Der Mondtierkreis gibt jedem Jahr den Namen eines Tieres aus der chinesischen Überlieferung und bildet so ein wiederkehrendes Kalendersystem. Diese Tiere erscheinen auch häufig in der ostasiatischen Kunst und Gestaltung, insbesondere in Dekorationen und Bildmotiven zum Neujahrsfest.
Ein Okimono aus Elfenbein mit einem Hund und seinem Welpen ist vor einem schlichten Hintergrund zu sehen.
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Wie der Mondtierkreis die Jahre bezeichnet
Der Mondtierkreis beruht auf dem Mondkalender, der dem Zyklus des Mondes folgt, im Gegensatz zum gregorianischen Sonnenkalender. In diesem System erhält jedes Jahr den Namen eines Tieres aus der chinesischen Überlieferung. Das Jahr selbst wird somit durch ein symbolisches Wesen bezeichnet.
Die feste Abfolge von zwölf Jahren
Die Tierjahre folgen einer festgelegten Reihenfolge, die sich alle zwölf Jahre wiederholt. Diese regelmäßige Abfolge verleiht dem Mondtierkreis eine stabile Struktur: Jedes Tier nimmt beim erneuten Beginn des Zyklus wieder dieselbe Position ein.
Diese Verbindung von Tieren und Jahren hat eine lange Geschichte. Dem V&A zufolge lässt sie sich mindestens bis in die Han-Dynastie zurückverfolgen, was die tiefen historischen Wurzeln des Mondtierkreises verdeutlicht.
Tiere in ostasiatischer Kunst und Gestaltung
Die Tiere des Tierkreises beschränken sich nicht auf Kalender. Sie erscheinen häufig in der ostasiatischen Kunst und Gestaltung, wobei Legenden und Volkserzählungen ihre bildliche Darstellung prägen. Besonders verbreitet sind sie in der Neujahrsdekoration, wenn das Tier des jeweiligen Jahres zum Festmotiv wird.
Regionale Varianten in Ost- und Südostasien
Das Tierkreissystem entstand in China und verbreitete sich in Ost- und Zentralasien. Mit der Zeit entwickelten sich lokale Varianten, die beliebt blieben, unter anderem in Japan, Südkorea, Vietnam, Kambodscha und Thailand, wo die Feiern zum Mondneujahr den Tierzyklus weiterhin in der jahreszeitlichen Festkultur sichtbar halten.



