige frühe Signatur, hervorragenden Hizen-Stahl, einen dynamischen Gunome-midare mit Tobiyaki, ein elegantes Koshirae mit Drachenthema und eine außergewöhnliche Dokumentationsgeschichte. Bereits 1969 in Japan veröffentlicht und gewürdigt und heute als NBTHK Tokubetsu Hozon zertifiziert, stellt dieses Schwert eine besonders attraktive Gelegenheit für den fortgeschrittenen Sammler dar, der ein Nihontō sucht, dessen Qualität, Zuschreibung und historische Wertschätzung durch mehrere Generationen japanischer Dokumentation gestützt werden.




























