Beschreibung
Meiji-Elfenbein-Okimono mit Fudō Myōō im Kampf – Signiert, mit CITES
Ein eindrucksvolles japanisches Elfenbein-Okimono aus der Meiji-Zeit des späten 19. Jahrhunderts, das Fudō Myōō in einem dramatischen körperlichen Kampf mit einer männlichen Figur darstellt.
Der Schnitzer schuf eine kompakte, zugleich äußerst dynamische Komposition, in der verschlungene Körper, ausdrucksstarke Gesten und sorgfältig gearbeitete Gewänder Bewegung und Spannung aus mehreren Blickwinkeln vermitteln.
Das Stück ist mit einer rot eingelegten Signaturtafel signiert und wird von einem Gutachten sowie CITES-Dokumentation begleitet.
Fudō Myōō – Der unbewegliche Weisheitskönig
Fudō Myōō gehört zu den wichtigsten Schutzfiguren des japanischen esoterischen Buddhismus und zur Gruppe der sogenannten Myōō oder Weisheitskönige.
Sein Name wird gewöhnlich als „Der Unbewegliche“ übersetzt und verweist auf die Unerschütterlichkeit erleuchteter Weisheit und geistiger Entschlossenheit.
Fudō wird traditionell mit grimmigem Ausdruck und kraftvoller körperlicher Präsenz dargestellt. Diese Bildsprache steht nicht einfach für Gewalt, sondern symbolisiert die Kraft, die erforderlich ist, um Unwissenheit, Hindernisse und schädliche Einflüsse zu überwinden.
Dieses Okimono überträgt diesen kraftvollen Charakter in eine ungewöhnlich aktive Figurengruppe, in der Fudō unmittelbar mit einer zweiten Figur ringt.
Dynamische Figurenkomposition
Die Skulptur zeichnet sich durch ein starkes Gefühl von Bewegung und Interaktion aus.
Statt Fudō in einer statischen Andachtsposition zu zeigen, hat der Schnitzer die beiden Figuren in einem eng verschränkten Kampf angeordnet. Körper, Gewänder und Gesten bilden eine zusammenhängende Komposition, die sich je nach Blickwinkel verändert.
Eine derart komplexe Figurengruppe erfordert auf kleinem Raum eine präzise räumliche Planung, besonders dort, wo Gliedmaßen, Stofffalten und Gesichtsausdrücke einander überlagern.
Feine Schnitzerei der Meiji-Zeit
Das Okimono stammt aus der Meiji-Zeit (1868–1912), genauer aus dem späten 19. Jahrhundert.
Diese Epoche war für das japanische Kunsthandwerk von großer Bedeutung. Hochqualifizierte Schnitzer schufen zunehmend aufwendige Kleinplastiken sowohl für japanische Auftraggeber als auch für einen wachsenden internationalen Markt.
Das vorliegende Stück spiegelt diese Tradition durch seine detaillierte Modellierung, ausdrucksstarken Figuren und eine Komposition wider, die zur Nahbetrachtung einlädt.
Elfenbein-Okimono
Die Skulptur ist aus Elfenbein geschnitzt, einem Material, das historisch in Japan für fein ausgearbeitete Netsuke, Okimono und andere Miniaturarbeiten verwendet wurde.
Die feine Materialstruktur ermöglichte die präzise Darstellung von Gesichtszügen, Gewandfalten, Haaren und kleinsten anatomischen Details.
Das Material ist im historischen Kontext der japanischen dekorativen Kunst der Meiji-Zeit zu verstehen. Dieses Exemplar wird von CITES-Dokumentation begleitet, die für die rechtliche und historische Dokumentation antiker Elfenbeinobjekte relevant ist.
Signiert mit roter Einlage
Das Okimono trägt eine Signatur in einer rot eingelegten Tafel.
Diese Form der Signatur setzt sich deutlich vom umliegenden Elfenbein ab und ist ein charakteristisches Detail sorgfältig ausgeführter japanischer Kunstschnitzereien dieser Zeit.
Über die erhaltene Signatur und die beigefügte Begutachtung hinaus wird hier keine konkrete Zuschreibung an einen bestimmten Schnitzer vorgenommen.
Gutachten und CITES-Dokumentation
Das Stück wird mit folgenden Unterlagen geliefert:
- Gutachten: Enthalten
- CITES-Dokumentation: Enthalten
- Signatur: Rot eingelegte Signaturtafel
- Periode: Meiji-Zeit, spätes 19. Jahrhundert
Das Gutachten bildet einen Teil der dokumentierten Geschichte des Objekts; die CITES-Unterlagen sind aufgrund des verwendeten Elfenbeins besonders relevant.
Maße
- Höhe: 9,5 cm
- Breite: 5,5 cm
- Tiefe: 4,9 cm
Hauptmerkmale
- Periode: Meiji-Zeit, spätes 19. Jahrhundert
- Herkunft: Japan
- Typ: Okimono
- Material: Elfenbein
- Motiv: Fudō Myōō im Kampf mit einer männlichen Figur
- Stil: Dynamische Figurenschnitzerei
- Signatur: Signiert mit roter Einlage
- Dokumentation: Gutachten
- CITES: Dokumentation enthalten
- Maße: 9,5 × 5,5 × 4,9 cm
Zustand
Das Okimono bewahrt die feine Modellierung und die ausdrucksstarken Details der Komposition, darunter die miteinander interagierenden Figuren, Gesichtsausdrücke und die komplexe Gestaltung der Gewänder.
Bei einer antiken japanischen Schnitzerei aus dem späten 19. Jahrhundert sollten kleinere Oberflächenveränderungen, Farbabweichungen und altersbedingte Spuren als Teil des historischen Charakters verstanden werden.
Gutachten und CITES-Dokumentation verbleiben beim Objekt.
Ein ausdrucksstarkes Meiji-Elfenbein-Okimono mit Fudō Myōō, das sich durch seine ungewöhnliche Kampfszene, die detailreiche Figurenschnitzerei und das starke Gefühl von Bewegung auszeichnet. Mit rot eingelegter Signatur sowie Gutachten und CITES-Dokumentation ist es ein eindrucksvolles Beispiel japanischer Kleinplastik des späten 19. Jahrhunderts.






